Ein junges Paar findet trotz Schicksalsschlägen und Enttäuschungen wieder zueinander - eine Geschichte, die mal nicht in der Welt der Schönen und Erfolgreichen spielt, sondern im ganz normalen Leben.

Kinostart: nicht bekannt

Wotan Wilke Möhring

Wotan Wilke Möhring
als Karl Hansen

Mina Tander

Mina Tander
als Kitty Pawelek

Kai Ivo Baulitz
als Thorsten Minkwitz

Antoine Monot, Jr.
als Rainer

Rainer Sellien
als Christian

Michael Kind
als Herbert Sandmann

Ernst-Georg Schwill
als Hans Hansen

Sabine Urig
als Rita

Katharina Wackernagel
als Elfi

Brigitte Janner
als Heide Pawelek

Ulli Lothmanns
als Herr Pelaske

Günter Schubert
als Albert Pawelek

Julia Richter
als Tessa

Karl Kranzkowski
als Herr Minkwitz

Roeland Wiesnekker
als Bj

Katharina Blaschke
als Frau Minkwitz

Eva Brumby
als Grete Gohsmann

Antonia Holfelder
als Sylvia

Alexandra Max
als Tessas Tochter

Nico Martens
als Tessas Sohn

Die Handlung von Hat er Arbeit?

Die Schiffswerft in Boizenburg ist Arbeitsplatz für den Schweißer Karl und dessen Freunde und Verwandte. Gerüchte über finanzielle Schwierigkeiten des Traditionsunternehmens machen zwar die Runde, lassen die jungen Leute jedoch zunächst kalt. Doch die Auswirkungen der Werftenkrise machen sich zunehmend in ihrem Leben bemerkbar. Der Schwager von Karls Freundin Kitty wird arbeitslos und nimmt sich schließlich das Leben. Wenig später hält auch Karl seine Kündigung in den Händen. Nach einem Frust-Besäufnis mit den Werft-Kollegen betrügt er Kitty mit einer anderen Frau. Die große Liebe scheint am Ende.

Kritik zu Hat er Arbeit?

Kai Wessels Film, der bereits im vergangenen Jahr beim Filmfest München mit dem VFF TV Movie Award ausgezeichnet wurde, besticht durch seine betont unspektakuläre, aber sehr einfühlsame Erzählweise.

Die an einer realen Begebenheit orientierte Geschichte - 1997 wurde die Elbwerft im mecklenburg-vorpommerischen Boizenburg geschlossen - zeichnen Regisseur und Drehbuchautorin Beate Langmaack in einem kurzweiligen 90-Minüter nach. Das junge Schauspielerensemble - allen voran Wotan Wilke Möhring und Mina Tander in den Rollen des im Mittelpunkt stehenden Liebespaares - wirkt jederzeit glaubwürdig und agiert ohne übertriebenes Pathos. Analog zum rauen, aber herzlichen Umgang, den Karl und seine Kollegen miteinander pflegen, leistet sich auch der Film keinen Platz für falsche Sentimentalität. Trotz der ernsten Thematik und der zum Teil bedrückenden Ereignisse geht der feine Sinn für lakonischen Humor in "Hat er Arbeit?" nie verloren. Wessel erliegt jedoch nie der Versuchung, sich über seine Charaktere und deren Lebensumstände lustig zu machen. In den besten Momenten reicht sein Film damit mühelos an Tragikomödien aus dem britischen Arbeitermilieu à la "Ganz oder gar nicht" oder "Brassed off" heran - ohne diese jedoch zu kopieren. Womit letztlich wiederum der Beweis erbracht wäre, dass spannende und unterhaltende Erzählstoffe in Deutschland auch abseits der Welt der "Schönen und Reichen" zu finden sind. jl.

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Info

Plakat des Films: Hat er Arbeit?

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2001

Genre: Drama

Originaltitel: Hat er Arbeit?

Regie: Kai Wessel

Drehbuch: Beate Langmaack

Musik: Ralf Wienrich

Produktion: Nathalie Scriba, Heike Richter-Karst

Kostüme: Susanne Witt

Kamera: Holly Fink

Schnitt: Tina Freitag

Ausstattung: Monika Nix