Chen Kaiges erotischer Thriller stürzt Heather Graham Hals über Kopf in eine gefährliche und obsessive Affäre mit Joseph Fiennes.

Kinostart: 09.01.2003

Heather Graham

Heather Graham
als Alice Loudon

Joseph Fiennes

Joseph Fiennes
als Adam Tallis

Natascha McElhone

Natascha McElhone
als Deborah Tallis

Ulrich Thomsen
als Klaus

Ian Hart
als Daniel

Ronan Vibert
als Mike

Jason Hughes
als Jake

Ian Aspinall
als Anthony

Helen Grace
als Lucy

Nicholas Aaron
als Clive

Rebecca Palmer
als Michelle

Olivia Poulet
als Claudia

Kika Markham
als Mrs. Blanchard

Amy Robbins
als Sylvie

Yasmin Bannerman
als Joanna

Lucila Alves
als Francoise

Oliver Ryan
als Buchh

Tim Faraday
als Polizist

Donald Gee
als Pfarrer

Richard Green
als Polizist 1

Lee Boswell
als Polizist 2

Neil Roberts
als Richard

Patrick Field
als Barkeeper

Die Handlung von Killing Me Softly

Die amerikanische Webdesignerin Alice (Heather Graham) lebt in London. Eigentlich könnte ihr Leben in bester Ordnung sein, wenn im Alltagstrott mit Job und liebem, aber langweiligem Freund nicht der gewisse Kick fehlen würde. Den erhält sie, als sie eines Tages über den geheimnisvollen, doch höchst attraktiven Adam (Joseph Fiennes) stolpert. Ohne lang zu zögern, lässt Alice ihr bisheriges Leben hinter sich und heiratet ihren "Beautiful Stranger". Der jedoch hat neben ein paar aufregenden auch ein paar weniger angenehme Geheimnisse in petto.

Auf einer Novolle von Nicci French (Pseudonym des Literaten-Ehepaars Nicci Gerrard und Sean Fench) basiert dieser erotische Thriller, mit dem der chinesische Regisseur Chen Kaige sein englischsprachiges Kinodebüt liefert.

Webdesignerin Alice beschließt, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und den rätselhaften Adam zu heiraten. Als Adam kurz darauf unerwartet aggressives Verhalten an den Tag legt, und die verängstigte Alice erfahren muss, dass seine früheren Lebensgefährtinnen auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen sind, beginnt sie, Nachforschungen anzustellen.

Nichts ist mehr so wie es war, als sich die Blicke der in London lebenden Amerikanerin Alice und des undurchsichtigen Extremkletterers Adam zufällig auf der Straße kreuzen. Dieser flüchtigen Begegnung folgt ein Nachmittag der sexuellen Ekstase, aus einem erotischen Stelldichein wird eine tabulose Beziehung. Doch nach einigen Wochen treffen mysteriöse Drohbriefe bei der jungen Frau ein. Als Alice in Adams Schrank zufällig Beweise für den rätselhaften Tod von dessen Ex-Freundin findet, fürchtet sie gar um ihr Leben.

Kritik zu Killing Me Softly

Einen westlichen Erotik-Thriller erwartet man nicht gerade von Chen Kaige, der mit bildgewaltigen Epen wie "Lebewohl, meine Konkubine", Verführerischer Mond" oder "Der Kaiser und sein Attentäter" ins Reich der Mitte entführte. Seine erste englischsprachige Regiearbeit ist ein vibrierende Studie über Sex, Lügen und Leidenschaft. Ganz einfach: Mann trifft Frau und es gibt für beide nur noch eins - Eintauchen in extreme Gefühle.

Lange muss man im Gedächtnis kramen, um sich an ein ähnlich sexuell intensives Werk zu erinnern. Vielleicht Paul Verhoevens "Basic Instinct", Louis Malles "Verhängnis" oder Adrian Lynes "Untreu". Auch in Chen Kaiges erotischem Meisterwerk gibt es diesen magischen Moment an dem zwei Menschen von einer Sekunde auf die andere wissen, es ist um sie geschehen. Es passiert ganz unspektakulär. Die arrivierte, in London lebende Amerikanerin Alice hastet über die Straße. Als sie die Fußgängerampel in Gang setzen will, berührt sie zufällig die Fingerspitzen eines Mannes, ein Augenblick, der ihr Leben verändert. In der Mittagspause entdeckt sie den faszinierenden Fremden in einem Buchladen, sie nehmen ein Taxi und fahren in seine Wohnung, verlieren sich in einem ekstatischen Liebesakt. Eigentlich will die junge Frau nie mehr auf dieses nicht einschätzbare Terrain zurückkehren, sondern bei ihrem netten, wenn auch langweiligen Freund bleiben. Doch am nächsten Tag zieht es sie wieder zu Adam, ein Extremkletterer, wie sich herausstellt. Und wieder genießen beide tollen Sex. Alice wirft ihre normale Existenz über Bord, heiratet nach wenigen Tagen den geheimnisvollen Liebhaber. Erst nach Wochen bemerkt sie Ungereimtheiten im Verhalten des Unbekannten, aus dem Traum von Liebe wird ein Alptraum. Sukzessive baut Chen Kaige eine fast unerträgliche Spannung auf, in der die letzten emotionalen Sicherheitsnetze reißen. Anonyme Briefe warnen die Ehefrau vor der Beziehung, gewalttätiges Verhalten des frisch Angetrauten erschreckt, eine Frau beschuldigt Adam der Vergewaltigung, es häufen sich Indizien, die sogar auf einen Mord schließen lassen. Auf der anderen Seite eine jegliche Ratio zermalmende Obsession, in die sich Alice psychisch wie physisch fallen lässt, raffinierte Fesselspiele, die totales Vertrauen verlangen. Interessant die Inszenierung der Gegensätze. Heather Graham als blondschopfiges und offenes "all american girl", das irgendwann den Kopf und den Boden unter den Füßen verliert, sich in eine Paranoia steigert, Joseph Fiennes als dunkler, von selbstzerstörerischer Liebe getriebener Engel der Begierde, einer dieser bestimmt-sanften Verführer, in deren Nähe das weibliche Ego zu Asche verbrennt. Das tragische Ende von "Killing Me Softly" muss sein, auch wenn wir uns ein Happy End wünschen. Ein vorwiegend weibliches Publikum sollte dieser verhängnisvollen Lovestory größte Aufmerksamkeit schenken. mk.

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Info

Plakat des Films: Killing Me Softly
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 09.01.2003

USA 2001

Länge: 1 h 40 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Killing Me Softly

Regie: Chen Kaige

Drehbuch: Kara Lindstrom

Musik: Patrick Doyle

Produktion: Lynda Myles, Michael Chinich

Kostüme: Phoebe De Gaye

Kamera: Michael Coulter

Schnitt: Jon Gregory

Ausstattung: Gemma Jackson, Rod McLean

Website: http://www.killingmesoftly.de