Sensible Dramödie über die ungewöhnliche Freundschaft eines jungen filmbesessenen Außenseiters mit einer krebskranken Mitschülerin.

Kinostart: 19.11.2015

Jon Bernthal

Jon Bernthal
als Mr. McCarthy

Thomas Mann
als Greg

Nick Offerman

Nick Offerman
als Gregs Vater

RJ Cyler
als Earl

Connie Britton
als Gregs Mutter

Olivia Cooke
als Rachel

Molly Shannon
als Denise

Matt Bennett
als Scott Mayhew

Katherine Hughes
als Madison

Bobb'e J. Thompson
als Derrick

Masam Holden
als Ill Phil

Die Handlung von Ich und Earl und das Mädchen

Das Leben des 17-jährigen Greg wird maßgeblich von klassischen Filmen geprägt, die er mit seinem besten Freund Earl studiert und mit absurd-komischen Kurzfilmen parodiert. Dass diese Filme noch therapeutische Bedeutung bekommen werden, ahnt Greg nicht, als er auf Drängen seiner Eltern Zeit mit seiner Mitschülerin Rachel verbringt. Für das gerade mit Krebs diagnostizierte Mädchen ist die Situation so peinlich wie für ihn. Doch als sich die beiden näherkommen, wird die schwere Krankheit zum Katalysator einer berührenden Freundschaft.

Kritik zu Ich und Earl und das Mädchen

Wenn ein filmverrückter Außenseiter und eine krebskranke Mitschülerin Freundschaft schließen, verbindet sich das Dramatische auf subtile Weise mit dem Komischen.

Beim Sundance Film Festival wurde der zweite Kinofilm des Texaners Alfonso Gomez-Rejon ("Warte, bis es dunkel ist") mehrfach ausgezeichnet und in diverse internationale Märkte verkauft. Thematisch mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und im Ton mit "(500) Days of Summer" und ähnlich kauzigen Beziehungsgeschichten verwandt, spricht diese Dramödie ein junges Publikum an, das sich ohne Larmoyanz berühren und von den Orientierungs- und Anpassungsproblemen eines Teenagers mit obsessiver Kinosucht amüsieren lassen will.

Erzähler Greg (Thomas Mann) ist einer dieser smarten Unsichtbaren, die in der Highschool mit ihren Popularitätsritualen als Exoten gelten. Seinen einzigen Freund Earl bezeichnet der bindungsphobe 17-Jährige als Mitarbeiter, der seine cineastische Besessenheit teilt und mit ihm Kurzfilme dreht, die Klassiker der Filmgeschichte absurd-komisch komprimieren und parodieren. Sekunden-Pretiosen wie " A Sockwork Orange" (Kubrick mit Socken) oder "Pooping Tom" (frei nach Michael Powells Psychothriller) sind die witzigen Highlights dieses Coming-of-Age-Films, auch wenn die Bezüge zur Geschichte nicht immer eindeutig und manchmal wohl auch schlicht willkürlich sind, wenn etwa Bernard Herrmanns hypnotische Musik zu Hitchcocks "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" eine familiäre Diskussion untermalt. Diese amüsante Spielerei für Filmjunkies ist der Ausgleich für die Auseinandersetzung mit der schweren Krebserkrankung der Protagonistin (Olivia Cooke), die von Momenten der Verlegenheit und Ratlosigkeit, aber auch von Vertrauensbildung und Hoffnung geprägt sind.

Mehr als 160 Tage lang beobachtet Gomez-Rejon, der für sein nächstes Projekt Will Smith gewinnen konnte, ein Paar, das eigentlich noch keines ist, aber durchaus eines sein könnte. Dass dieser Konjunktiv Wirklichkeit werden kann, steht für den Film außer Frage, der den Zuschauer mit einer gewagten Manipulation entspannt und in Sicherheit wiegt. Wenn er dann seine beiden Hauptfiguren ohne physische Berührung ganz nahe bringt, begegnen sich Euphorie und Ernüchterung, treffen verspielte Stop-Motion-Träumereien auf die Realität. kob.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 19.11.2015

USA 2015

Länge: 1 h 46 min

Genre: Drama

Originaltitel: Me and Earl and the Dying Girl

Regie: Alfonso Gomez-Rejon

Drehbuch: Jesse Andrews

Buchvorlage: Jesse Andrews

Musik: Brian Eno, Nico Muhly

Produktion: Dan Fogelman, Jeremy Dawson, Steven M. Rales

Kostüme: Jennifer Eve

Kamera: Chung -hoon

Schnitt: David Trachtenberg

Ausstattung: Gerald Sullivan