Ensembledrama über sechs Personen und ihre persönlichen Erfahrungen mit der Liebe.

Kinostart: 11.12.2008

Sebastian Koch

Sebastian Koch
als Dr. Frick

Barbara Auer

Barbara Auer
als Anna Frick

Mina Tander

Mina Tander
als Sarah Arles

Wotan Wilke Möhring
als Christoph Zach

Ronald Zehrfeld
als Ben Weissner

Jenny Schily
als Luisa Engels

Zoe Thurau
als Ina Frick

Charly Hübner
als H

Handlung

Psychiatriearzt Dr. Frick (Sebastian Koch) leidet unter der Erbkrankheit seiner 11-jährigen Tochter, verschanzt sich hinter der Arbeit und lässt seine Frau Anna (Barbara Auer) mit den Problemen allein. Seine Gefühle entdeckt er erst bei Galeristin Luisa (Jenny Schily) wieder. Sarah (Mina Tander) hat gerade ihre chaotische Beziehung mit dem aufgeblasen Christoph (Wotan Wilke Möhring) beendet und Ben (Ronald Zehrfeld) kennen gelernt, als dieser Luisa begegnet.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf in einem Ensemble-Drama, dem Regiedebüt von Kameramann Jan Fehse ("Goldene Zeiten"). Seine Figuren sind auf der Suche nach einer Liebe, die ihnen ihr derzeitiges Leben nicht bieten kann oder will. Glück und Unglück liegen eng beieinander.

Tagsüber arbeitet Dr. Frick in der psychiatrischen Abteilung einer Klinik. Seine knapp bemessene freie Zeit verbringt er mit seiner Tochter, die an einer seltenen Erbkrankheit leidet. Infolgedessen vernachlässigt er immer mehr Anna, die Mutter und seine Frau, die mit der Situation nur schwer zurecht kommt. Dr. Frick zieht sich weiter zurück, bis er der Galeristin Luisa begegnet. Doch Luisa zieht noch einen weiteren Mann in ihren Bann: Ben, der eigentlich gerade eine Beziehung mit der in Gefühlssachen verletzten Sarah begonnen hat.

Tagsüber arbeitet Dr. Frick in der psychiatrischen Abteilung einer Klinik. Seine knapp bemessene freie Zeit verbringt er mit seiner Tochter, die an einer Erbkrankheit leidet. In Folge dessen vernachlässigt er immer mehr seine Frau Anna, die mit der Situation nur schwer zurecht kommt. Dr. Frick zieht sich weiter zurück, bis er der Galeristin Luisa begegnet. Doch Luisa zieht noch einen weiteren Mann in ihren Bann: Ben, der eigentlich gerade eine Beziehung mit der in Gefühlssachen verletzten Sarah begonnen hat.

Kritik

Der erfahrene Kameramann Jan Fehse ("Tattoo") stellte in Hof sein Regiedebüt vor, in dem ein Ensemble mit der Suche nach Glück und Liebe eine Tragödie heraufbeschwört.

Im Kopf hatte Fehse und Koautor Christian Lyra die zeitgenössischen Dramen eines Fatih Akin ("Gegen die Wand") und Alejandro González Iñárritu ("21 Gramm"), in denen die Protagonisten einen Kampf mit dem Leben und dem Schicksal aufnehmen, der alles von ihnen abverlangt. Stilistisch allerdings nimmt sich das moderne Großstadtdrama (München ohne sonderlichen Wiedererkennungswert) enorm zurück und konzentriert sich auf die Geschichte, die von zwei parallel verlaufenden Beziehungen erzählt, die sich erst am Ende schicksalhaft kreuzen. Nichts Großspuriges also, sondern Skizzen von Alltagsmenschen, die ihren Sehnsüchten emotional nicht gewachsen sind.

Zwei unterschiedliche Personen - der Psychiatriefacharzt Dr. Frick (Sebastian Koch) und seine vordergründig wohlgeordnete Welt, sowie das exzessive, spontane Dasein der DJane Sarah (Mina Tander) - aber fast die gleiche Situation: Beide halten ihre Beziehung nicht mehr aus. Doch wo Sarah prompt ihrem schwer drogensüchtigen Freund, dem egozentrischen Partyveranstalter Christoph (Wotan Wilke Möhring) den verdienten Laufpass gibt, kann sich Frick nicht einfach von seiner mukoviszidosekranken, achtjährigen Tochter und der depressiven Gattin Anna (Barbara Auer) trennen. Auch nicht, als er die Galeristin Luisa (Jenny Schily) kennen lernt und zwischen Gefühl und Verantwortung verzweifelt. Sarah hingegen will mit dem arbeitslosen Fotografen Ben (Ronald Zehrfeld) neu anfangen, kann sich aber nicht vom schlechten Einfluss ihres skrupellosen Ex befreien.

Originell ist das zwar nicht ersonnen oder inszeniert, aber es soll auch mitten aus dem Leben stammen und handelt nicht von souveränen Menschen, die alles im Griff haben, sondern solchen, die sich mühsam vortasten und immer wieder dieselben Fehler begehen. Wenn sie die Unsicherheiten der eigenen Gefühlswelten auskosten und sie langsam erforschen, entstehen die stärksten Momente. Dank einer Kamera, die sich den Befindlichkeiten der Figuren stilistisch anpasst, gelingt es Fehse, tief in ihr jeweiliges Milieu einzutauchen. Die Ausschnitte aus diesen Biografien und die Übergänge in eine neue Beziehung korrespondieren mit winterlich-frostigen Stimmungslagen, bis sich die Handlung am Schluss zu einem Gemenge aus Trauer, Unglück, Schuld und Verlust verdichtet. Davor verfinstert sich der Film gehörig, weiß aber auch: das Leben geht weiter.

tk.

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Info

Plakat des Films: In jeder Sekunde
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.12.2008

Deutschland 2008

Länge: 1 h 44 min

Genre: Drama

Originaltitel: In jeder Sekunde

Regie: Jan Fehse

Drehbuch: Jan Fehse, Christian Lyra

Musik: Andreas Helmle

Produktion: Sven Burgemeister, Bernd Burgemeister, Andreas Schneppe

Kostüme: Verena Sapper

Kamera: Philipp Kirsamer

Schnitt: Dirk Göhler

Ausstattung: Anette Ingerl

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