King of Killers (2023)
Original-Titel: King of KillersWie tief kann man sinken? Frank Grillo macht den Selbstversuch als „King of Killers“ – und was sollen wir sagen? Er fällt immer noch.
Die Handlung von King of Killers
Wenn man Marcus Garan sieht, wie er seine Frau anhimmelt und mit seiner Tochter spielt, würde man im Leben nicht darauf kommen, dass der Familienvater seine Brötchen mit der brutalen Eliminierung anderer Personen verdient. Doch irgendwo hat der Job auch seine Grenzen. Als eines Tages seine Frau Karla bei einem seiner Killeraufträge auftaucht und prompt umgebracht wird, will Garan einen Schlussstrich ziehen. Er will seine Waffen an den Nagel hängen und sich voll und ganz um seine Tochter Kimberly kümmern.
Nur bevor er sich endgültig lossagen kann, braucht er noch eine ordentliche Stange Geld, denn Kimberly ist schwerkrank und ihre Behandlung ist kostspielig. Also nimmt Marcus notgedrungen einen letzten Job an, der es leider aber auch in sich hat.
Er wird beauftragt, Jorge Drakos, den absoluten Profikiller unter den Auftragsmördern zu erledigen. Das allein ist schon ein riskantes Unterfangen, doch dann muss er auch noch erfahren, dass er nicht als einziger für den Job ausgewählt wurde und dass sein Auftraggeber niemand Geringeres als Jorge selbst ist.
Kritik zu King of Killers
Man kann von dem Filmemacher Kevin Grevioux vieles behaupten, aber dass er nicht experimentierfreudig sei, gehört nicht dazu. Ganz im Gegenteil! Nebst seiner Schauspielerei („Underworld“) hat er sich zwischendurch auch an der Produktion von Comics herangewagt und gibt mit dem Actionfilm „King of Killers“ nun sogar sein Regiedebüt.
Streng genommen ist „King of Killers“ sogar schon fast ein Projekt, dass er im Alleingang durchgeboxt hat. Der Comic, auf dem der Film basiert, stammt aus Grevioux’ Feder und natürlich hat er es sich nicht nehmen lassen, eine Rolle zu übernehmen. Aber nicht eine der Hauptrollen, hierfür konnte er sich doch tatsächlich Frank Grillo („Lamborghini: The Man Behind the Legend“) und Alain Moussi („See: Reich der Blinden“) sichern.
Wird „King of Killers“ dadurch irgendwie besser? Nicht im Geringsten. Das fängt schon beim Ton an. Die Prämisse, dass ein Killer gleich mehrere Assassinen auf sich selbst ansetzt, ist zwar amüsant, wenn das Ergebnis sich dann aber selbst zu ernst nimmt, dann fällt es schon arg schwer, dem Film länger als zehn Minuten zu folgen. Die grenzwertig dämlichen Macho-Sprüche klingeln noch immer in meinen Ohren. Um aber so elegant und ernst zu sein wie etwa „John Wick“ fehlt dem Werk die Raffinesse – und womöglich das Geld. An jeder Ecke merkt man dem Film sein geringes Budget an. Es gibt nur begrenzte Räumlichkeiten, die noch spärlicher ausstaffiert sind. Die angeblich scharfen Fallen in dem Killer-Gebäude sind auch mehr Schall und Rauch, zumindest sieht man von denen nicht sonderlich viel dank der spärlichen Beleuchtung und den enttäuschenden Cuts.
Lohnt sich nicht, weil man dem Film seine Billig-Produktion mit jeder Sekunde anmerkt. Hätten die Verantwortlichen wenigstens eine Komödie daraus gemacht, wäre es vielleicht noch halbwegs erträglich.
