Eine junge Frau bricht mit ihren Eltern und taucht für ein Jahr unter. Bevor sie nach Hause zurückkehrt, geht sie durch mehr Höhen und Tiefen als andere in ihrem ganzen Leben.

Kinostart: nicht bekannt

Jessica Schwarz

Jessica Schwarz
als Sylvia Berger

Friedrich von Thun

Friedrich von Thun
als Carl Berger

Matthias Schweighöfer

Matthias Schweighöfer
als Ben Lueders

Tanja Gutmann
als Manuela Berger

Misel Maticevic
als Rico Schmidt

Johanna Gastdorf
als Ursula Terhofe

Marita Ragonese
als Hanna Siemers

Angela Roy
als Karen Berger

Christine Rose
als Nele Henreiter

Markus Boysen
als Hendrik Frieloff

Annika Blendl
als Aria Capelli

Michael Abendroth
als Peter Kaufmann

Hildegard Kuhlenberg
als Claudia Kaufmann

Martin Rentzsch
als Wolfgang Deibach

Andreas Schröders
als Marius Jelenek

Georg Marin
als Hans Steinbauer

Rolf Mautz
als Friedhelm Guenther

Handlung

Die 22-jährige Sylvia Berger bricht mit ihren vermögenden Eltern, gibt den Kampf mit ihrer Cousine um die Führung der elterlichen Firma verloren und verschwindet in einem Irrgarten, in dem sie Übermut und Geborgenheit ebenso erwarten wie Armut, Krankheit und Prostitution. Nach fast einem Jahr kehrt sie als starke Persönlichkeit zurück.

Kritik

Dominik Graf kehrt von DV auf 16 mm zurück und bringt seine lose Trilogie mit Filmen über starke Frauencharaktere zum Abschluss (nach "Bittere Unschuld" und "Deine besten Jahre"). Mit "Kalter Frühling" gelingt ihm eine packende Sozialstudie, die den Abstieg einer Tochter aus gutem Hause und ihre erfolgreiche Rückkehr ins Elternhaus schildert.

Getragen wird der Film vor allem von Hauptdarstellerin Jessica Schwarz, die hier die bislang reifste schauspielerische Leistung ihrer Laufbahn abliefert. Obwohl sie innerhalb von 90 Minuten durch eine stattliche Ansammlung von Untiefen des Lebens geschickt wird, wirkt der Film nie gekünstelt oder unglaubwürdig. Graf fängt das Geschehen in kargen, aber wirkungsvollen Bildern ein und setzt den Schauplatz Köln mit seinen unterschiedlichen Facetten in Szene. Das Darsteller-Ensemble überzeugt insgesamt. Friedrich von Thun und Angela Roy (mit bemerkenswerter Ähnlichkeit zu ihrer Filmtochter Schwarz) spielen das Elternpaar, dessen heile Ehewelt nur noch ein Schein ist, mit bemerkenswerter Authentizität. Auch Matthias Schweighöfer, der bereits in Grafs "Die Freunde der Freunde" eine tragende Rolle spielte, setzt Akzente als freundlicher, aber cracksüchtiger Weggefährte Ben. Durch seinen Selbstmord wird er zur zentralen Figur des offenen Endes, das "Kalter Frühling" auf drastische Weise vom zuvor eingeschlagenen Weg zum Happy End abbringt. Ein angemessener Abschluss für einen wirklich beeindruckenden Film. (jl).

Wertung Questions?

FilmRanking: 35007 -3633

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Kalter Frühling

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2003

Genre: Drama

Originaltitel: Kalter Frühling

Regie: Dominik Graf

Drehbuch: Markus Busch

Produktion: Michael Hild

Kamera: Hanno Lentz

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.