Krimikomödie mit Film-noir-Touch über Provinzträumer, die in Hollywood in ein Mordkomplott verwickelt werden.

Kinostart: 20.10.2005

Robert Downey Jr.

Robert Downey Jr.
als Harry Lockhart

Val Kilmer

Val Kilmer
als Gay Perry

Michelle Monaghan

Michelle Monaghan
als Harmony Faith Lane

Corbin Bernsen
als Harlan Dexter

Dash Mihok
als Mr. Frying Pan

Larry Miller
als Dabney Shaw

Rockmond Dunbar
als Mr. Fire

Shannyn Sossamon
als Pink Hair Girl

Angela Lindvall
als Flicka

Indio Falconer Downey
als Harry als Neunj

Ariel Winter
als Harmony als Siebenj

Duane Carnahan
als Chainsaw Kid

Josh Richman
als Rickie

Martha Hackett
als Pistol Woman

Nancy Fish
als NY Casting Frau

Bill McAdams jr.
als NY Polizist

Tanja Reichert
als B-Movie Schauspielerin

Jake McKinnon
als Creature

Stephanie Pearson
als Harmony als Teenager

Chris Gilman
als Protocop

Brendan Fehly
als Fernsehreporter

David Newsom
als Agent

Judie Aronson
als M

Ali Hillis
als Marleah

Wiley M. Pickett
als Polizist

Joe Keyes
als Polizist

Bobby Tuttle
als Concierge

Jake Eberle
als Polizist

Saida Rodriguez-Pagan

Lela Edgar
als Party Girl

Daniel Browning Smith
als Rubber Boy

Teresa Herrera

Kathy Lamkin
als Frau im Krankenhaus

Evan Dexter Parke
als Dexter Klinik Wachmann

Vincent Laresca
als Aurello

Deanna Dozier
als Kristin

Joel Michaely

Handlung

Als Kind wollte er Magier werden, jetzt eiert Harry (Robert Downey Jr.) als kleiner Dieb durch Hollywood und sieht den Reichen aus der Ferne beim Schönsein zu. Genau wie seine Jugendfreundin Harmony (Michelle Monaghan), die sich nur ein paar Straßenkreuzungen weiter mit unwürdigen Kleinstauftritten als Starlett verdingt. Das Schicksal wendet sich, als Harmony Harry auf einer Party über den Weg läuft. Noch dazu muss er wegen einer unverhofften Rolle den zwielichtigen Privatdetektiv Perry (Val Kilmer) begleiten.

"Lethal Weapon"-Autor Shane Black liefert sein langerwartetes Regiedebüt in dieser actiongeladenen Kriminalkomödie und Hommage an den Film Noir mit den Mitteln der Tarantino-Ära.

Harry und Harmony sind Jugendfreunde, die sich viele Jahre später in Hollywood wieder begegnen. Sie ist ein Starlet mit unerfüllten Träumen, er ein Dieb, den sie für einen Privatdetektiv hält. Ein echter Schnüffler ist Perry, den Harry als Recherche für seine ersten Probeaufnahmen begleitet. Doch als das Duo Zeuge eines Mordes wird, überstürzen sich die Ereignisse und häufen sich die Leichen.

Harry Lockhart ist ein glückloser Kleinganove, der sich mit schlitzohrigem Optimismus durchs Leben schlägt. Nach einem missratenem Coup landet er auf der Flucht vor der Polizei zufällig bei einem Vorsprechen für einen Hollywood-Part und wird postwendend von den Produzenten zu Probeaufnahmen nach Los Angeles geschickt. Für die Rolle in einem Thriller soll er Detektiv-Stunden bei dem hartgesottenen Privatschnüffler "Gay Perry" nehmen, doch der bringt ihm gleich die ungeschönte Praxis bei.

Kritik

Mord und Sex, Nervenklinik und Hollywood, Partygirls, die Flicka heißen und Hunde, die in abgetrennte Finger beißen - schön, aufregend und komisch ist die Noir-Welt im Regiedebüt von Drehbuchautor Shane Black, das im Universum von Raymond Chandler nie "The Big Sleep", sondern Vergnügen generiert.

Fast sah es auch in Blacks Karriere nach "The Long Good-Bye" aus, verschwand doch der auf Action mit Verbalwitz spezialisierte Drehbuchautor von "Lethal Weapon" und "Last Boy Scout" nach dem unter Wert geschlagenen Thriller "Tödliche Weihnachten" fast völlig von der Bildfläche. Acht Jahre später taucht das ehemalige Wunderkind aus seiner Glaubenskrise auf, realisiert mit 15 Millionen Dollar, dem etwa vierfachen Betrag seiner letzten Spitzengage, und Erfolgsproduzent Joel Silver im Rücken, sein Regiedebüt, das seine eigenen literarischen Obsessionen, aber auch die Absurditäten Hollywoods spiegelt.

Ein kleiner Dieb namens Harry (Robert Downey Jr.) ist Protagonist und als selbstironisch-lakonischer Erzähler auch Tourguide durch die labyrinthisch verschraubte Geschichte, die mit Chandler-Romanen ihre Kapitel betitelt und auch in Figurenpersonal und Atmosphäre an den Noir-Guru erinnert. Bei einem Kindergeburtstag nimmt das Unheil seinen Anfang, als die kleine Harmony, von Jung-Magier Harry zersägt, den Partygästen eine denkwürdige Demonstration darstellerischen Einsatzes bietet. Viele Jahre und einige ergebnislos geküsste Hollywoodfrösche später ist Harmony (Michelle Monaghan) eines der unzähligen erfolglosen Starlets, die ihren wichtigsten Kameraauftritt einem von ihrem Balkon gestürzten Überraschungsbesucher verdankt. Ähnlich grotesk verläuft der Karrierestart Harrys, der auf der Flucht vor den Cops in ein Casting für einen Krimi stolpert und mit Probeaufnahmen in Hollywood belohnt wird. Bei einer Pool-Party laufen sich Harmony und Harry schicksalhaft wieder über den Weg. Zur Rollenrecherche hängt sich Harry an die Fersen des schwulen Privatdetektivs Perry (Val Kilmer), der ihn zu einem Routineauftrag mitnimmt. Doch eine im See entsorgte Frauenleiche später steckt das Duo unerwartet in einem komplizierten Mordkomplott, in dem ein skrupelloser VIP die Hauptrolle, einiger seiner Handlanger Nebenrollen und Harmonys kleine Schwester eine tragische Statistenrolle spielen.

Downey ist sympathisch als moralische Zentralfigur, die als Kommentator mehrfach aus der Handlung tritt, Szenen in Frage stellt oder sich über den Film belustigt, der lange nicht, zu seinem Entsetzen dann aber auch noch glücklich für alle Hauptbeteiligten zum Ende kommt. Kilmer ist magnetisch als charismatischer Rüpel, der die Premieren-Ehre hat, einen Folterknecht mit seiner Kanone in der Unterhose zu erschießen. Szenen wie diese, die Komik in der Gewalt entdecken und zweideutige Wortspiele zulassen, liebt Black, der seine Dialogqualitäten hier unterstreicht, ohne Oneliner-Produktionsfabrik spielen zu wollen. Viele Gags sind insiderisch. Wer Vorkenntnisse über das Noir-Universum oder die Hollywoodszene hat, bringt deshalb die besten Voraussetzungen mit, um sich hier zu amüsieren. Wer aber Chandler für ein Mitglied der "Friends" hält, sieht immerhin einen verzwickten Krimi, der von Träumen, Liebe und Russisch Roulette als unbrauchbarer Verhörmethode erzählt. kob.

Wertung Questions?

FilmRanking: 3092 -210

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Kiss Kiss Bang Bang
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 20.10.2005

USA 2005

Länge: 1 h 42 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Kiss Kiss Bang Bang

Regie: Shane Black

Drehbuch: Shane Black

Musik: John Ottman

Produktion: Joel Silver

Kostüme: Christopher Kristoff

Kamera: Michael Barrett

Schnitt: Jim Page

Ausstattung: Aaron Osborne

Website: http://www.kiss-kiss-bang-bang.de

Ticker

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.