Der Welterfolg von Michael Ende um die Insel mit zwei Bergen und ihre Bewohner als bildstarkes Fantasy-Spektakel mit menschlichen Schauspielern.

Kinostart: 29.03.2018

Handlung

Lummerland ist klein. Zu klein inzwischen, findet König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte (Uwe Ochsenknecht). Denn früher lebten auf der Insel mit zwei Bergen nur er und seine drei Untertanen: Ladenbesitzerin Frau Waas (Annette Frier), Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst) und Lokomotivführer Lukas (Henning Baum), der mit seiner Lok Emma um die Insel dampfte.

Bis eines Tages der Postbote (Volker Zack Michalowski) ein Paket mit einem kleinen Waisenkind darin ablieferte. Inzwischen ist Jim Knopf (Solomon Gordon) ein umtriebiger Junge und geht bei Lukas in die Lehre als Nachwuchs-Lokführer.

Damit Lummerland nun nicht unter der drohenden Überbevölkerung zusammenbricht, brechen Lukas und Jim bei Nacht und Nebel ins Ungewisse auf, indem sie Lok Emma seefest und schwimmfähig machen. Auf ihrer abenteuerreichen Reise treffen Jim und Lukas auf den Kaiser von Mandala (Kao Chenmin), die Wilde 13 (Rick Kavanian), den Scheinriesen Herrn Tur Tur (Milan Peschel), den Halbdrachen Nepomuk (Stimme: Michael Bully Herbig) – und natürlich Frau Mahlzahn (Shirley MacLaine) …

Kritik

Erste Realverfilmung der legendären Vorlage von Michael Ende über ein unendliches Abenteuer.

Der 1960 erschienene Jugendroman von Michael Ende wie auch die Adaption der Augsburger Puppenkiste aus dem Jahr 1977 gelten als Sternstunden deutscher Populärkultur: Längst sind sie fester Bestandteil des kollektiven Bewusstseins in Deutschland. Anders als bei den anderen Ende-Klassikern "Die unendliche Geschichte" und "Momo", die in den Achtzigerjahren sehr erfolgreich verfilmt wurden (4,8 Mio. bzw. 2,2 Mio. Besucher), ließ eine Realverfilmung des Klassikers um den Findeljungen Jim Knopf, der mit seinem väterlichen Freund Lukas und dessen Lokomotive Emma von Lummerland aus aufbricht, um seine Herkunft zu entschlüsseln, auf sich warten.

Christian Becker und seiner RatPack, die mit "Wickie und die starken Männer" bereits einen kultigen Kinderstoff erfolgreich als Realfilm in die Kinos brachten, ist es jetzt gelungen, mit Hilfe von Regisseur Dennis Gansel, der mit Becker zusammen schon einmal den erfolgreichsten Film des Jahres abgeliefert hatte, "Die Welle" im Jahr 2008. Es ist ein Projekt mit internationaler Ambition und von internationaler Dimension, realisiert mit dem größten Aufwand, der für eine deutsche Produktion vorstellbar ist, aber eben auch immer als so großes Kino mit Schauwerten, Abenteuer, Emotion und vorzeigbaren Effekten realisiert, dass sich auch Kinogänger über deutsche Grenzen hinaus verlieren können in den abenteuerlichen Welten, durch die unsere Helden ohne Furcht und Tadel tuckern.

Das Kaiserreich Mandala, das Tal der Dämmerung, das Ende der Welt, das Land der tausend Vulkane - sie alle wurden mit großer Liebe realisiert, und zusätzlich einem liebevollen Blick auf die Inszenierung der Augsburger Puppenkiste, deren unschlagbarer Look & Feel mit den Möglichkeiten der Jetztzeit angereichert wurde. Wenn der mit Newcomer Solomon Gordon und sonst in sämtlichen erwachsenen Haupt- und Nebenrollen namhaft besetzte Ausflug in Michael Endes einzigartige Fantasiewelt eine Schwäche hat, dann liegt sie in der kurzen Laufzeit: Gerne würde man sich mit dem unerschrockenen Heldenpaar noch mehr verlieren in diesen Welten, die einen Staunen und Schwärmen lassen. Und das ist ein Kompliment! ts.

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Info

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Kinostart: 29.03.2018

Deutschland 2018

Länge: 1 h 50 min

Genre: Action

Originaltitel: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Regie: Dennis Gansel

Drehbuch: James V. Hart, Andrew Birkin, Dirk Ahner, Sebastian Niemann

Musik: Ralf Wengenmayr

Produktion: Christian Becker

Kostüme: Ute Paffendorf

Kamera: Torsten Breuer

Schnitt: Ueli Christen, Ana de Mier y Ortuno

Ausstattung: Matthias Müsse

Website: http://www.warnerbros.de/kino/jim_knopf_und_lukas_der_lokomotivfuehrer.html

Zitat

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