In rasendem Tempo erzählter Politthtriller, der die Geschichte von WikiLeaks und ihres charismatischen Kopfes Julian Assange erzählt.

Kinostart: 31.10.2013

Szenenbild aus Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt  mit Benedict CumberbatchBenedict Cumberbatch

Benedict Cumberbatch
als Julian Assange

Daniel Brühl

Daniel Brühl
als Daniel Domscheit-Berg

Anthony Mackie

Anthony Mackie
als Sam Coulson

David Thewlis
als Nick Davies

Alicia Vikander
als Anke

Peter Capaldi
als Alan Rusbridger

Carice van Houten
als Birgitta Jonsdottir

Dan Stevens
als Ian Katz

Stanley Tucci
als James Boswell

Laura Linney
als Sarah Shaw

Handlung

Bei einer Veranstaltung des Chaos Computer Clubs in Berlin lernt Julian Assange 2007 den Informatiker Daniel Domscheit-Berg kennen, der dem australischen Hacker hilft, seine Idee eines Enthüllungsportals zu verwirklichen. WikiLeaks nimmt sich zunächst kleinere Ziele vor und landet einen Erfolg nach dem anderen. Während sich Daniel von dem auffälligen und geltungssüchtigen Assange an den Rand gedrängt fühlt, sorgt WikiLeaks 2010 mit einer Fülle an geheimen US-Army-Dokumenten für Furore - und ruft mächtige Feinde auf den Plan.

Bei einer Veranstaltung des Chaos Computer Clubs in Berlin lernt Julian Assange 2007 den Informatiker Daniel Domscheit-Berg kennen, der dem australischen Hacker hilft, seine Idee eines Enthüllungsportals zu verwirklichen. WikiLeaks nimmt sich zunächst kleinere Ziele vor und landet einen Erfolg nach dem anderen. Während sich Daniel von dem auffälligen und geltungssüchtigen Assange an den Rand gedrängt fühlt, sorgt WikiLeaks 2010 mit einer Fülle an geheimen US-Army-Dokumenten für Furore - und ruft mächtige Feinde auf den Plan.

Julian Assange lernt 2007 den Informatiker Daniel Domscheit-Berg kennen, der hilft, die Idee eines Enthüllungsportals zu verwirklichen. In rasendem Tempo abgespulter Politthtriller, der die Geschichte von WikiLeaks erzählt.

Kritik

Nach Paul Greengrass mit seinem "Captain Phillips" nimmt sich nun auch Bill Condon eines den aktuellen Schlagzeilen entrissenen Tatsachenthrillers an, der kaum zeitgemäßer sein könnte. Seine im Stil eines modernen Updates von "Die Unbestechlichen" inszenierte Politstory besticht mit atemlosem Tempo und einer wie gewohnt souveränen Performance von Benedict Cumberbatch als Julian Assange. Nicht eine Sekunde kommt der als moderner und sehr glatt anzusehender Politthriller inszenierte Film zur Ruhe und entspricht damit einer Welt, die ihrerseits längst keine Auszeit mehr kennt und die Menschen ununterbrochen mit einem Sperrfeuer von Nachrichten und Neuigkeiten bombardiert.

Entsprechend hat der Regisseur den Film in einer Großstadtwelt angesiedelt, in der große Fenster, freie Räume und spiegelnde Oberflächen dominieren: Alles ist zwar offen, für jedermann einsehbar, es gibt keine Geheimnisse - doch fehlt die nötige Transparenz, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das ist die Grundlage für die Geschichte der Freundschaft und Partnerschaft zwischen dem charismatischen WikiLeaks-Gründer Julian Assange und seinem Leutnant, dem Deutschen Daniel Domscheit-Berg, auf dessen 2011 erschienenen Buch das Drehbuch von Josh Singer basiert: Daniel Brühl spielt ihn mit der nötigen Zurückhaltung, die ihn zum Gegenpol Assanges werden lässt und zum moralischen Gewissen des Films macht. Als Domscheit-Berg gegen die zunehmende Egomanie seines weißhaarigen Partners zu rebellieren beginnt, weil er erkennt, dass Assange für seine persönliche Agenda alle Prinzipien über Bord wirft, beginnt ein zermürbender Kleinkrieg zwischen den beiden. Gleichzeitig beginnt eine Hetzjagd auf Assange und WikiLeaks, als die Website sich nach kleineren Fischen wie der Schweizer Bank Julius Baer, Scientology und der British National Front mit der amerikanischen Regierung anlegt.

Vor allem Cumberbatchs fulminanter Auftritt ist unbedingt sehenswert: Er bleibt in Erinnerung, während manche Inhalte schnell verblassen. Das hohe Tempo des Films sorgt dafür, dass kaum eines der Themen über seine bloße Darstellung hinaus vertieft wird und einem auch die Figuren letztlich fremd bleiben - virtuelle Gestalten, am Reißbrett entworfen. Während alles andere so aufreizend offen sichtbar ist, bleiben sie undurchdringlich und distanziert. Vielleicht ist das auch die Absicht des Regisseurs, der nach den beiden letzten "Twilight"-Filmen unverkennbar Freude daran hat, einen Film mit heißer Nadel zu stricken, in vollem Bewusstsein, von der Realität überholt zu werden, während man noch mitten in der Arbeit steckt. Faszinierend. ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 31.10.2013

USA 2013

Länge: 2 h 8 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Fifth Estate

Regie: Bill Condon

Drehbuch: Josh Singer

Musik: Carter Burwell

Produktion: Steve Golin, Michael Sugar

Kostüme: Shay Cunliffe

Kamera: Tobias A. Schliessler

Schnitt: Virginia Katz

Ausstattung: Mark Tildesley

Website: http://www.inside-wikileaks.de