Respektloser Horrorfilm nach einem Drehbuch von "Juno"-Autorin Diablo Cody, in dem Megan Fox den Ausdruck "Maneater" durchaus wörtlich nimmt und eine Kleinstadt terrorisiert.

Kinostart: 05.11.2009

Megan Fox

Megan Fox
als Jennifer Check

Amanda Seyfried

Amanda Seyfried
als Anita "Needy"Lesnicki

Adam Brody

Adam Brody
als Nikolai Wolf

J.K. Simmons
als Mr. Wroblewski

Amy Sedaris
als Toni Lesnicki

Juan Riedinger
als Dirk

Sal Cortez
als Chas

Ryan Levine
als Mick

Colin Askey
als Keyboarder

Die Handlung von Jennifer's Body - Jungs nach ihrem Geschmack

Obwohl die aufreizend sinnliche Cheerleaderin Jennifer und die mausgraue Needy unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden Kleinstadt-Teenager von Kindesbeinen an beste Freundinnen. Needy lässt sich widerstrebend von Jennifer überreden, in einem verruchten Club ein Konzert ihrer Lieblingsband Low Shoulder zu besuchen. Danach verschwindet Jennifer mit der Band. Als sie am nächsten Tag wieder auftaucht, hat sie sich nicht nur verändert, es sterben auch nach und nach Jungs aus der Highschool, deren ausgeweidete Leichen gefunden werden. Die Stadt steht unter Schock. Und Needy befällt ein Verdacht...

Obwohl die sinnliche Jennifer und die mausgraue Needy unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden Kleinstadt-Teenager beste Freundinnen. Needy lässt sich widerstrebend von Jennifer überreden, in einem verruchten Club ein Konzert ihrer Lieblingsband zu besuchen. Danach verschwindet Jennifer mit der Band. Als sie am nächsten Tag wieder auftaucht, hat sie sich nicht nur verändert, es sterben auch nach und nach Jungs aus der Highschool. Die Stadt steht unter Schock. Und Needy befällt ein Verdacht.

Kritik zu Jennifer's Body - Jungs nach ihrem Geschmack

Die Teenagerzeit ist der Horror, Highschool-Girls sind der Teufel, Megan Fox verschlingt Männer mit Haut und Haar. Sagt zumindest Diablo Cody in ihrem ersten Drehbuch seit ihrem Oscar-Gewinn mit ihrem sensationellen Debüt "Juno".

"Jennifer's Body" ist das Yin zum Yang von "Juno". Beide entstammen unverkennbar der selben Feder, verfügen über den selben giftigen Humor, die selben raffiniert gedrechselten Einzeiler, in denen sich ein penibles Gespür für Nöte, Bedürfnisse und Sorgen von weiblichen Teenagern spiegelt: Keine Sekunde befällt einen Zweifel, Cody wisse nicht, worüber sie da, verpackt in popkulturelle Referenzen und markige Beobachtungen, schreibt: "Juno" ist eine Komödie, aber auch ein ernstzunehmender Film über ungewollte Schwangerschaft und Abtreibung, der sich einfache Antworten schenkte. "Jennifer's Body" wiederum ist ein Horrorfilm, eine Mischung aus der legendären schwarzen Komödie "Heathers" und "Carrie", die die Cliquenwirtschaft in amerikanischen Highschools auf die Spitze treibt, ein Film über ungezügelte Sexualität, über ein sexy Luder, das von einem Dämon verflucht wird, ihre metaphorische Lust am Verschlingen von Männern fortan wortwörtlich zu nehmen und die Straßen einer Kleinstadt mit den Leichen attraktiver Jungs zu pflastern. Eine Traumrolle für "Transformers"-Star Megan Fox, die clever mit ihrem Image als verruchte Sexbombe spielt, als Cheerleader-Queen Jennifer Check, eine Kleinstadtausgabe der manipulativen "Queen B" Blair Waldorf aus "Gossip Girl", hinter deren aufreizendem Äußeren allerdings ein verunsichertes Mädchen steckt, wie sich im Verlauf des Films zeigen wird: Je mörderischer der Dämon in ihr, desto verlorener ist Jennifer.

Stets zur Hilfe eilt ihr Needy, seit Kindestagen Jennifers beste Freundin und ihr exaktes Gegenteil: ein mausgraues Mädchen mit Brille und Zöpfen und einer ungelenken Art, die sie sofort als Verliererin markieren würde, hielte nicht Jennifer eine schützende Hand über sie. Dafür muss Needy alles mitmachen, was ihre Freundin will: Obwohl sie nicht gerade begeistert ist, begleitet sie Jennifer zu einem Rockkonzert der angesagten Low Shoulder in einem runtergekommenen Schuppen, der während des Auftritts niederbrennt. Im entstehenden Chaos fährt Jennifer mit den Rockern in deren Bus mit und kehrt verändert wieder. Sie ist blass und ausgezehrt, spuckt eine bizarre Flüssigkeit und fühlt sich nur dann so selbstsicher wie zuvor, wenn sie Jungs das Blut ausgesaugt hat. Needy wird als erste misstrauisch und zu Jennifers Feindin, als das Bad Girl Needys liebenswerten Boyfriend ins Visier nimmt.

Lustvoll spielt "Jennifer's Body" mit den Konventionen des Horrorfilms, stellt dabei sozusagen "Twilight" auf den Kopf, ist aufreizend und lässt sich seine Protagonistinnen lange und intensiv küssen, macht sich lustig über Rockbands, die ihre Seele dem Teufel verkaufen, und beobachtet die aufgesetzte Betroffenheit in amerikanischen Kleinstädten, in denen Tragödien passieren. Es ist ein Stoff, der auf sehr sympathische Weise immer leicht neben ausgetrampelten Storypfaden marschiert. Nicht immer findet Karyn Kusama in ihrem ersten Kinofilm seit "Aeon Flux" die richtige Textur für den ironischen Ton des Drehbuchs: Bisweilen scheint sie sich selbst nicht sicher zu sein, welcher Weg der richtige für ihren Film ist: ernster Horror oder satirischer Kommentar aufs Genre? Dass ausgerechnet die Regisseurin von "Girlfight" so hilflos ist, aus Jennifer und Needy mehr zu machen als Schachfiguren, die durch die Handlung geschoben werden, macht es einem nicht immer leicht, die smarte Story so sehr zu mögen, wie sie es verdient hätte. Zum Glück bewegen sich Megan Fox und "Mamma Mia!"-Entdeckung Amanda Seyfried souverän auch durch die nicht so gelungenen Szenen des Films - so souverän, dass man immer Appetit auf die coolste Maneaterin der Filmgeschichte behält. ts.

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Info

Plakat des Films: Jennifer's Body - Jungs nach ihrem Geschmack

Kinostart: 05.11.2009

USA 2009

Länge: 1 h 42 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Jennifer's Body

Regie: Karyn Kusama

Drehbuch: Diablo Cody

Musik: Theodore Shapiro, Stephen Barton

Produktion: Mason Novick, Diablo Cody, Jason Reitman, Daniel Dubiecki

Kostüme: Katia Stano

Kamera: M. David Mullen

Schnitt: Plummy Tucker

Ausstattung: Arvinder Grewal