Unabhängig produziertes Filmexperiment, mit dem Francis Ford Coppola zu seinen Wurzeln zurückkehrt.

Kinostart: 10.07.2008

Tim Roth

Tim Roth
als Dominic Matei

Bruno Ganz

Bruno Ganz
als Professor Stanciulescu

Alexandra Maria Lara

Alexandra Maria Lara
als Laura/ Veronica Rupini

Marcel Iures
als Professor Tucci

André M. Hennicke
als Dr. Josef Rudolf

Alexandra Pirici
als Die Frau aus Zimmer 6

Florin Piersic
als Dr. Gavrila

Adrian Pintea
als Pandit

Zoltan Butuc
als Dr. Chirila

Handlung

Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs verzweifelt der 70-jährige Professor Dominic Matei (Tim Roth) über sein Lebenswerk: Die Exegese zur Herkunft der Sprachen will nicht fertig werden. Obendrein trauert er noch immer über seine Verlobte Laura (Alexandra Maria Lara), die ihn vor vier Jahrzehnten sitzen ließ. Als er sich umbringen will, kommt ihm ein Blitz zuvor - mit erstaunlicher Wirkung: Er findet sich selbst in einem jugendlichen Körper wieder.

Tim Roth flüchtet vor den Nazis quer durch Europa in der Kino-Rückkehr von Altmeister Francis Ford Coppola ("Der Pate") nach zehnjähriger Schaffenspause. Nach der Vorlage des Rumänen Mircea Eliade philosophiert das melancholische Werk über die Begrenzungen der Zeit.

Beim 70-jährigen Professor Dominic kann der Körper nicht mehr mit dem Geist Schritt halten, an seinem Lebensziel, der Studie zur Herkunft von Sprache und Bewusstsein, ist er gescheitert. Alles hat er dieser Aufgabe geopfert, selbst die große Liebe. Entmutigt beschließt er, Selbstmord zu begehen. Doch ehe ihm dies gelingt, schlägt der Blitz in seinen Regenschirm ein. Im Krankenhaus kommt er wieder zu sich - mehr als nur lebendig: die Haare sprießen, Zähne wachsen nach und auch die Libido meldet sich.

Bei dem 70-jährigen Professor Dominic kann der Körper nicht mehr mit dem Geist Schritt halten, an seinem Lebensziel, der Studie zur Herkunft von Sprache und Bewusstsein, ist er gescheitert. Alles hat er dieser Aufgabe geopfert, selbst die große Liebe. Entmutigt beschließt er, Selbstmord zu begehen. Doch ehe ihm dies gelingt, schlägt der Blitz in seinen Regenschirm ein. Im Krankenhaus kommt er wieder zu sich und ist auf einmal wieder jung, befindet sich aber im Bukarest des Jahres 1938, wo ihm seine Verlobte von einst wiederbegegnet.

Kritik

Spielerisch leicht bringt Francis Ford Coppola Reinkarnation, Linguistik, Alexandra Maria Lara, Bruno Ganz und Nazis im Bukarest des Jahres 1938 unter einen Hut.

Francis Ford Coppola ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt, zum kleinen, unabhängig produzierten Film. Nach längerer Leinwandabstinenz hat er sich mit "Jugend ohne Jugend" einer Erzählung des rumänischen Autors Mircea Eliade angenommen, der Geschichte eines in die Jahre gekommen Professors, der nach einer schweren kreativen Krise wieder zurück ins Leben findet. Parallelen zwischen Macher und Werk zu ziehen, ist wohl gestattet, nicht übersehen werden sollte jedoch, dass Coppola sich schon beim missglückten "Jack" mit Jugend und Alter, Zeit, Veränderung und Vergänglichkeit beschäftigte.

Eine wüste Bilderflut eröffnet das philosophische Werk und aus der materialisiert sich das Gesicht des 70-jährigen Dominic (Tim Roth), der aus einem Albtraum hochschreckt. Sein Körper kann mit dem Geist nicht mehr Schritt halten, an seinem Lebensziel, der definitiven Studie zur Herkunft von Sprache und Bewusstsein, ist er gescheitert. Alles hat er dieser Aufgabe geopfert, selbst die große Liebe. Entmutigt beschließt er, Selbstmord zu begehen. Doch ehe ihm dies gelingt, schlägt der Blitz in seinen Schirm ein. Im Krankenhaus kommt er wieder zu sich - mehr als nur lebendig: die Haare sprießen, Zähne wachsen nach und auch die Libido meldet sich. Gut, dass es da diese mysteriöse Dame (Alexandra Piric) auf Zimmer 6 gibt, die wilden erotischen Abenteuern nicht abgeneigt ist.

Wer hinter diesem verqueren Plot massentaugliche Unterhaltung vermutet, sieht sich getäuscht. Denn schon tauchen Nazis auf - wir befinden uns zunächst im Bukarest des Jahres 1938, ehe wild durch Zeit und Raum gewechselt wird -, um, so die Diagnose von Dominics Arzt (Bruno Ganz), sich des "wertvollsten Menschen der Welt" zu bemächtigen. Dabei gibt es noch Veronica (Alexandra Maria Lara), die auch der Blitz trifft und die daraufhin Sanskrit spricht und sich Rupini nennt. Und dann ist da die Verlobte Dominics, Alexandra Maria Lara zum Dritten, die ihm aus einem Fotoalbum entgegenlächelt und diesen daran erinnert, wie sich die Luft am Tag der Aufnahme vor 44 Jahren anfühlte. Das klingt vertrackt und ist es auch. Zudem laufen manche Szenen auf dem Kopf stehend ab und der Grund hierfür erschließt sich nicht. L' art pour l' art könnte man dem Filmemacher vorwerfen. Dagegen sprechen der durchkomponierte Look, die sorgfältige Ausstattung und die bewusst statischen Bilder von Kameramann Mihai Malaimare Jr. Nicht zu vergessen der Coppola-Touch, dieses schwer greifbare Etwas, das einen in den Film zwingt - wie der Blick von Tim Roth, der sich in den verschiedenen Lebensjahren immer zu verändern scheint. geh.

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Info

Plakat des Films: Jugend ohne Jugend
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.07.2008

USA 2007

Länge: 2 h 4 min

Genre: Drama

Originaltitel: Youth Without Youth

Regie: Francis Ford Coppola

Drehbuch: Francis Ford Coppola, Wendy Doninger

Musik: Osvaldo Golijov

Produktion: Francis Ford Coppola

Kostüme: Gloria Papura

Kamera: Mihai Malaimare Jr.

Schnitt: Walter Murch

Ausstattung: Calin Papura

Website: http://www.jugend-ohne-jugend.de

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