Drama einer zwischen Musikleidenschaft und Hitler hin- und hergerissenen jungen Frau.

Kinostart: nicht bekannt

Lena Lauzemis
als Ursula

Hilmar Thate
als Hanns Broch

Rike Schmid

Rike Schmid
als Gisela

Arnd Klawitter
als Gottlieb

Krista Stadler
als Alma

Dirk Martens
als Hastrich

Christine Schorn
als Ursula's Gro

Andreas Guenther
als Fritz

Christiane Lemm
als Ursula's Mutter

Armin Dillenberger
als M

Die Handlung von Hitlerkantate

Deutschland im Jahr 1938. Zum 50. Geburtstag wünscht sich der Führer eine Kantate. Der Komponist Hanns Broch (Hilmar Thate), einst Kommunist und nun am Comeback interessiert, soll sie schreiben. Als Assistentin schickt man ihm die wesentlich jüngere Ursula (Lena Lauzemis), teils um ihn zu unterstützen, teils zur Überwachung. Als Ursula musikalisches Gespür beweist, übernimmt sie die Hauptarbeit. Unterdessen kommen sich die beiden näher.

Vom körperlichen und geistigen Erwachen einer Frau in bewegten Zeiten berichtet Autorenfilmerin Jutta Brückner in ihrem Drama um Kunst und Ideologie, Liebe und Manipulation.

Ursula verfällt Hitler, für sie eine Mischung aus Geliebtem, Vater und Gott. Sie nutzt die Beziehungen zu ihrem Verlobten in der Reichsmusikkammer und wird Assistentin des bekannten Komponisten Hanns Broch, einem früheren Kommunisten. Der erhält den Auftrag zum 50. Geburtstag Hitlers, eine Kantate zu schreiben. In der Einsamkeit eines finnischen Landhauses kommen sich die beiden näher, bis Brochs jüdische Lebensgefährtin auftaucht.

Kritik zu Hitlerkantate

Jutta Brückner versucht, das Phänomen "Hitlerbegeisterung" zu verstehen und erzählt die Geschichte einer zwischen Musikleidenschaft und "Führer" hin- und hergerissenen jungen Frau.

Auf Archivaufnahmen kann man sie sehen, die winkenden und weinenden Frauen, die beim Anblick des "Führers" hysterisch oder gar ohnmächtig wurden. Der erste "Popstar" in deutscher Historie wie Zyniker meinen. Jutta Brückner nähert sich dem erotischen Kern des Faschismus, ohne in eine tiefere Analyse zu geraten. Ihre Protagonistin Ursula verfällt Hitler, für sie eine Mischung aus Geliebtem, Vater und Gott. Sie nutzt die Beziehungen zu ihrem Verlobten in der Reichsmusikkammer und wird Assistentin des bekannten Komponisten Hanns Broch, einem früheren Kommunisten. Der erhält den Auftrag zum 50. Geburtstag Hitlers, eine Kantate zu schreiben. In der Einsamkeit eines finnischen Landhauses kommen sich die beiden näher, bis Brochs jüdische Lebensgefährtin auftaucht.

Jutta Brückners Blick auf das "Dritte Reich" und die Perversion im Alltag eröffnet eine neue Perspektive, die der weiblichen Verführbarkeit. Parallel zeichnet sie die Ereignisse des Jahres 1938 mit Pogromen, Konfiszierung jüdischen Eigentums, Ausschreitungen und Erlass von Einzelgesetzen, die die Juden quasi rechtlos machen. Die Verbindung persönlicher Schicksale mit politischen Umwälzungen bildet ein Konglomerat verschiedener Handlungsstränge, an deren Ende die linientreue blonde Germanin bittere Erfahrungen macht und ihre antisemitische Grundhaltung revidiert. In manchen Momenten ist der Film sehr nah an dem Phänomen der fanatischen Bewunderung und des Wirklichkeitsverlustes. Aber die Mischung von Ironie und Ideologie, die dramaturgischen Brüche und eine Dialogunsicherheit, die streckenweise in unfreiwillige Lächerlichkeit abdriftet, machen den Zugang nicht ganz einfach - trotz eines brillanten Hilmar Thate. Hervorragend die Kamera von Thomas Mauch. mk.

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Info

Plakat des Films: Hitlerkantate
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2005

Länge: 2 h 4 min

Genre: Drama

Originaltitel: Hitlerkantate

Regie: Jutta Brückner

Drehbuch: Jutta Brückner

Musik: Peter Gotthardt

Produktion: Klaus Schmutzer, Hans-Werner Honert, Sven Boeck

Kostüme: Pedro Richter

Kamera: Thomas Mauch

Schnitt: Monika Schindler

Ausstattung: Elke Grundig