Melodramatischer, ein wenig unglaubwürdiger Psychothriller mit stilvollem Produktionsdesign.

Kinostart: nicht bekannt

Jessica Lange

Jessica Lange
als Martha Baring

Gwyneth Paltrow

Gwyneth Paltrow
als Helen

Johnathon Schaech

Johnathon Schaech
als Jackson Baring

Nina Foch
als Alice Baring

Debi Mazar
als Lisa

David Thornton
als Gavin

Kaiulani Lee
als Schwester O'Shaughnessy

Hal Holbrook
als Dr. Hill

Handlung

Südstaaten-Matriarchin Martha liebt ihren Sohn Jackson abgöttisch. Als der zu Weihnachten seine Freundin Helen aufs stattliche Pferdegut mitbringt, erkennt Martha in Helen gleich eine gute Zuchtstute, um ihr den ersehnten Enkel zu schenken. Um diesen kämpft sie mit allen Mitteln. Selbst vor versuchten Mord schreckt sie nicht zurück.

Der New Yorker Yuppie Jonathan bringt erstmals eine Freundin mit nach Hause aufs mütterliche Gestüt Kilronan, wo sie Weihnachten und Sylvester verbringen. Die beiden Frauen verstehen sich nicht besonders. Als Helen schwanger ist, organisiert die einnehmende Schwiegermama eine Riesenhochzeit und überredet die beiden bei ihr zu bleiben. Helen bleibt sogar gerne, nachdem sie in New York überfallen wurde und sich dort nicht mehr sicher fühlte, doch die Schwiegermama entpuppt sich als die größte Gefahr.

Melodramatischer, ein wenig unglaubwürdiger Psychothriller mit stilvollem Produktionsdesign.

Kritik

Was bei diesem eher durchschnittlichen Psychothriller von ebenso melodramatischem wie unglaubwürdigem TV-Movie-Format in Erinnerung bleibt, ist das verblüffende Mitwirken von zwei Schauspielerinnen von großem Kaliber - der renommierten Jessica Lange ("1000 Morgen") und der aufstrebenden Gwyneth Paltrow ("Große Erwartungen"). Unter der Leitung des Regienovizen Jonathan Darby sind aber selbst die schauspielerischen Leistungen der beiden Talente ein wenig unkontrolliert ausgefallen.

Lange mimt, angereichert mit exaltierten Gesten, die manipulierende Südstaaten-Matriarchin Martha (eine Rolle, die einst Bette Davis auf den Leib geschneidert gewesen wäre), die ihren Sohn Jackson (Johnathon Schaech, der seinem Rollenstereotyp als gutaussehender Kleiderständer weitgehend treu bleibt) abgöttisch liebt. Zu Weihnachten bringt er erstmals seine Freundin Helen (Paltrow) aufs stattliche Pferdegut der verwitweten Mutter. Diese erkennt in Helen gleich eine gute Zuchtstute, um so ihr ersehntes Enkelkind zu erhalten. Folglich sind sämtliche Aktionen der neurotischen Mommy Dearest darauf ausgerichtet, dieses Ziel zu erreichen. Sie schreckt dabei weder vor Diaphragma-Beschädigung, dem Arrangieren einer angedeuteten Vergewaltigung, der Mißhandlung einer alten Dame (Nina Foch als ihre resolute Schwiegermutter), dem Einsatz von Pferdemedikamenten an Helen zur frühzeitigen Weheneinleitung noch im aufgebauschten Finale vor versuchtem Mord zurück.

Obwohl übernatürliche Elemente ausgeklammert wurden (Martha wird lediglich als fieberhaft betende religiöse Fanatikerin gezeichnet), weckt diese Variante von "Die Hand an der Wiege" in mehreren Szenen Erinnerungen an "Rosemaries Baby" - ohne allerdings jemals an die Klasse von Roman Polanskis Film heranreichen zu können. Unterschwellige Inzest-Anspielungen werden nicht weitergeführt, ebensowenig wie der Ödipus-Komplex Jacksons (als Siebenjähriger soll er angeblich den Tod seines Vaters verschuldet haben). Etliche der Handlungsentwicklungen setzen zudem das Abschalten vernünftiger Logik voraus und wirken oft lachhaft. Wirklich positiv fallen in diesem aus gutem Grund seit nahezu eineinhalb Jahre lustlos verschobenen Thrillerdrama lediglich die solide Kameraarbeit und das stilvolle Produktionsdesign ins Auge. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 12432 -1095

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Hush

Kinostart: nicht bekannt

USA 1998

Genre: Thriller

Originaltitel: Hush

Regie: Jonathan Darby

Drehbuch: Jane Rusconi

Musik: Christopher Young

Produktion: Douglas Wick

Kostüme: Ann Roth

Kamera: Andrew Dunn

Schnitt: Lynzee Klingman, Dan Rae, Robert Leighton

Ausstattung: James F. Truesdale, Thomas A. Walsh, Michael Johnston