Verfilmung der Biografie von Hildegard Knef.

Kinostart: 12.03.2009

Heike Makatsch

Heike Makatsch
als Hildegard Knef

Dan Stevens
als David Cameron

Monica Bleibtreu

Monica Bleibtreu
als Else Bongers

Michael Gwisdek
als Karl Gr

Hanns Zischler
als Erich Pommer

Anian Zollner
als Ewald von Demandowsky

Trystan Pütter
als Kurt Hirsch

Johanna Gastdorf
als Frieda Knef

Sylvester Groth
als Boleslaw Barlog

Roger Cicero
als Ricci Blum

Die Handlung von Hilde

Hildegard Knef

Dramatisches Biopic über den internationalen Star Hildegard Knef (1925-2002), mitreißend verkörpert von Heike Makatsch ("Schwesterherz"). Grimme-Preisträger Kai Wessel ("Die Flucht") lotet das an Höhe- und Tiefpunkten reiche Leben des Fräuleinwunders schwungvoll aus.

Hildegard Knef, eine Ikone des Films und Gesangs, von ihrem deutschen Publikum gleichermaßen geliebt und gehasst, hat stets eines getan: Sie ist immer ihren eigenen Weg gegangen, selbst wenn sie sich dabei auch einmal selbst verloren hat. Und der hat sie nach Hollywood und wieder zurück geführt, daneben oft auch in die Arme der falschen Männer. Inmitten des zerbombten Berlins baute sie ihre Schauspiel- und zuletzt ihre Gesangskarriere auf, immer im Kampf gegen ihren Ruf der Verruchtheit, den ihr neben ihrem selbst bestimmten Lebensstil auch filmische Nacktszenen einbrachten.

Hildegard Knef, eine Ikone des Films und Gesangs, von ihrem deutschen Publikum gleichermaßen geliebt und gehasst, hat stets eines getan: Sie ist immer ihren eigenen Weg gegangen, selbst wenn sie sich dabei auch einmal selbst verloren hat. Und der hat sie nach Hollywood und wieder zurück geführt, daneben oft auch in die Arme der falschen Männer. Inmitten des zerbombten Berlins baute sie ihre Schauspiel- und zuletzt ihre Gesangskarriere auf, immer im Kampf gegen ihren Ruf der Verruchtheit, den ihr neben ihrem selbst bestimmten Lebensstil auch filmische Nacktszenen einbrachten.

Kritik zu Hilde

Biopic über die Knef als sanfte Sünderin, die vieles erreichte und alles durchlebte. Für Heike Makatsch sollte es nach dieser Performance rote Rosen regnen.

Flughafen Berlin Tempelhof an einem Frühlingstag 1966: "Hilde ist zurück" schallt es, Fotografen balgen um die Plätze und dann kommt sie die Gangway hinunter, eine Kultfigur, ein Phänomen. Sie stellt auf der Gangway kokett einen Fuß vor den anderen und nimmt die Meute mit einem Fingerschnipsen in Sekundenschnelle für sich ein. Ein Star, ein deutscher Star. Die Rückkehr nach Berlin ist auch eine Rückkehr an den Ort der Erfolge und Misserfolge, den Ort bitterster Niederlagen und wird zum Triumph, reisst sie doch in der altehrwürdigen Berliner Philharmonie 2000 Zuhörer von den Sitzen. Während Sie in den Kulissen auf ihren Auftritt wartet, folgt die Rückblende auf ein Leben mit Höhen und Tiefen zwischen Himmel und Hölle, den falschen und richtigen Männern. Die Knef schaffte es aus einfachen Verhältnissen als "deutsches Mädel in Reinkultur" wie Joseph Goebbels sie nannte, auf die Ufa-Schauspielschule, doch die Kriegswirren machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Erst nach 1945 ging es wieder aufwärts, als Hauptdarstellerin im ersten deutschen Nachkriegsfilm, Wolfgang Staudtes "Die Mörder sind unter uns" von 1946, wird sie zum neuen Gesicht des deutschen Films, es folgt die Hochzeit mit Besatzungsoffizier Kurt Hirsch, Langeweile im (klischeehaft dargestellten) Hollywood als Vertragsschauspielerin von Produzent David O. Selznick, der tiefe Fall als Prostituierte in "Die Sünderin", dem deutschen Skandalfilm von 1951 mit sekundenschnellen Nacktaufnahmen, der die Volksseele aufwühlte und die Knef zur Persona non Grata machte. In der Heimat verschmäht und verachtet, gelingt ihr der Durchbruch am Broadway. Ein neuer Mann an ihrer Seite gibt neue Kraft für eine neue Karriere in Deutschland - als Sängerin.

Heike Makatsch spielt diese "Hilde" zwischen Widerborstigkeit und Hingabe so intensiv, als wäre sie in die Haut des Originals geschlüpft, singt nach fast einem Jahr Gesangstraining die bekannten Lieder, seelischer Gänsehauteffekt inklusive. "Mit sechzehn sagte ich still, ich will, will alles, oder nichts", mit einer Stimme wie ein Reibeisen verzauberte Knef die Menge, dunkel und weich, scharf und schmeichelnd. Eine Frau mit Ecken und Kanten und einem unbändigen Willen, eine in sich zerrissene Persönlichkeit - nach außen stark, innen verletzlich. Sich an diesen Mythos heranzutrauen, dazu gehört eine Portion Mut oder Chuzpe. Kai Wessel hat sich jedenfalls getraut. Das Resultat kann sich im besten Sinne des Wortes sehen lassen. Kostümdesignerin Lucie Bates lässt die 40er, 50er und 60er Jahre stilecht wieder aufleben, Hagen Bogdanski taucht das Biopic in verführerisches Licht und Heike Makatsch als Diva mit dicken schwarzen falschen Wimpern interpretiert die Knef mit beängstigender Authentizität und gleichzeitig mit dem ihr eigenen Touch. Die vielseitige Künstlerin ist mehr als gut, weniger gut dagegen das etwas mechanische und hastige Abhaken von Lebensstationen. Erst in der letzten halben Stunde ahnt man, welche Energie in diesem Kraftpaket von Frau schlummerte und beginnt sie zu lieben. Auch wenn die von Erich Pommer gestellte Frage "Wer ist Hildegard Knef" weiterhin offen bleibt. mk.

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Info

Plakat des Films: Hilde
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.03.2009

Deutschland 2009

Länge: 2 h 17 min

Genre: Drama

Originaltitel: Hilde

Regie: Kai Wessel

Drehbuch: Maria Heland

Produktion: Judy Tossell, Jens Meurer

Kostüme: Lucie Bates

Kamera: Hagen Bogdanski

Schnitt: Tina Freitag

Ausstattung: Thomas Freudenthal