Packendes und stark emotionales Melodram um den wegen Mordes verurteilten Boxer Hurricane.

Kinostart: 02.03.2000

Denzel Washington

Denzel Washington
als Rubin "Hurricane" Carter

Deborah Kara Unger

Deborah Kara Unger
als Lisa

Vicellous Reon Shannon
als Lesra

Liev Schreiber
als Sam

John Hannah
als Terry

Dan Hedaya
als Della Pesca

Clancy Brown
als Lt. Jimmy Williams

David Paymer
als Myron Bedlock

Harris Yulin
als Leon Friedman

Debbi Morgan
als Mae Thelma

Rod Steiger
als Richter Sarokin

Garland Whitt
als John Artis

Die Handlung von Hurricane

Boxer Rubin Carter, wegen seines explosiven Kampfstils "Hurricane" genannt, schafft nach einer Jugend im Heim den Weltmeistertitel. Der selbe Cop, der ihn ins Heim brachte, hängt ihm einen Mehrfachmord an, woraufhin Hurricane lebenslänglich ins Gefängnis geschickt wird. Er wird verbittert, und erst die als Brieffreundschaft beginnende Vater-Sohn-ähnliche Beziehung zu einem Schüler läßt ihn wieder aufblühen.

Nachdem Rubin "Hurricane" Carter seine Jugend in der Besserungsanstalt verbracht hat, gelingt ihm eine erfolgreiche Karriere als Boxer. Ja, er bringt es sogar bis zum Weltmeister. Doch dann hängt ihm derselbe Cop, der ihn einst ins Heim schickte, einen Mehrfachmord an. Erneut wandert Hurricane hinter Gitter, diesmal lebenslänglich. Nach Jahren der Verbitterung ist es schließlich die Brieffreundschaft zu einem afro-amerikanischen Schuljungen, die Carter wieder an den Sinn des Lebens glauben lässt.

Nachdem Rubin "Hurricane" Carter seine Jugend in der Besserungsanstalt verbracht hat, gelingt ihm eine erfolgreiche Karriere als Boxer. Doch dann hängt ihm derselbe Cop, der ihn einst ins Heim schickte, einen Mehrfachmord an. Carter bekommt lebenslänglich. Nach Jahren der Verbitterung ist es schließlich die Brieffreundschaft zu einem Schuljungen, die ihn wieder an den Sinn des Lebens glauben lässt. Packendes Biopic und flammendes Plädoyer wider den Rassismus.

Kritik zu Hurricane

Während Robert De Niro etliche Pfunde zulegte, um in "Wie ein wilder Stier" einen Boxer zu spielen, speckte Denzel Washington für seine oscarreife Rolle des Boxchampions Rubin "Hurricane" Carter fast 60 Pfund ab. Das von Norman Jewison ("Mondsüchtig") ergreifend inszenierte Biopic erzählt mit einigen Freiheiten die Geschichte des schwarzen Boxweltmeisters Carter, der 1966 unschuldig für den Mord an drei Weißen verurteilt wurde und erst 19 Jahre dank des unermüdlichen Engagements von drei kanadischen Studenten freigesprochen wurde.

Das Drehbuch basiert auf Carters Autobiografie "The Sixteenth Round" und "Lazarus and the Hurricane" von Sam Chaiton und Terry Swinton, worin die kanadischen Aktivisten ihre Version der Ereignisse schilderten. Der Film hält sich zwar nicht sklavisch an alle Tatsachen, doch ging es vor allem darum, himmelschreienden Rassismus noch mehr hervorzuheben. Die erste Runde der emotionalen Tour De Force läutet Jewison mit schwarzweiß-Aufnahmen von Carters brachialen Titelkampf ein. Im Gegenschnitt wird der Mord von Weißen in einer Bar gezeigt. Darauf sieht man, wie Carter und ein Bekannter auf dem Weg nach Hause aufgehalten werden und ihnen in Folge die Morde vom korrupten und rassistischen Detective Della Pesca (Dan Hedaya als verabscheuungswürdiger Gesetzesverdreher) angehängt werden. Im Flashback wird offenbar, daß Pesca Carter bereits als Elfjährigen auf dem Kiecker hatte und für seine Unterbringung im Heim bis zum 21. Lebensjahr verantwortich war. Erneut wird der Champion hinter Gitter geschickt, diesmal lebenslänglich. Um den Horror des Gefangenseins zu demonstrieren, verzichtet Jewison auf die typischen Klischees von sadistischen Gefängniswärtern sowie Schlägereien und Vergewaltigung unter den Insassen. Stattdessen geht er auf den psychologischen und seelischen Schmerz ein, die Washington mit seiner intensiven, nuancierten Darstellung beeindruckend vermittelt. Die einzige Möglichkeit für ihn zu überleben, ist es, sich von grenzenlosem Hass getrieben keine Gefühlsbindungen zu erlauben. Das ändert sich erst, als der afro-amerikanische Schuljunge Lesra (Vicellous Reon Shannon) nach dem Lesen seiner Autobiografie eine Korrespondenz mit ihm beginnt und sich eine Art Vater/Sohn-Beziehung entwickelt. Lesras Mentoren, politisch engagierte Studenten (Deborah Kara Unger, Liev Schreiber, John Hannah) verschreiben sich dem Kampf um Hurricanes Freilassung.

Mit authentischen schwarzweiß Archivaufnahmen wird das zeitgenössische Klima des Rassismus (Schwarze werden grundlos von der Polizei zusammengeknüppelt) und des Protests (Demonstrationen für Carters Freilassung, ein Clip von Bob Dylan, dessen berühmte Ballade "Hurricane" sich durch den gesamten Film zieht) der 60er und 70er Jahre präsentiert. Die Botschaft des inspirierenden Dramas wird mit Carters Aussage, 'Hass hat mich hierher (ins Gefängnis) gebracht, Liebe wird mich freisetzen' prägnant auf den Punkt gebracht. Als größter Sieger könnte sich am Ende Washington erweisen, der eine Oscarnomierung allemal verdient hat. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 4449 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Hurricane
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 02.03.2000

USA 1999

Länge: 2 h 25 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Hurricane

Regie: Norman Jewison

Drehbuch: Armyan Bernstein, Dan Gordon

Musik: Christopher Young

Produktion: Armyan Bernstein, Norman Jewison, John Ketcham

Kamera: Roger Deakins

Schnitt: Stephen Rivkin

Ausstattung: Philip Rosenberg, Dennis Davenport

Auszeichnungen

1 Golden Globe: 1 x Berlinale: