Packendes und berührendes Drama um eine Kleinstadt, die durch den Fund einer Frauenleiche in Aufregung gerät.

Kinostart: 01.11.2007

Laura Linney

Laura Linney
als Claire

Gabriel Byrne

Gabriel Byrne
als Stewart

Deborra-Lee Furness
als Jude

John Howard
als Carl

Leah Purcell
als Carmel

Stelios Yiakmis
als Rocco

Alice Garner
als Elissa

Simon Stone
als Billy „the Kid“

Betty Lucas
als Vanessa

Chris Haywood
als Gregory

Eva Lazzaro
als Caylin-Calandria

Sean Rees-Wemyss
als Tom

Tatea Reilly
als Susan

Max Cullen
als Terry

Glenda Linscott
als Detective

Maureen Green
als Alma

Charles 'Bud' Tingwell

Die Handlung von Jindabyne - Irgendwo in Australien

Nachdem sein Sohn ein Tier in der Schule tötete und nun auf seine Strafe wartet, braucht Tankstellenbesitzer Stewart (Gabriel Byrne) Abstand. Er fährt mit Carl (John Howard), Rocco (Stelios Yiakmis) und Einfaltspinsel Billy (Simon Stone) für ein Wochenende ins Grüne zum Fischen. In einem Stausee über dem versunkenen Dorf Jindabyne entdecken sie die Leiche einer jungen Aborigine, die ein Unbekannter dort versenken wollte. Da sie den Vorfall nicht melden und weiterfahren, gerät Stewart später zuhause mit seiner Frau Claire (Laura Linney) aneinander.

Der Australier Ray Lawrence, Meister der subtilen Psychothrillerstudie ("Lantana"), durchschreitet wieder mit starken Charakteren die moralischen Grauzonen menschlichen Verhaltens. Ausnehmend gute Leistungen von Laura Linney und Gabriel Byrne begeistern.

Als vier Kumpels bei einem Angelausflug eine Frauenleiche finden und nicht sofort die Polizei rufen, sondern ihren Urlaub weiter genießen, hat das Folgen. Zurück in der heimatlichen Kleinstadt werden sie nicht nur als verroht von Familienmitgliedern und Nachbarn angeklagt, sondern beschwören auch rassistische Ausschreitungen herauf. Denn das tote Mädchen gehörte einer Aborigines-Familie an.

Als vier australische Kumpels bei einem Angelausflug die Leiche eines Aborigine-Mädchens finden und nicht sofort die Polizei rufen, sondern ihren Urlaub weiter genießen, hat das Folgen. Zurück in der heimatlichen Kleinstadt werden sie nicht nur als verroht von Familienmitgliedern angeklagt, sondern beschwören auch rassistische Ausschreitungen herauf. Die Familie des toten Mädchens ist empört und erhöhte den Druck auf die vier Männer. Die Lage muss erst eskalieren, bevor einer der Vier endlich über seinen Schatten springt.

Kritik zu Jindabyne - Irgendwo in Australien

Ein leiser und trotzdem ungemein berührender Film ist Ray Lawrences Adaption einer Kurzgeschichte von Raymond Carver, die bereits Robert Altman in einem Erzählstrang in "Short Cuts" verarbeitete.

Das darin beschriebene Grauen in der Kleinstadtidylle ist beliebter Stoff für Horrorfilme und Satiren. Der australische Ausnahmefilmemacher Ray Lawrence macht daraus ein präzise beobachtetes, aber nie kühles, psychologisches Kammerspiel. Das wiederum hat nichts Theaterhaftes, sondern lebt von seinen starken, warmen Kinobildern und der exzellenten Performance seines Ensembles. Lawrence ist dieses Kunststück bereits bei "Lantana" gelungen, ein von der Thematik ähnlich gelagertes Ensemblestück aus dem Jahr 2001. Bei "Jindabyne" geht er noch ein Stück weiter, denn eine Leiche sorgt hier nicht nur für Aufruhr im Privatleben einiger Figuren, sondern gar zu Rassenkrawallen in der beschaulichen, australischen Ortschaft Jindabyne.

Jindabyne-Neubürger Stewart, der einmal erfolgreicher Rennfahrer war und nun eine Tankstelle betreut, und drei Kumpels stoßen auf die Leiche einer jungen Frau bei ihrem traditionellen Angelausflug in wildromantischer Natur. Statt den Fund gleich der Polizei zu melden, verbringen sie noch das Wochenende dort. Nicht nur Stewarts Frau Claire ist ob der Kaltschnäuzigkeit fassungslos. Bald stehen böse Graffitis auf ihrem Haus und auch in den Familien der Angelfreunde gibt es Auseinandersetzungen. Claires Versuch bei der Aborigine-Familie des toten Mädchens ihr Mitgefühl zu demonstrieren, kommt nicht gut an - weder bei deren Familie noch den Nachbarn. Die Situation spitzt sich zu.

Die subtile Inszenierung und das nuancierte Spiel der Darsteller bringt die zwiespältige Gefühlswelt der Protagonisten glaubhaft dem Zuschauer näher. So hat der erst gar keine Chance, die Figuren und ihre Taten vor zu verurteilen. Laura Linney als Claire wurde für ihre Leistung beim Filmfestival in Vallodolid geehrt, Gabriel Byrne als Stewart u.a. für den australischen Filmpreis nominiert, aber auch die anderen Mitglieder des Ensembles überzeugen. Am Ende steht bei einer Trauerzeremonie der Aborigines am Feuer nicht nur symbolisch der Beginn der Versöhnung der Volksgemeinschaften und der einander entfremdeten Eheleute, so dass der Zuschauer nicht völlig bedrückt den Kinosaal verlässt. hai.

Wertung Questions?

FilmRanking: 19916 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Jindabyne - Irgendwo in Australien
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 01.11.2007

Australien 2006

Länge: 2 h 3 min

Genre: Drama

Originaltitel: Jindabyne

Regie: Ray Lawrence

Drehbuch: Beatrix Christian

Musik: Paul Kelly, Dan Luscombe

Produktion: Catherine Jarman

Kostüme: Margot Wilson

Kamera: David Williamson

Schnitt: Karl Sodersten

Ausstattung: Margot Wilson

Website: http://www.irgendwo-in-australien.de