Sophie hat Krebs, doch will sich nicht damit auseinandersetzen. Stattdessen stürzt sie sich, bewaffnet mit verschiedenen Perücken, ins Partyleben.

Kinostart: 28.03.2013

Lisa Tomaschewsky

Lisa Tomaschewsky
als Sophie

Karoline Teska

Karoline Teska
als Annabel

David Rott

David Rott
als Rob

Peter Prager
als Vater Wolfgang

Maike Bollow
als Mutter Inge

Alice Dwyer
als Schwester Saskia

Alexander Held
als Arzt Dr. Leonard

Sebastian Bezzel
als Dozent

Jasmin Gerat
als Chantal

Daniel Zillmann
als Pfleger Bastian

Katrin Pollitt
als Krankenschwester Pauke

Bernhard Castell

Handlung

Architekturstudentin Sophie, 21 Jahre alt, genießt das Leben in vollen Zügen, als bei ihr ein inoperabler Krebs diagnostiziert wird. Im Krankenhaus muss sie sich einer langwierigen Chemotherapie unterziehen. Ausgang ungewiss. Doch Sophie gibt nicht auf. Neun Perücken werden zu ihrem neuen Lebenselixier: Mal trotzig selbstbewusst, mal romantisch verspielt oder kühl erotisch - je nach Haarfarbe und Frisur kommt ein anderes Stück Sophie zum Vorschein. Mal himmelhoch jauchzend, dann wieder zu Tode betrübt.

Architekturstudentin Sophie, 21 Jahre alt, genießt das Leben in vollen Zügen, als bei ihr ein inoperabler Krebs diagnostiziert wird. Im Krankenhaus muss sie sich einer langwierigen Chemotherapie unterziehen. Ausgang ungewiss. Doch Sophie gibt nicht auf. Neun Perücken werden zu ihrem neuen Lebenselixier: Mal trotzig selbstbewusst, mal romantisch verspielt oder kühl erotisch - je nach Haarfarbe und Frisur kommt ein anderes Stück Sophie zum Vorschein. Mal himmelhoch jauchzend, dann wieder zu Tode betrübt.

Anstatt sich von ihrer Krebserkrankung kleinkriegen zu lassen, stürzt sich eine 21-Jährige ins pralle Leben. Bewegende Dramödie nach dem autobiografischen Roman von Sophie van der Stap über eine krebskranke junge Frau.

Kritik

Anrührende Tragikomödie nach dem autobiografischen Roman von Sophie van der Stap über eine Krebskranke, die dem Tod entschlossen den Mittelfinger zeigt.

Zwei junge Frauen feiern ausgelassen in Amsterdam Silvester: Sophie (Lisa Tomaschewsky) und ihre beste Freundin und Studienkollegin Annabel (Karoline Teska). Hochprozentige Drinks, Tanzen, Flirten, Sex... Das Leben ist schön, die Zukunft scheint rosig. Doch Lisa fühlt sich nicht wirklich wohl. Zurück in ihrer Heimatstadt Hamburg geht sie zum Arzt. Die Diagnose ist erschütternd: Krebs. Inoperabel.

Der vielseitige Marc Rothemund, den stets ein gutes Gespür für seine Figuren auszeichnet, hat mit "Heute bin ich blond" den gleichnamigen autobiographischen Bestseller der Niederländerin Sophie van der Stap verfilmt. Eine schwierige Gratwanderung zwischen Drama und Komödie, eine authentische, mit leichter Hand erzählte Geschichte einer Frau, die nicht aufgibt und einfach weiterleben will.

Neun Perücken werden zu ihrem Lebenselixier: Romantisch verspielt, kühl erotisch oder mutig wild, je nach Haarfarbe und Frisur kommt eine andere Sophie zum Vorschein.

Zwischen Klinik, Elternhaus und Szenelokalen pendelt der Film. Mal ist Sophie himmelhoch jauchzend, dann wieder zu Tode betrübt. Die Eltern (Peter Prager und Maike Bollow) kümmern sich aufopferungsvoll um die Tochter, der behandelnde Arzt (Alexander Held) begegnet ihr mit Strenge und Verständnis, der gutaussehende Fotograf Rob (David Rott) erweist sich bald als mehr als nur ein guter Freund.

Obwohl das Happy End außer Frage steht, weiß Rothemund die Spannung hoch zu halten. Fortschritte und Rückschläge der Chemotherapie thematisiert er und zeichnet ein differenziertes Bild vom wechselvollen (Seelen-)Leben seiner Protagonistin, die Neuentdeckung Tomaschewsky schmerzlich perfekt verkörpert. Die Hilflosigkeit von Lisas Umwelt fängt er ein, den der Routine verpflichteten Krankenhausalltag und zeigt gleichzeitig an Sophies Mitpatientin Chantal (Jasmin Gerat) die Grenzen der Medizin auf.

Dabei bleibt der Ton optimistisch. Frisch, der Wirklichkeit verpflichtet ist die Sprache, stimmig Katharina Eyssens Drehbuch. Gewohnt souverän leuchtet Kameramann Martin Langer die stylischen, gut gewählten und pittoresken Schauplätze aus, der Score von Mousse T. passt immer zur Stimmung und die Schauspieler füllen ihre Parts allesamt glaubwürdig aus. Eine Ode ans Leben, witzig, ernst, klug und unterhaltsam. geh.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 28.03.2013

Belgien/Deutschland 2013

Länge: 1 h 57 min

Genre: Drama

Originaltitel: Heute bin ich blond

Regie: Marc Rothemund

Drehbuch: Katharina Eyssen

Musik: Johan Hoogewijs,

Produktion: Andreas Bareiss, Sven Burgemeister

Kostüme: Silke Sommer

Kamera: Martin Langer

Schnitt: Simon Gstöttmayr

Website: http://www.heute-bin-ich-blond.de/