Witzige, charmante und ergreifende Geschichte um drei alte Damen, die zu Bankräuberinnen werden.

Kinostart: 14.12.2000

Martin Semmelrogge
als Bruno

Corinna Harfouch
als Flora

Thierry Werveke
als Josef

Vladimir Weigl
als Sven Krone

Gerry Wolff
als Erwin Kischke

Hannes Thanheiser
als Heinrich Meier

Horst Vernunft
als Horst K

Ingrid Bothmer
als Lissy Schmitz

Samuel Finzi
als Dr. Rabe

Imke Büchel
als Schwester Maria

Günter Lüdke
als Paustian

René Genesis
als Krause

Gerhard Hartig
als Klonski

Gustav Müller
als M

Hannes Stelzer
als Georg Meier

Matthias Zelic
als K

Lars Büchel
als Gef

Oliver Korittke
als Verk

Til Schweiger
als Knacki

Mark Keller
als Knacki

Die Handlung von Jetzt oder nie - Zeit ist Geld

Die alten Damen Carla, Lilli und Meta wollen ihr beim Skat erspieltes Geld auf die Bank geben, als diese prompt überfallen wird. Ihr gemeinsamer Traum einer Luxuskreuzfahrt scheint damit zu platzen. Doch das Trio knobelt einen gewagten Plan aus: Sie wollen selbst die Bank ausrauben, doch ein erster Versuch schlägt fehl und ein zweiter bringt sie ins Gefängnis.

Acht Jahre lang zahlten die ungleichen Freundinnen Lilli, Carla und Meta, alle jenseits der Siebzig, in ihre Skatkasse ein. Nun wollen sie sich mit dem Ersparten endlich einen Lebenstraum erfüllen: eine gemeinsame Luxus-Kreuzfahrt. Doch ausgerechnet, als sie das Ersparte überweisen wollen, wird die Bank ausgeraubt. So beschließen die drei Seniorinnen, ihrerseits schnellstens zu drastischen Mitteln zu greifen, um sich ihr Geld zurückzuholen, da ihnen die Zeit davonläuft. Carla leidet nämlich an Krebs im Endstadium...

Als die alten Damen Carla, Lilli und Meta ihre Skatkasse auf die Bank bringen, wird diese überfallen. Daraufhin planen sie ebenfalls einen Bankraub, um sich den Traum einer gemeinsamen Luxuskreuzfahrt erfüllen zu können. Erfrischende Komödie.

Kritik zu Jetzt oder nie - Zeit ist Geld

Auf den ersten Blick schauen sie ganz harmlos aus, die drei alten Damen mit ihren Wehwechen. Aber wehe, man kommt ihnen in die Quere oder klaut ihnen die eigens für eine Kreuzfahrt in Jahren angesparte Skatkasse, da kennt die lebenslang gebremste kriminelle Energie keine Grenzen.

Für ihr Alter sind sie rüstig und noch ganz pfiffig: Die 80-jährige Carla, die Alkohol und Zigaretten ins Altersheim schmuggelt, die 76-jährige Lilli, die mit ihrer sie gängelnden Tochter und zwei Enkeln in einem baufälligen Haus lebt und Meta, die unter dem Ordnungswahn ihres Sohnes leidet. Beim Likörchen-süffeln vergessen sie den Alltag und träumen davon, mit dem Erlös der Skatkasse eine luxuriöse Kreuzfahrt zu unternehmen. Es einmal so richtig krachen und sich von gut gebauten Kellnern verwöhnen lassen, bevor Gevatter Tod die Sense zückt! Als die Ladies ihre ersparten Moneten in der Bank einzahlen wollen, tauchen Bankräuber auf. Weg ist die Kohle! Wer denkt, die Oldies würden jetzt weinend ihr Schicksal beklagen, irrt. Selbst ist die Frau. Warum nicht einen Banküberfall verüben und sich das holen, was einem zusteht? Der erste Überfall zur ausgleichenden Gerechtigkeit geht daneben. Aber die Amateurinnen lassen nicht locker. Ein zweiter Versuch führt sie leider direkt in die Fänge des Kommissars. Die diesmal geklauten Moneten bleiben verschwunden, das Trio wandert in den Knast, wo Carla das Zeitliche segnet. Die restlichen furchtlosen Zwei stechen nach der Entlassung in See. Zwar nicht auf einem Luxusliner, aber auf einem alten Pott mit alten Freunden.

Die Damen mit der Kraft der drei Herzen haben es faustdick hinter den Ohren und lassen die alt aussehen, die noch nicht ganz trocken hinter denselbigen sind. Da gibt es keine Tabus, ob künstliche Zähne oder Zellulitis - frau zeigt frank und frei, was sie hat, zieht fröhlich über die Verblichen her (O-Ton: "Ich wollte einen richtigen Mann und gekriegt habe ich einen Kerl, der sich bekochen ließ. Im Bett war der auch nicht gut"), Lilli erlebt gar den zweiten Frühling. Und wenn's ganz hart kommt, heißt es, die Dritten zusammenbeißen. Drehbuchautor und Regisseur Lars Büchel lässt den Klasse-Schauspielerinnen Gudrun Okras, Elisabeth Scherer und Christel Peters Raum zur Entfaltung mit ausgekocht bösen Dialogen. Man amüsiert sich köstlich bei dieser Alten-Komödie mit melancholischen Zwischentönen. Auch Til Schweiger - seine Firma Mr. Brown Entertainment koproduzierte den Film - absolviert souverän einen Auftritt als Knacki, der den Bankräuberinnen in spe ein paar Tipps gibt. Trotz allem warmherzigen Witz könnte es sich als schwierig erweisen, die nicht ganz junge Zielgruppe ins Kino zu locken. Dem charmanten "Trio infernal" dennoch zum Erfolg zu verhelfen, ist eine Herausforderung für Marketing-Strategen. mk.

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Info

Plakat des Films: Jetzt oder nie - Zeit ist Geld
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 14.12.2000

Deutschland 2000

Länge: 1 h 35 min

Genre: Drama

Originaltitel: Jetzt oder nie - Zeit ist Geld

Regie: Lars Büchel

Drehbuch: Ruth Toma, Lars Büchel

Musik: Stefan Hansen, Dirk Reichardt, Max Berghaus

Produktion: Til Schweiger, Helga Bähr

Kostüme: Lisy Christl

Kamera: Judith Kaufmann

Schnitt: Betina Vogelsang

Ausstattung: Silke Buhr