Beeindruckende Dokumentation über die Kinder, die in rechtsextremen Strukturen großwerden.

Kinostart: 09.05.2019

Die Handlung von Kleine Germanen

Der Dokumentarfilm „Kleine Germanen“ macht auf ein Problem aufmerksam, das gerade in unserer heutigen Zeit, in der rechte Strukturen und Gewaltausschreitungen immer mehr in die Öffentlichkeit rücken, oftmals ausgeblendet wird. Wie ist es für Kinder in solch einem Umfeld aufzuwachsen, in dem die Vaterlandsliebe über allem steht und die persönliche Entwicklung zugunsten von politischen Idealen unterdrückt wird? In einer Mischung aus Dokumentation und Animationsfilm begleiten wir einige dieser Kinder, die ihre Kindheit in rechtsextremen Familien verbrachten.

Darunter ist auch die mittlerweile erwachsene Elsa, die als kleines Mädchen zusammen mit ihrem Opa Soldat spielte und stolz darauf war, mit ausgestrecktem Arm „Für Führer, Volk und Vaterland!“ zu rufen. Doch wie blicken diese Kinder heute auf ihre Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen aufgebaut war und in der sie nie die Chance hatten, ein eigenes Weltbild zu entwickeln? Dabei gehen sie der Frage nach, welchen Einfluss diese Erziehung auf ihr heutiges Ich und die Erziehung ihrer eigenen Kinder hatte.

Kleine Germanen - Ausführliche Kritik

Der Dokumentarfilm „Kleine Germanen“ gewährt uns einen Einblick, der uns so zumeist verwehrt wird, denn er stellt zum ersten Mal die Kinder in den Mittelpunkt, die mit rechtem Gedankengut und der unumstößlichen Liebe zum Vaterland aufgewachsen sind. In dieser äußerst strengen Erziehungsform, die von falschen politischen Idealen und einem verklärten Weltbild geprägt ist, haben die Kinder oftmals keine Chance auf persönliche Entfaltung und der Entwicklung von Empathie und einem eigenen Weltbild. Schon frühzeitig werden sie von ihren Eltern und der rechten Gemeinschaft indoktriniert und in eine politische Richtung gedrängt, mit der sie im Zweifel vielleicht gar nichts anfangen können. Doch was macht so eine Erziehung mit einem Menschen im Erwachsenenalter?

Dieser Frage und vielen weiteren gehen die beiden Regisseure Mohammad Farokhmanesh und Frank Geiger in ihrer Dokumentation „Kleine Germanen“ nach. Dabei zeiht sich die Geschichte der kleinen Elsa, die als Animationsfilm dargestellt wird, wie ein roter Faden durch den Film. „Kleine Germanen“ ist ein beeindruckender Film, der gerade heute immer mehr an Bedeutung gewinnt, denn bereits in der Kindheit wird der Grundstein für das spätere Leben und meist auch die politische, wie gesellschaftliche Ausrichtung gelegt.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 09.05.2019

Genre:

Originaltitel: Kleine Germanen