Turbulente Romantikkomödie, in der Owen Wilson die traute Zweisamkeit von Matt Dillon und Kate Hudson empfindlich stört.

Kinostart: nicht bekannt

Owen Wilson

Owen Wilson
als Randy Dupree

Kate Hudson

Kate Hudson
als Molly Petersen

Matt Dillon

Matt Dillon
als Carl Peterson

Seth Rogen
als Neil

Michael Douglas
als Mr. Thompson

Sidney Liufau
als Paco

Amanda Detmer
als Annie

Handlung

Carl Peterson (Matt Dillon) ist ein glücklicher Mann: Frisch befördert, ins neue Heim gezogen und verheiratet mit der schönen Molly (Kate Hudson) könnte das Leben nicht besser sein. Warum also nicht dem gerade etwas indisponierten alten Schulfreund Randy Dupree (Owen Wilson) Asyl gewähren, als dieser unverhofft an Carls Pforten klopft. Doch schon bald führt die Ehe zu Dritt mit dem in vielerlei Hinsicht unkonventionellen Hausfreund zu handfesten Problemen.

Owen Wilson ("Shanghai Noon") stiehlt die Show in einer handfesten Romantik-Komödie der Gebrüder Joe und Anthony Russo ("Safecrackers oder Diebe haben's schwer").

Carl und Molly Peterson sind gerade erst gemeinsam in ein neues Haus gezogen. Es gibt nichts, was die Harmonie stören könnte... außer Randy Dupree, Carls etwas penetranter bester Freund, der gerade gefeuert und von seiner Freundin verlassen wurde. Carl erbarmt sich seiner und bietet ihm vorübergehend die Wohnzimmercouch als Schlafstätte an. Das geht nicht lange gut, zumal Dupree seine freie Zeit nutzt, Molly den Hof zu machen.

Randy Dupree ist arbeitsscheu, nervig und trotzdem ein Typ, dem niemand lange böse sein kann. Und auch sein Freund Carl zögert nicht lange, als Randy Job, Freundin und Wohnung verliert und bietet diesem an, fürs Erste mit ins frisch bezogene Haus von ihm und seiner Frau Molly zu ziehen. Dort tut Randy das, was er am besten kann - für Chaos sorgen. Doch die verstopfte Toilette und das abgebrannte Wohnzimmer stören Carl weitaus weniger als die allmähliche Annäherung seines besten Kumpels an seine Frau.

Kritik

Gefällig besetzte Beziehungskomödie, in der "Hochzeits-Crasher" Owen Wilson als ungebetener Hausgast ins Leben der frisch verheirateten Eheleute Matt Dillon und Kate Hudson platzt, die ihn gerne in weniger als zehn Tagen wieder los werden wollen.

Wie der deutsche Titel vermuten lässt, handelt es sich um einen Familienspaß mit gewissen Parallelen zu Ben Stillers Hit "Meine Braut, ihre Schwiegereltern und ich". Wieder ist eine Liebesbeziehung in Gefahr, durch den aufdringlichen Einfluss anderer (in diesem Fall durch den besten Freund und den Schwiegervater) empfindlich gestört zu werden. Unter der Regie von Anthony und Joe Russo gehen auch hier überschwänglicher Humor und herzrührendes Sentiment Hand in Hand. Allerdings liegt in diesem Fall der Schwerpunkt vor allem im letzten Drittel mehr auf den gefühlvollen Elementen denn auf Bad-Taste-Einlagen, die es ohnehin nur in geringfügiger Dosierung zu finden gibt. Komödiantischen Treibstoff liefert vorrangig Wilson, der einmal mehr mit kindlicher Unschuld und natürlichem Charme einen liebenswerten Slackertypen mimt. Als Randy Dupree kommt er bei seinem Freund Carl Peterson und dessen junger Frau Molly unter, als er seinen Job und seine Wohnung verliert. Mit ausgestopftem Elchkopf unterm Arm bezieht er das Wohnzimmer und macht es sich vorm Fernseher gemütlich. Ungefragt bestellt er HBO-Kabelfernsehen, bespricht den Anrufbeantworter neu und leistet sich ungeniert allerhand weitere Übergriffe, wie die Neuvermählten beim Sex zu stören oder bei einem heißen Date das Wohnzimmer abzufackeln. Kurz gesagt: Dupree ist eine Nervensäge, der es dank Wilsons origineller Art trotzdem versteht, Sympathiepunkte zu sammeln. So nimmt es dem Berufsjugendlichen keiner wirklich übel, dass er anstatt der Suche nach einem neuen Job lieber mit den Nachbarkindern auf der Skateboardingrampe übt. Carl hingegen wird von seinem Schwiegervater Mr. Thompson (Michael Douglas aalglatt in seiner Paraderolle als tyrannischer Geschäftsführer), der gleichzeitig sein Boss ist, bis aufs Blut gepiesackt. Carls stressige Jobsituation führt dazu, dass er Molly zu vernachlässigen beginnt. Dann ist er auf ihre daraus resultierende Freundschaft mit Dupree eifersüchtig, um beim Familienessen schließlich auszuflippen. Nun ist es Dupree, der sich als guter Hausgeist erweist und versucht, ihre Beziehung wieder ins Lot zu bringen.

Dillon fällt die undankbare Rolle des Straight Man zu, während Hudson wie gehabt ihren fröhlich mädchenhaften Charme einbringt. Die Gags mögen insgesamt recht konventionell anmuten (selbst der Standard vom verstopften Klo und einer stinkenden "Sitzung" wird bemüht), doch dank Wilsons sich selbst nicht sonderlich ernst nehmender Ausführung, können sogar mit diesen Kamellen die nötigen Lacher - oder zumindest ein verschmitztes Schmunzeln - erzielt werden. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 4938 -354

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Ich, du und der andere

Kinostart: nicht bekannt

USA 2006

Länge: 1 h 50 min

Genre: Komödie

Originaltitel: You, Me and Dupree

Regie: Anthony Russo, Joe Russo

Drehbuch: Michael Le Sieur

Musik: Rolfe Kent

Produktion: Mary Parent, Owen Wilson, Scott Stuber

Kostüme: Karen Patch

Kamera: Charles Minsky

Schnitt: Debra Neil-Fisher, Peter B. Ellis

Ausstattung: Barry Robison

Website: http://www.ich-du-und-der-andere.de

Ticker

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.