Mit Charlize Theron perfekt besetztes Drama um amerikanische Minenarbeiterinnen, die sich gegen sexuelle Belästigung wehren.

Kinostart: 09.02.2006

Charlize Theron

Charlize Theron
als Josey Aimes

Elle Peterson
als Karen Aimes

Thomas Curtis
als Sammy Aimes

Frances McDormand
als Glory

Sean Bean
als Kyle

Woody Harrelson
als Bill White

Jeremy Renner
als Bobby Sharp

Richard Jenkins
als Hank Aimes

Sissy Spacek
als Alice Aimes

James Cada
als Don Pearson

Rusty Schwimmer
als Big Betty

Linda Emond
als Leslie Conlin

Michelle Monaghan
als Sherry

Brad William Henke
als Lattavansky

Jillian Armenante
als Peg

Amber Heard
als Josey, jung

John Aylward
als Richter Halsted

Xander Berkeley
als Arlen Pavich

Corey Stoll
als Ricky Sennett

Cole Williams
als Bobby, jung

Bryan Fagerstrom
als Mac

Chris Mulkey
als Earl Slangley

Arron Shiver
als junger Arzt

Clif Stokes

Sage Coy
als Stacey

Marcus Chait
als Wayne

Die Handlung von Kaltes Land

Ende der 80er steht Josey Aimes (Charlize Theron) vor den Trümmern ihrer Ehe und muss, um sich und die beiden Kinder in ihrer Heimatstadt im Norden Minnesotas wirtschaftlich über Wasser zu halten, als einfache Arbeiterin im Bergwerk der Pearson Tacomite and Steel anheuern. Dort betrachten männliche Kollegen und Vorgesetzte die wenigen weiblichen Angestellten als Freiwild. Als Josey sich gegen die rabiaten Belästigungen schließlich juristisch zur Wehr setzt, schlägt der Konzern mit aller Härte zurück.

"Whale Rider"-Regisseurin Niki Caro versammelt illustres US-Personal für dieses engagierte Blue-Collar-Drama nach einer wahren Geschichte.

Mit ihrem Job in einer Mine soll für die zweifache Mutter Josey nach gescheiterter Ehe ein neues Leben beginnen. Doch mehr als die harte Arbeit zermürben sie die sexuellen Anspielungen und Demütigungen der Männer, die sogar in körperliche Attacken münden. Geschockt zieht Josey vor Gericht, braucht aber die Solidarität ihrer Kolleginnen, um von der Verleumdungsstrategie der Verteidigung nicht überrollt zu werden.

Nach gescheiterter Ehe mit einem brutalen Trinker kehrt die Josey mit ihren beiden Kindern in ihr Elternhaus nach Minnesota zurück. Um die Familie über Wasser zu halten, nimmt sie einen Job in einer Mine an. Doch im rauen, männerdominierten Berufsalltag sind Frauen nicht gern gesehen, und so muss Josey sich jeden Tag aufs Neue den Beleidigungen, Demütigungen und Übergriffen ihrer Kollegen stellen. Nachdem selbst Beschwerden bei ihren Vorgesetzten nicht fruchten, zieht die entnervte Mutter gegen ihre Arbeitgeber vor Gericht.

Kritik zu Kaltes Land

Das US-Debüt von Niki Caro zeigt die Qualitäten, die schon "Whale Rider" nicht nur zu einem Neuseelandhit machten: Ein starkes Ensemble, naturalistische Bilder und die packende Geschichte einer Frau, die sich in der Welt der Männer behaupten muss.

"Inspiriert von einer wahren Geschichte" signalisiert zu Beginn, dass der Film den authentischen Fall der ersten Sammelklage wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz nur als Richtschnur benutzt. Die von einer Anwältin und einer Journalistin verfasste Vorlage "Class Action" widmet sich detailliert auch dem juristischen Behauptungskampf der Protagonistin. Caro reduziert diese Schlacht in "Troja"-Manier von 14 Jahren auf wenige Wochen, konzentriert sich auf die Ereignisse, die zur Klage führten und auf die Veränderung einer Frau, die ihr Leben erstmals selbst in die Hand nimmt. Josey, von Charlize Theron verletzlich, aber nicht passiv angelegt, zieht nach gescheiterter Ehe mit zwei Kindern in das kalte Minnesota. Als sie auf Anraten einer Freundin (Frances McDormand) im Bergwerk zu arbeiten beginnt, bläst ihr der eisige Wind der Männer entgegen, die ihr angestammtes Territorium verteidigen. Wie schon die anderen Frauen in der Mine erwartet Josey eine Tour der Demütigungen: die Zwangsuntersuchung beim Gynäkologen, die billigen Zoten, die verbalen und körperlichen Annäherungen, bei denen es vordergründig um Sex, tatsächlich um Dominanz und Rollenverhalten geht. Wie auch im Fall Lois Jensons, dem realen Vorbild, potenziert sich der Druck auf Josey, weil sie attraktiv, am Arbeitsplatz reserviert, privat aber keine Frustfee ist. Frauen, die viele Männer hatten oder haben könnten, werden als Bedrohung erlebt, als Freiwild betrachtet. Gerade diesen Punkt arbeitet Caro gut heraus, bietet mit McDormands Mann und auch Therons späterem Anwalt positive Figuren als Gegengewicht zu den Minenmännern an. Man kann sich fragen, ob Caros Expedition ins Revier von "Harlan County, USA" oder "Matewan" einen romantischen Sideplot, die Krankheit McDormands, die übereilte Läuterung eines distanzierten Vaters, vor allem aber den Vorfall in der Schulzeit der Protagonistin wirklich braucht, der das Motiv für die Klage noch verstärken soll. Man kann all das für überflüssig halten und trotzdem resümieren, dass "Kaltes Land" in den Bildern von Veteran Chris Menges Milieu und Klima (nicht nur meteorologisch) perfekt spiegelt und zuschauerfreundlich Qualitätsunterhaltung mit Anspruch bietet. kob.

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Info

Plakat des Films: Kaltes Land
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 09.02.2006

USA 2005

Länge: 2 h 6 min

Genre: Drama

Originaltitel: North Country

Regie: Niki Caro

Drehbuch: Michael Seitzman

Musik: Gustavo Santaolalla

Produktion: Nick Wechsler, Jeff Skoll, Nana Greenwald, Jeff Skoll, Nana Greenwald

Kostüme: Cindy Evans

Kamera: Chris Menges

Schnitt: David Coulson

Ausstattung: Richard Hoover, Gregory S. Hooper

Website: http://www.kaltesland.de