Respektlose Roadmovie-Comedy, in der das Doper-Duo in Hollywood seinen guten Namen verteidigen will.

Kinostart: 18.04.2002

Jason Mewes

Jason Mewes
als Jay

Kevin Smith

Kevin Smith
als Silent Bob

Jeff Anderson
als Randal

Brian O'Halloran
als Dante

Jason Lee
als Brodie/Banky

Ben Affleck
als Holden

George Carlin
als Anhalter

Carrie Fisher
als Nonne

Marc Blucas
als Typ

Shannon Elizabeth
als Justice

Eliza Dushku
als Sissy

Ali Larter
als Chrissy

Seann William Scott
als Brent

Jennifer Schwalbach
als Missy

Will Ferrell
als Willenholly

Jon Stewart
als Reg Hartner

Judd Nelson
als Sheriff

Tracy Morgan
als Drogendealer

Matt Damon
als Matt Damon

Gus Van Sant
als Gus van Sant

Wes Craven
als Wes Craven

Steve Kmetko
als Steve Kmetko

James Beek
als James van der Beek

Jules Asner
als Jules Asner

Jason Biggs
als Jason Biggs

Chris Rock
als Chaka

Jamie Kennedy
als Assistent

Shannen Doherty
als Shannen Doherty

Mark Hamill
als Cock-Knocker

Alanis Morissette
als Gott

Diedrich Bader
als Sicherheitsbeamter

Scott Mosier
als Willam Black

Joey Lauren Adams
als Alyssa Jones

Renee Humphrey
als Tricia Jones

Handlung

Die ewig bekifften Taugenichtse Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith) kennt der geneigte Filmfreak bereits aus so heißen Independenttipps wie "Chasing Amy" und "Dogma" (oder einem populären Afroman-Musikvideo...).

Jetzt liefert das Duo, dessen schweigsame Hälfte von Regisseur Kevin Smith selbst dargestellt wird, sein Hauptrollendebüt in einer Roadmoviekomödie und Satire auf das Filmbusiness par excellence.

Jay und Silent Bob erfahren zufällig, dass der auf ihnen basierende Comic "Bluntman & Chronic" verfilmt werden soll. Außerdem finden sie heraus, dass auf einer Filmfan-Website über sie gelästert wird. Es gibt nur eine Lösung: Um den guten Namen zu schützen, muss das debile Doper-Duo nach Hollywood aufbrechen, um den Film zu verhindern. Ein kurioser Roadtrip nimmt seinen Lauf.

Völlig zugekifft, erfahren Jay und Silent Bob, dass der auf ihrem Leben basierende Comic "Bluntman & Chronic" adaptiert werden soll. Darüber hinaus werden sie von Holden, dem Mitautor des Comics, darüber aufgeklärt, dass im Internet kräftig über sie gelästert wird. Um ihren guten Namen zu schützen, bleibt dem debilen Gespann nichts anderes übrig, als nach Hollywood aufzubrechen, um den Film zu verhindern. Der Beginn eines Dope-geschwängerten Trips, der Homers "Odyssee" wie eine Kaffeefahrt mit guten alten Bekannten aussehen lässt.

Kritik

Alle Wege führen nach Hollywood, und so müssen selbst Kevin Smiths "New Jersey Chronicles" nach dem nunmehr fünften Beitrag ein Ende nehmen. Waren Smiths tabubrechende Komödien ("Dogma", "Chasing Amy") bisher allesamt in seinem Heimatstaat New Jersey angesiedelt, verlegt er das (selbst)parodistische Geschehen über Roadmovie-Umwege in seinen professionellen Wirkungskreis der Traumfabrik. Diesmal nehmen sein Kumpel Jason Mewes und er als die in bislang allen Filmen vertretenen Titelhelden Jay und Silent Bob erstmals die Protagonistenrollen ein. Damit soll mit augenzwinkernder Fanfare das Ende des "Askewniverse" (Universum der View Askew Production: etliche Figuren tauchen immer wieder in seinen Filmen auf) signalisiert werden.

Los geht es mit einem amüsanten, in den siebziger Jahren angesiedelten Prolog, der Jay und Silent Bob als Kleinkinder vor dem Supermarkt aus Smiths Debüt "Clerks - Die Ladenhüter" von 1994 bereits bewandert im Gebrauch von vulgären Schimpfwörtern zeigt. Jahrzehnte später hängen die beiden konstant zugedröhnten Kiffer immer noch vor dem selben Laden rum. Zufällig erfahren sie, dass der auf ihnen basierende Comic der zwei Superhelden "Bluntman & Chronic" verfilmt werden soll. Holden, Koschöpfer der Comicreihe (Ben Affleck in seinem "Chasing Amy"-Part), weiht sie außerdem ein, dass auf der Filmfan-Website "Movie Poop Shoot" Häme über sie verbreitet werden würde. Es gibt nur eine Lösung: Um seinen guten Namen zu schützen, muss das debile Dope-Duo zur Verhinderung des Films nach Hollywood aufbrechen. Auf ihrem kuriosen Roadtrip (Seann William Scott aus eben dieser Komödie kreuzt auf) zur Westküste machen sie eine Vielzahl von bizarren Bekanntschaften, darunter eine Nonne (Carrie Fisher), vier sexy Diamantendiebinnen im Lacklederlook (Shannon Elisabeth, Ali Larter, Eliza Dushku und Smith' Ehefrau Jennifer machen auf "Charlie's Angels"-Quartett), ein Orang-Utan ("Mit Vollgas nach San Fernando" und "Planet der Affen" bekommen ihr Fett ab), ein inkompententer Gesetzeshüter (Will Ferrell hat einen "Auf der Flucht"-Moment) und Figuren aus "Scooby-Doo" (die Veröffentlichung der Verfilmung mit Freddie Prinze Jr. steht erst noch an). Am Ziel angekommen, begeben sich die beiden Flüchtlinge - sie gelten als Verdächtige für den Diamantenraub ihrer rassigen Reisebekanntschaften - direkt zum Miramax-Studio, wo sie zunächst in das Set von "Good Will Hunting 2" stolpern. Dort ergibt sich die Gelegenheit für einen selbstironischen Dialog zwischen Affleck und Matt Damon, in dem sie sich über ihre eigenen Filme lustig machen. Der Showdown findet dann am richtigen Set, wo es mit Mark Hamill als Bösewicht Cocknocker zum "Krieg der Sterne"-inspirierten Lichtschwert-Kampf kommt.

Die Mischung aus respektlosen Filmparodien, bissigen Insiderwitzen, buntgemischten Cameoauftritten (u.a. sind Chris Rock, Shannon Doherty aus "Mall Rats", "American Pie"-Boy Jason Biggs, James Van Der Beek, Wes Craven und Gus Van Sant vertreten), Obszönitäten durchsetzten Dialogen und ein homoerotischer Gag-Grundtenor werden wieder für einige Kontroversen sorgen und damit genau den Geschmack von Smiths Fangemeinde treffen. Ob sie sich mit diesem Film, der für den Regisseur nach dem wesentlich ambitionierteren "Dogma" einen deutlichen Rückschritt darstellt, allerdings vergrößern lässt, darf angezweifelt werden. ara.

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Info

Plakat des Films: Jay & Silent Bob schlagen zurück
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 18.04.2002

USA 2001

Länge: 1 h 45 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Jay and Silent Bob Strike Back

Regie: Kevin Smith

Drehbuch: Kevin Smith

Musik: James L. Venable

Produktion: Scott Mosier

Kostüme: Isis Mussenden

Kamera: Jamie Anderson

Schnitt: Scott Mosier, Kevin Smith

Ausstattung: Robert Holtzman, Elise Viola

Website: http://www.jay-bob.de

Zitat

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