An Fakten orientiertes Drama über einen österreichischen Justizskandal der Zwanzigerjahre, der einen später berühmten Fotografen ein Leben lang belastete.

Kinostart: 19.06.2008

Ben Silverstone
als Phillippe Halsman

Patrick Swayze

Patrick Swayze
als Richard Pressburger

Martine McCutcheon
als Liuba Halsman

Heinz Hoenig
als Morduch Halsman

Stefanie Powers
als Katherine Wilkins

Richard Johnson
als Richter Larcher

Anja Kruse
als Ita Halsman

Wolfgang Fierek
als Leopold Zipperer

Christoph Schobesberger
als Siegfried Hohenleitner

Adi Hirschal
als Dr. Stein

Sybil Danning
als Anna Gruber

Heinz Trixner
als Emil Groeschel

Cornelia Albrecht
als Marilyn Monroe

Handlung

Im Tiroler Zillertal ereignet sich 1928 ein Unfall, der Aufsehen erregt: Als der jüdische Zahnarzt Morduch Halsman (Heinz Hoenig) mit seinem 22-jährigen Sohn Philipp (Ben Silverstone) eine Bergtour unternimmt, überlebt er diese nicht. In einem spektakulären Indizienprozess, der weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt wird, lautet die Anklage Vatermord. Der Sohn spricht von einem Absturz. Sein Anwalt (Patrick Swayze) hofft auf prominente Fürsprecher.

Basierend auf den aktenkundigen Erlebnissen des jungen Philippe Halsman - später ein weltberühmter Fotograf für das LIFE Magazin - erzählt Joshua Sinclair ein spannendes Drama im Österreich der 30er Jahre, wo Gerechtigkeit über eine rassistisch voreingenommene Justiz triumphiert.

1954, beim Shooting mit Marilyn Monroe, wird Philippe Halsman, Starfotograf des "Life Magazine", von einer Journalistin um biografische Einblicke gebeten. Seine Schwester enthüllt schließlich sein Trauma. 1928 soll er bei einem Ausflug in den Bergen seinen Vater ermordet haben. Halsman beteuert seine Unschuld, doch Gerechtigkeit wird von fragwürdigen Indizien und antisemitischer Stimmung behindert.

1954, beim Shooting mit Marilyn Monroe, wird Philippe Halsman, legendärer Starfotograf des "Life Magazine", von einer Journalistin um biografische Einblicke gebeten. Seine Schwester enthüllt schließlich sein Trauma. 1928 soll er bei einem Ausflug in den Bergen seinen Vater ermordet haben, den er nach eigenen Aussagen abgöttisch geliebt haben will. Halsman beteuert seine Unschuld und holt sich einen jüdischen Staranwalt als Verteidiger, doch die Gerechtigkeit wird von fragwürdigen Indizien und antisemitischer Stimmung behindert.

Kritik

Auf Tatsachen beruhendes Drama über einen Justizskandal der Zwanzigerjahre, der einen später weltberühmten Fotografen fast das Leben kostete.

Philippe Halsman hat Hitchcock mit Zigarre und Vogel, die Monroe und andere VIPs als in die Luft springende Gelegenheitsakrobaten posen lassen. Diese "Jump"-Fotografien, in Halsmans Hausmagazin "Life" und 1959 auch als Buch veröffentlicht, stehen für Facetten, die hinter Fassaden durch Konzentration auf die Bewegung sichtbar werden. 1928 war Halsman selbst Mittelpunkt einer Dynamik zwischen Schein und Sein, stand in Österreich vor Gericht, weil er bei einer Bergwanderung den Vater ermordet haben soll. Vor der Fassade, Recht zu sprechen, wurde dieses tatsächlich gebeugt, weil Antisemitismus und fragwürdige Indizien einen fairen Prozess unmöglich machten. Diese Tragödie eines Mannes, die jene Europas vorwegnimmt, war Gegenstand mehrerer Bücher, blieb der breiten Öffentlichkeit aber weitgehend unbekannt. Somit leistet das Kinoregiedebüt von Joshua Sinclair, der als Mediziner, Darsteller, Produzent und Autor ("Der Fall Lucona") selbst eine erstaunliche Vita vorweisen kann, populäre Aufklärungsarbeit. Die an österreichischen Schauplätzen in englischer Sprache gedrehte Produktion beginnt und endet 1954 in Manhattan mit Halsmans Monroe-Shooting, das so artifiziell wirkt wie gelegentlich auch der Film. Eingeklammert davon sind farbveränderte Rückblicke auf den Vater-Sohn-Ausflug und den Prozess, in dem Halsman (Ben Silverstone) von einem jüdischen Staranwalt (Patrick Swayze) verteidigt wird. Sinclair versucht das Mysterium zu wahren, inwieweit der sanfte Sohn in den Tod des Despoten (Heinz Hoenig) involviert war, deutet durch die Blicke dubioser Berggesellen aber Raubmord als alternative Interpretation der Ereignisse an. Das Vater-Sohn-Verhältnis bleibt ähnlich verschwommen, weil für die behauptete Zuneigung, die es wirklich komplex machen würde, kaum Bilder geliefert werden. Auch wenn Dialoge und Dramaturgie den Sprung in diese im Grunde spannende Story manchmal erschweren, macht sich "Jump" als Mahnung verdient. So kann ein in bewegten Bildern noch nie thematisierter Skandal nicht in Vergessenheit geraten, zumal man sich auch an die Besetzung, die Patrick Swayze und Wolfgang Fiereck zusammenführt, immer erinnern wird. kob.

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Info

Plakat des Films: Jump
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 19.06.2008

Großbritannien/Österreich 2007

Länge: 2 h 0 min

Genre: Drama

Originaltitel: Jump

Regie: Joshua Sinclair

Drehbuch: Joshua Sinclair, Ryan James

Musik: Kevin Kaska

Produktion: Joshua Sinclair, Lilly Berger

Kostüme: Caterina Czepek

Kamera: Gianlorenzo Battaglia

Schnitt: Horst Reiter, David Purviance

Ausstattung: Mike Fowlie

Website: http://www.jump-der-film.at