Verzwickt-charmante Liebeskomödie um einen kontrollsüchtigen Manager und eine freiheitsliebende Künstlerin.

Kinostart: 19.07.2007

Sandrine Bonnaire

Sandrine Bonnaire
als Elsa

Vincent Lindon

Vincent Lindon
als Lucas

François Berléand

François Berléand
als Roland Christin

Kad Merad
als Rachid

Liane Foly
als Jeanne Larozi

Hélène de Saint-Père
als Sophie

Guilaine Londez
als Birgitte

Pierre Diot
als Francis

Mar Sodupe
als Lola

Clémentine Poidatz
als Marina

Venantino Venantini
als Della Ponte

Albert Dray
als Albert

Nancy Tate
als Lucas“ Ex-Frau

Brian Bigg
als Sumo Yakeshi

William Boisgerault
als Bossi

Silvana Gasparini
als Antonia

Handlung

Der erfolgreiche Geschäftsmann Lucas (Vincent Lindon) ist ein Kontrollfreak, der seine Wohnung zur Festung ausgebaut hat und schon mal Geschäftspartner ausspioniert. Und kaum hat er sich in die attraktive Künstlerin Elsa (Sandrine Bonnaire) verliebt, setzt er schon seinen gleichsam übergeschnappten Sicherheitschef Roland (Francois Berléand) auf sie an, um beim ersten Date schon alle Geheimnisse für sich nutzen zu können. Doch Elsa erweist sich als harter Brocken, die erst langsam Vertrauen fasst - da erfährt sie von Lucas' Bespitzelung.

Charmante Liebeskomödie mit dem französischen Star Sandrine Bonnaire in einem überzeugenden Duett voller Esprit mit Vincent Lindon ("Das Zauberflugzeug"), bei dem auch ein paar ironische Seitenhiebe auf die Politik und vor allem Geheimdienste nicht zu kurz kommen.

Lucas ist ein erfolgreicher Unternehmer. Da sieht er seine Traumfrau. Elsa soll ein Fresko für die Eingangshalle seiner Firma gestalten. Da sich seine Begeisterung für das Werk in Grenzen hält, packt sie zornig ihre Sachen und geht. Doch er kann nicht von ihr lassen. Ein Privatdetektiv verwanzt ihre Wohnung, um ihre Vorlieben herauszufinden.

Lucas ist ein Yuppie und Workaholic, dessen Tagesablauf bis ins Detail durchgeplant ist, Elsa ist eine Künstlerin, die sich ihre Spontaneität bewahrt hat. Obwohl sie so unterschiedlich sind, verliebt sich Lucas auf Anhieb in Elsa. Um auf Nummer sicher zu gehen, lässt er ihre Wohnung verwanzen. Seine Avancen werden zwar zuerst rüde abgewehrt, doch ist auch Elsa irgendwann fasziniert. Trotz einem pannenreichen ersten Abend verlieben sie sich. Dann kommt Elsa jedoch hinter die Spitzeleien.

Kritik

Verzwickt-charmante Liebeskomödie um einen kontrollsüchtigen Manager und eine freiheitsliebende Künstlerin, hinreißend gespielt von Sandrine Bonnaire.

Weit weg von glatten Liebesgeschichten bewegt sich Pierre Jolivets heitere Betrachtung dieses Beziehungstangos, ein Feuerwerk an pointiertem Sprachwitz, emotionalen Aufs und Abs und funkelnden Geistesblitzen, das der Liebe ihr Geheimnis lässt. Die Ausgangsbasis ist schlecht für den allein stehenden Geschäftsmann Lucas. Nachdem ihn seine letzte Freundin reinlegte, ist er vorsichtig dem anderen Geschlecht gegenüber, kommandiert dafür gerne seine Angestellten herum, telefoniert auf zwei Handys gleichzeitig und lässt die Aktienkurse des Unternehmens nach oben schnellen. Ein Businessman wie aus dem Bilderbuch. Und da sieht er sie, die Traumfrau! Elsa, solo und wunderschön, soll eine Keramikfreske für seine Firma entwerfen. Da sich seine Begeisterung für das beginnende Werk in Grenzen hält, packt sie zornig ihre Sachen und geht. Das Alpha-Tier setzt alles dran, sie wieder zurückzuholen und mit Charme zu umgarnen. Parallel zu seinen Balzaktivitäten überprüft ein Privatdetektiv Elsas Vita, verwanzt ihre Wohnung und rüstet sie mit versteckten Kameras aus. Gleichzeitig soll der "Spion" herausfinden, was das Objekt der Begierde alles so mag, damit der Verliebte Eindruck schinden kann. Als die 38Jährige das Spionage-Netz entdeckt, ist erst mal Schluss mit dem heißen Flirt, sie fragt sich "Kann das Liebe sein?". Die Antwort gibt diese augenzwinkernde Komödie mit einem wohligen Happy End. Bis dahin tariert Jolivet die fragile Gefühlsbalance aus, lässt die beiden Charaktere und Lebensentwürfe aufeinanderprallen, unterhält auf hohem Niveau mit verbalem Schlagabtausch und ironischen Spitzen von exquisiter Trefflichkeit. Da reicht es, wenn der technische Tausendsassa sein Talent trocken mit dem Satz "Ich habe unter Mitterrand gearbeitet" umreisst oder Lucas aus einer intimen Situation in Elsas Wohnung hastig flüchtet, weil er die Überwachungstechnik fürchtet oder in der eigenen beim Pizzafuttern vergammelt, weil die Keramik-Künstlerin ihn nicht mehr sehen will. Rundum seligmachendes französisches Kino in Tempo und Ton, nicht zuletzt wegen den umwerfend guten Hauptdarstellern, Vincent Lindon, der Macher mit Macken, und Sandrine Bonnaire, einfach unwiderstehlich als dickköpfige Draufgängerin. mk.

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Info

Plakat des Films: Kann das Liebe sein?

Kinostart: 19.07.2007

Frankreich 2007

Länge: 1 h 29 min

Genre: Drama

Originaltitel: Je crois que je l'aime

Regie: Pierre Jolivet

Drehbuch: Pierre Jolivet, Simon Michael

Produktion: Pierre Kubel, Frédéric Bourboulon

Kostüme: Elisabeth Tavernier

Kamera: Pascal Ridao

Schnitt: Yves Deschamps

Ausstattung: Emile Ghigo

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