Ensemblekomödie im Stil von Jaques Tati um ein Sommerwochenende am Atlantikstrand. Zweiter Film des Comic-Autors Pascal Rabaté.

Kinostart: 05.07.2012

Jacques Gamblin

Jacques Gamblin
als Monsieur Drachensteiger

Maria de Medeiros

Maria de Medeiros
als Madame Halskette

François Damiens

François Damiens
als Monsieur Erdbeere

François Morel
als Zelt Mann

Dominique Pinon
als Wohnwagen Mann

Arsène Mosca
als Supermarktverk

Marie Kremer
als die Waise

Chantal Neuwirth
als die Witwe

Catherine Hosmalin
als Frau H

Charles Schneider
als Herr H

Gustave Kervern
als gr

Vincent Martin
als oranger Golfer

Stéphanie Pillonca
als Madame Schlagsahne

David Salles
als Vertreter SM

Patricia Franchino
als Domina SM

Franck Cimiere
als Bestatter

Handlung

Am Atlantik verbringen ganz unterschiedliche Menschen ihre Ferien: Zwei Paare, die sich betrügen, ein sado-masochistisches Duo, ein Familienvater, der mit Frau und Kindern zeltet, ein älteres Paar, das in einem Mini-Van haust, zwei Diebe, die golfen und zwei Punks mit ihren Hunden. Sie alle möchten etwas erleben, ausspannen, ihr Leben ein wenig ändern. Und als ein Sturm über das Gelände weht, kommt man sich auch in der kleinsten Hütte näher. Aber bald sind die Ferien zu Ende, es heißt es Abschied nehmen, der Alltag ruft.

Kritik

Französisches Sommervergnügen über die schönste Zeit des Jahres, die manchmal auch die stressigste sein kann.

Die Pariser Straßen sind leer und die Strände schrecklich voll. Wer irgendwie kann, macht in Frankreich möglichst zwischen dem 15. Juli und 15. August Ferien. Gemeinsam ist man einsam, die Illusionen zerplatzen wie Luftballons, Paare haben sich nichts zu sagen, Kinder hassen ihre Eltern und die träumen davon, mal ohne die Blagen endlich Ruhe zu genießen. Gerhard Polt hielt dem die Adria enternden deutschen Otto Normalverbraucher 1987 in "Man spricht deutsch" den Spiegel vor, der unvergessliche Jacques Tati den Franzosen schon 1953 in einem bretonischen Badeort mit "Die Ferien des Monsieur Hulot". Knapp 60 Jahre später versucht der Zeichner, Autor und Regisseur Pascal Rabaté in dessen großen Fußstapfen zu schlüpfen und knüpft sich den kollektiven Ferienwahn seiner Landsleute vor.

In einer beschaulichen Stadt am windigen Atlantik verbringt ein seltsames Trüppchen die schönste Zeit des Jahres: Zwei Paare, die sich betrügen, ein sado-masochistisches Duo, ein Familienvater, der mit den Seinen zeltet, ein älteres im Mini-Van hausendes Paar, zwei golfende Diebe und zwei Punks samt ihren Hunden. Sie alle möchten etwas erleben, ausspannen, ihr Leben auf Vordermann bringen. Und wenn ein Sturm über dem Camping-Gelände weht, kommt man sich auch in der kleinsten Hütte näher. Aber nur kurz, dann heißt es Abschied nehmen, der Alltag ruft. Ohne Dialoge gehen die Urlauber ihren Hobbys nach, lassen Drachen steigen, laufen mal durch ein Nudistencamp, verzieren beim Seitensprung das willige Weib mit Sahne und Erdbeeren oder lässt die Domina ihren Kunden gefesselt am Bett und braust mit Cabrio und Geld davon. Alles heute keine großen Aufreger mehr. Manchmal entwickeln die skurrile Figuren in absurden Situationen ein Eigenleben, dann wieder wirkt das Gerenne, Gehüpfe und Gestikuliere wie einem Comic abgeguckt, Rabatés eigentlicher Domäne, der es mit "Holidays by the Sea" seinen Kollegen Joann Sfar und Marjane Satrapi nachmacht und sich zum dritten Mal dem Spielfilm zuwendet. Für einen knackigen und kompakten Kurzfilm hätten die wunderlichen Sketche gereicht, 77 Minuten ziehen sich trotz schwarzem Humor und böser Ironie. Wehmütig erinnert man sich an Tatis unerreichtes Meisterwerk. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 05.07.2012

Frankreich 2011

Länge: 1 h 16 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Ni à vendre ni à louer

Regie: Pascal Rabaté

Drehbuch: Pascal Rabaté

Musik: Alain Pewzner

Produktion: Xavier Delmas

Kostüme: Virginie Alba

Kamera: Benoît Chamaillard

Schnitt: Jean-Francois Elie

Ausstattung: Angelo Zamparutti

Website: www.holidaysbythesea.de

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