Tragikomödie um einen Professor in der Midlife-Krise, der aus Langeweile den perfekten Mord plant.

Kinostart: 12.11.2015

Joaquin Phoenix

Joaquin Phoenix
als Abe Lucas

Emma Stone

Emma Stone
als Jill Pollard

Jamie Blackley

Jamie Blackley
als Roy

Parker Posey
als Rita Richards

Ethan Phillips
als Dad

Betsy Aidem
als Jills Mutter

Susan Pourfar
als Carol

Handlung

Ein an Schreibblockade und Impotenz leidender Philosophieprofessor baut nach einer Neuanstellung in einem College eine Verbindung mit einer Studentin auf. Als sie Zeuge werden, wie eine Frau sich an einem Nebentisch beklagt, dass ein Richter ihr aus niederen Gründen das Sorgerecht für ihre Kinder absprechen will, erwachen bei dem Professor längst verloren geglaubte Lebensgeister. Er plant, den Richter zu töten - ein zweifellos perfektes Verbrechen, weil es keinerlei Verbindung zum Opfer gibt.

Kritik

Hut ab vor Woody Allen. Der erweist sich bei seinem 46. Spielfilm gut gelaunt und in Höchstform.

"Irrational Man", der beim Festival de Cannes 2015 außer Konkurrenz lief, begibt sich auf ähnliches Terrain wie "Match Point" zehn Jahre davor, behandelt seine philosophisch gewichtigen Themen von freiem Willen, Schuld, Sühne und moralischer Verantwortung in einer Variation von "Der Fremde im Zug" allerdings ungleich leichter, bisweilen regelrecht beschwingt. Im Mittelpunkt steht ein gescheiterter, an Schreibblockade und Impotenz leidender Philosophieprofessor, gespielt von Joaquin Phoenix in seinem ersten Auftritt in einem Allen-Film, der nach einer Neuanstellung in einem Ostküsten-College eine enge Verbindung mit einer von Emma Stone gespielten Studentin aufbaut. Als sie in einem Diner Zeuge werden, wie eine Frau sich an einem Nebentisch bei ihren Freunden beklagt, dass ein Richter ihr aus niederen Gründen das Sorgerecht für ihre Kinder absprechen will, erwachen bei dem Professor verloren geglaubte Lebensgeister, und er beginnt mit der Planung, den Richter zu töten - das perfekte Verbrechen, weil es keinerlei Verbindung zu seinem Opfer gibt. Glaubt er auch noch, als sich die Schlinge um seinen Hals zuzuziehen beginnt.

Nach dem leichtgewichtigen "Magic in the Moonlight" feuert Woody Allen, 79 Jahre alt, in seinem ersten Cannes-Film seit "Midnight in Paris" vier Jahre zuvor wieder aus allen Zylindern. Die Dialoge sind anspielungsreich und spritzig, die Schauspieler verbindet eine gute Chemie, der Plot ist gut durchdacht und bis zum bitteren Ende zwingend, wobei sich Allen jederzeit treu bleibt, obwohl er bei seiner musikalischen Wahl - "The In-Crowd" und "Wade in the Water" von Ramsey Lewis aus den Sechzigerjahren - so modern ist wie noch nie. ts.

Wertung Questions?

FilmRanking: 3271 -493

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.11.2015

USA 2015

Länge: 1 h 35 min

Genre: Drama

Originaltitel: Irrational Man

Regie: Woody Allen

Drehbuch: Woody Allen

Produktion: Letty Aronson, Edward Walson, Stephen Tenenbaum

Kostüme: Suzy Benzinger

Kamera: Darius Khondji

Schnitt: Alisa Lepselter

Ausstattung: Santo Loquasto

Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.