Fantasy-Action-Abenteuer nach dem populären Comic um einen in der Hölle geborenen Helden, der seine zerstörerischen Kräfte zur Rettung der Menschheit einsetzt.

Kinostart: 16.09.2004

Ron Perlman

Ron Perlman
als Hellboy

John Hurt

John Hurt
als Trevor "Broom" Bruttenholm

Selma Blair

Selma Blair
als Liz Sherman

Jeffrey Tambor
als Tom Manning

Karel Roden
als Grigori Rasputin

Rupert Evans
als John Myers

Doug Jones
als Abe Sapien

Corey Johnson
als Agent Clay

Brian Steele
als Sammael

Angus MacInnes
als Sgt. Whitman

Ladislaw Beran
als Kroenen

Biddy Hodson
als Ilsa

Kevin Trainor
als Junger Broom

Brian Caspe
als Agent Lime

James Babson
als Agent Moss

Stephen Fisher
als Agent Quarry

Garth Cooper
als Agent Stone

Jim Howick
als Cpl. Matlin

Handlung

Als im Jahr 1944 grimmige Nazis unter tatkräftiger Mithilfe des russischen Kultführers Rasputin ein Tor in die dunkle Gegenwelt öffnen und dabei erst fünf Sekunden nach Zwölf von den Alliierten gestoppt werden, hat immerhin der Babyteufel Hellboy Zeit genug, ins Hier und Jetzt zu purzeln. Dort päppelt ihn der nette Professor Bruttenholm (John Hurt) hingebungsvoll auf. Als die Bösewichte von damals ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, sind Hellboy (Ron Perlman) und seine ebenfalls übernatürlichen Kollegen Sapien (Doug Jones) und Liz (Selma Blair) bald die letzte Hoffnung für die Menschheit.

Basierend auf dem gleichnamigen Dark Horse Comic und flankiert von 60 Mio. Dollar Budget lässt Comic-Spezialist Guillermo Del Toro ("Blade II") den Helden aus der Hölle von der Leine.

Wutrot ist der Held Hellboy, der in den Flammen der Hölle geboren und mit einem heidnischen Ritual an die Erdoberfläche und zur Welt gebracht wurde. Von seinem Mentor, dem gütigen Dr. Broom, gerettet, wächst Hellboy in dessen Büro für paranormale Forschung und Verteidigung auf und trifft dort auf Kollegen wie "Mer-Man" Abe Sapien, Liz Sherman, in die er sich verliebt, und seinen Konkurrenten, den FBI-Agenten Myers. Gemeinsam bemühen sie sich um die Entwicklung und Beherrschung ihrer zerstörerischen Kräfte zu heilsbringenden und menschenrettenden Fähigkeiten.

Im Zweiten Weltkrieg kam Hellboy auf die Erde, als der Magier Rasputin eine Schleuse zur Unterwelt öffnete. Wider Erwarten reifte die Höllenbrut jedoch nicht zur Ausgeburt des Bösen, sondern wuchs zu einem gutmütigen Helden heran, der nun als Erwachsener gegen das omnipräsente Übel antritt. Als ein Untier in einem Museum ein Blutbad anrichtet, rückt Hellboy zu dessen Beseitigung an und entdeckt schnell, wer das Monster rief: Rasputin, der gar nicht tote Zauberer, der endlich die Weltherrschaft der Finsternis antreten will.

Kritik

"Ein Film für Geeks von Geeks gemacht". So beschreibt Regisseur und Drehbuchautor Guillermo del Toro ("Mimic", "Blade II") seine feurig-passionierte Leinwandadaption des Dark-Horse-Comics "Hellboy". Der für stilvolles Flair bekannte Mexikaner hat dabei eine höllisch unterhaltsame Horrorkomödie ausgebrütet, deren Spezialeffekt-reiche Action, übernatürliches Abenteuer und augenzwinkender Humor eine Mischung aus "X-Men", "Indiana Jones" und "Men in Black" suggerieren. "Hellboy" befindet sich somit also in einer A-Liga von außergewöhnlichen Gentleman, was sich auch an den europäischen Kinokassen damönisch gut bemerkbar machen sollte.

Über sechs Jahre war del Toro damit beschäftigt, seine Vision der populären Graphic Novel von Mike Mignola zu realisieren. Von Anfang an schwebte ihm der wuchtige Schauspieler Ron Perlman, mit dem er bereits 1993 bei "Cronos" zusammen gearbeitet hatte, in der Titelrolle vor. Studiobosse hatten zunächst Vin Diesel oder Dwayne "The Rock" Johnson im Sinn, doch glücklicherweise blieb es bei der ersten Wahl des Regisseurs. Denn Perlman erweist sich als perfekte Besetzung für die Rolle des sympathisch-sarkastischen Satansbraten, der im Dienst der Menschheit gegen die Armeen der Finsternis kämpft. Ausgangspunkt ist ein im Jahr 1944 angesiedelter Prolog, bei dem ein Gruppe von Nazis mit Hilfe des wieder auferstandenen russischen Mönchs Rasputin ein mystisches Portal in den Weltraum öffnet, um sieben Chaos-Gottheiten zur Erde zu bringen. Sie werden unterbrochen, nachdem sich lediglich ein kleiner roter Teufel manifestieren konnte. Dieser wird dem Professor Buttenheim (John Hurt) in seinem Institut für paranormale Forschung und Verteidigung groß gezogen. Sprung in die Gegenwart: Der trefflich getaufte Hellboy hat sich zu einem muskulösen Monsterteufel entwickelt, der eine Vorliebe für Bier, Zigarren, Katzen, Schokoriegel und die pyrokinetisch veranlagte Liz Sherman (Selma Blair trägt mit ihrer Rolle mit am stärksten zum "X-Men"-Vibe bei) hat. Um ihr zu gefallen und "menschlicher" zu wirken, schleift er sich seine Teufelshörner ab, denn trotz einer deformierten steinernen Hand hat Hellboy ein weiches Herz. Allerdings ist dies ausschließlich für seine Freunde reserviert. Die Nazi-Bösewichte (fast identisch mit den Feindfiguren in "Bulletproof Monk") und die von ihnen losgelassenen Höllenhunde bekommen seine ungezügelte Kampfkraft zu spüren. Bis zum großen Showdown mit der Mutter aller Blob-Monster betreibt del Toro, der auch für die ebenso einfallsreiche wie atmosphärische Kameraarbeit zuständig ist, amüsante Charakterzeichnung. Zu den weiteren Figuren gehört nämlich auch der reinherzige Agent John Myers (Rupert Evans), auf den Hellboy eifersüchtig ist, da er glaubt, er würde Liz gefallen. Bei der Bekämpfung der Höllenbrut ist zudem der Fischmann Abe Sapiens behilflich, und für Reibung ist zusätzlich der steife FBI-Boss in Gestalt von Jeffrey Tambor zuständig.

Die bisweilen mangelnde Kontinuität und eine gewisse Überlänge wird nicht nur durch die aufwändigen Sets und Spezialeffekte, sondern vor allem durch die gewinnend humorvolle Persönlichkeit des Titelhelden weitgehend außer Gefecht gesetzt. ara.

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Info

Plakat des Films: Hellboy
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 16.09.2004

USA 2004

Länge: 2 h 2 min

Genre: Action

Originaltitel: Hellboy

Regie: Guillermo Del Toro

Drehbuch: Guillermo Del Toro, Peter Briggs

Musik: Marco Beltrami

Produktion: Lawrence Gordon, Mike Richardson, Lloyd Levin

Kostüme: Wendy Partridge

Kamera: Guillermo Navarro

Schnitt: Peter Amundson

Ausstattung: Stephen Scott, Simon Lamont

Website: http://www.hellboy-derfilm.de/

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