Zwischen Thriller und Grusel angelegter Film über einen mehrfachen Mord in einem bayerischen Dorf.

Kinostart: 12.03.2009

Benno Fürmann

Benno Fürmann
als Marc Barenberg

Alexandra Maria Lara

Alexandra Maria Lara
als Juliana Lukas

Henry Stange

Henry Stange
als Tyll

Michael Gwisdek
als Pfarrer

Erni Mangold
als Alma Lukas

Monika Hansen
als Martha Lukas

Waldemar Kobus
als Franz Kogler

Manfred Möck
als Arno G

Andrusch Jung
als Dr. Hoff

Beles Adam
als Ida Gruber

Anna Böger
als Magd

Mia Aegerter
als Viktoria Gruber

Andreas Bahr
als Andreas Gruber

Simon Pälchen
als Josef Gruber

Chiara Beranek
als C

Carola Beil
als Frau Bruck

Martin Lüning
als Herr Bruck

Marius Deierl
als Timo Bruck

Stefanie Robotka
als Stefanie Bruck

Handlung

Fotograf Marc (Benno Fürmann) und sein Sohn Tyll (Henry Stange) verschlägt es ins bayrische Dorf Hinterkaifeck, ein abgelegenes Fleckchen mit eigenwilligen Einwohnern. Den Ort umwittert ein düsteres Geheimnis, wie ihm die junge Juliana (Alexandra Maria Lara) berichtet: Im nahen Einödhof ereignete sich 1922 ein grausames Verbrechen. Marc spürt eine eigentümliche Verbindung zu den Morden und gerät in einen gefährlichen Sog der Vergangenheit.

Basierend auf einer aktenkundigen Mordserie in Oberbayern spinnt Esther Gronenborn ("Alaska.de") einen Mystery-Thriller um das rätselhafte, nie aufgeklärte Verbrechen. Deutsche Stars wie Benno Fürmann ("Nordwand") geraten in den lebensbedrohlichen Bann des Unheimlichen.

1922 wurde auf einem einsamen Hof im bayerischen Hinterkaifeck eine sechsköpfige Familie mit einer Spitzhacke ermordet. Der Täter wurde nie gefasst. Über 80 Jahre später fährt Fotograf Marc, der sich gemeinsam mit seinem kleinen Sohn Tyll auf Motivsuche befindet, durch die Gegend und bleibt in dem Gasthof des abgelegenen Dorfe hängen. Nächtliche Albträume bringen Marc auf die Spur des Verbrechens, von dem die Dorfbevölkerung nichts wissen möchte. Nur Juliana, die Wirtin des Gasthofs, scheint ihm helfen zu wollen.

1922 wurde auf einem einsamen Hof im bayerischen Hinterkaifeck eine sechsköpfige Familie mit einer Spitzhacke ermordet. Der Täter wurde nie gefasst. Über 80 Jahre später fährt Fotograf Marc, der sich gemeinsam mit seinem kleinen Sohn Tyll auf Motivsuche befindet, durch die Gegend und bleibt in dem Gasthof des abgelegenen Dorfes hängen. Nächtliche Alpträume bringen Marc auf die Spur des Verbrechens, von dem die Dorfbevölkerung nichts wissen möchte. Nur Juliana, die Wirtin des Gasthofes, scheint ihm helfen zu wollen.

Kritik

Stimmiger Mystery-Thriller, in dem Benno Fürmann in den alptraumhaft-übernatürlichen Bann eines über 80 Jahre zurückliegenden Mordfalls gerät.

Hinterkaifeck ist ein Einödhof in der Nähe des oberbayerischen Schrobenhausen, wo sich 1922 ein grausamer Mord an einer sechsköpfigen Bauernfamilie ereignete, die mit einer Spitzhacke umgebracht wurde. Der Täter konnte nie ermittelt werden und so bleibt das Verbrechen bis heute ungeklärt. Davon ließ sich jüngst Andrea Maria Schenkel zu ihrem bündigen Krimi-Bestseller "Tannöd" inspirieren, dessen Verfilmung für einen Kinostart im November terminiert ist. Fast zeitgleich entstand dieser mit Benno Fürmann und Alexandra Maria Lara überaus starbesetzte Thriller, der das Verbrechen mit einem in der Gegenwart angesiedelten, schicksalhaften Mystery-Grusel verwebt. Esther Gronenborn, die mit "alaska.de" den deutschen Filmpreis 2001 gewann, inszenierte ihn.

Die halbe Miete ist die gelungene Atmosphäre, die nicht nur im historischen Prolog ein morbides Gemälde von verwunschener Waldlandschaft zeichnet. Die andere Hälfte fällt der Story des auf TV-Krimis spezialisierten Drehbuchautoren Sönke Lars Neuwöhner zu, die anfangs unbekümmert loslegt, bald aber ausgetretene Handlungspfade beschreitet. Die Auflösung mag zumindest halbwegs erfahrene Krimigucker kaum überraschen, ist aber durchaus smart ersonnen, gewichtet sie doch Fürmanns Rolle als Fotograf Marc auf Motivsuche, der mehr findet, als ihm lieb sein kann, neu.

Gemeinsam fährt sein einsilbiger Charakter mit kleinem Sohn Tyll (Henry Stange) durch die Prärie, bis es ihn in den Gasthof der offenherzigen Juliana (Lara) verschlägt. Das abgelegene urbayerische Dorf scheint nicht in der Gegenwart angekommen und hat sich unter der Last der Vergangenheit zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengeballt. Das erfährt Marc, als er nächtliche Alptraumvisionen von Morden hat und immer wieder zu dem im Wald gelegenen Hof pilgert: Niemand außer Juliana ist bereit, auch nur die Existenz des verfallenen Anwesens zuzugeben. Derweil nimmt das Unheimliche in der Dramaturgie einen immer prominenteren Platz ein. Aus rigidem Katholizismus und dem Volksaberglauben um Teufelsangst und Raunächten entsteht eine Stimmung zum Fürchten. Somit ergänzen sich das übernatürliche Familiendrama samt Horroreffekten mit dem Thriller-Ansatz eines gefährlichen Mobs, der seine Kollektivschuld mit provinziellem Starrsinn kaschiert. Das ergibt ein Genrewerk aus deutschen Landen, das sich nicht zu verstecken braucht. tk.

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Info

Plakat des Films: Hinter Kaifeck
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.03.2009

Deutschland 2009

Länge: 1 h 27 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Hinter Kaifeck

Regie: Esther Gronenborn

Drehbuch: Christian Limmer, Sönke Lars Neuwöhner

Musik: Alexander Hacke

Produktion: Monika Raebel

Kostüme: Linda Harper

Kamera: Christoph Valentien

Schnitt: Moune Barius

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