Verfilmung des fünften "Harry Potter"-Romans von J.K. Rowling, in dem sich Harry und seine Freunde auf die Seite des Orden des Phoenix schlagen, um ein Wiedererstarken von Lord Voldemoort zu unterbinden.

Kinostart: 12.07.2007

Daniel Radcliffe

Daniel Radcliffe
als Harry Potter

Emma Watson

Emma Watson
als Hermine Granger

Rupert Grint

Rupert Grint
als Ron Weasley

Helena Bonham Carter
als Bellatrix Lestrange

Robbie Coltrane
als Rubeus Hagrid

Warwick Davis
als Professor Filius Flitwick

Ralph Fiennes
als Lord Voldemort

Michael Gambon
als Albus Dumbledore

Brendan Gleeson
als Mad-Eye Moody

Richard Griffiths
als Vernon Dursley

Jason Isaacs
als Lucius Malfoy

Gary Oldman
als Sirius Black

Alan Rickman
als Severus Snape

Fiona Shaw
als Petunia Dursley

Maggie Smith
als Minerva McGonagall

Imelda Staunton
als Dolores Umbridge

David Thewlis
als Remus Lupin

Emma Thompson
als Sybill Trelawney

Julie Walters
als Mrs. Weasley

Robert Hardy
als Cornelius Fudge

David Bradley
als Angus Filch

Mark Williams
als Arthur Weasley

Tom Felton
als Draco Malfoy

Matthew Lewis
als Neville Longbottom

Evanna Lynch
als Luna Lovegood

Katie Leung
als Cho Chang

Harry Melling
als Dudley Dursley

Handlung

Seit Harry Potter (Daniel Radcliffe) Zeuge von Lord Voldemorts (Ralph Fiennes) Auferstehung wurde, leugnet das Zaubereiministerium diese Tatsache. Minister Fudge setzt die sadistische Professorin Umbridge (Imelda Staunton) als Spionin in Hogwarts ein - ausgerechnet im so wichtigen Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste. Um sich dennoch auf den Angriff des dunklen Lords und seiner Schergen vorzubereiten, gründen Harry, Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) "Dumbledores Armee".

In Buch fünf der Zauberer-Saga verdüstert sich das Bild nachhaltig, wofür David Yates bürgt. Der inzwischen 15-jährige Magierspross muss nicht nur Finsterling Voldemorts Rache fürchten, sondern leidet auch unter Machtmissbrauch und Totalitarismus.

Obwohl Harry Potter mit dabei war, wie Lord Voldemoort wieder auferstand, will das Zauber-Ministerium Harry Potter und Hogwarts-Direktor Dumbledore keinen Glauben schenken und unternimmt alles, sie zu diskreditieren. In Hogwarts macht die vom Ministerium geschickte Dolores Umbridge den Schülern das Leben schwer. Doch Harry will nicht untätig bleiben und ruft eine geheime Truppe ins Leben, die sich auf mögliche Angriffe Voldemoorts und seiner Schergen vorbereitet - keine Sekunde zu früh.

Obwohl Harry Potter mit dabei war, wie Lord Voldemort wieder auferstand, will das Zauber-Ministerium ihm und Hogwarts-Direktor Dumbledore keinen Glauben schenken und unternimmt alles, sie zu diskreditieren. In Hogwarts macht die vom Ministerium geschickte Dolores Umbridge den Schülern das Leben schwer und hat es vor allem auf Harry abgesehen. Der will dennoch nicht untätig bleiben und ruft eine geheime Truppe ins Leben, die sich auf mögliche Angriffe Voldemorts und seiner Schergen vorbereitet - keine Sekunde zu früh.

Kritik

David Yates zeigt in seinem "Harry Potter"-Debüt einen gereiften und auch nachdenklicheren Zauberlehrling. Der routinierten Verfilmung steht lediglich die Dimension der Buchvorlage im Weg.

Harry Potter-Darsteller Daniel Radcliffe sorgte bereits im Vorfeld für einige Aufregung, als er mehr un- als bekleidet in einem englischen Theaterstück auftrat. Dass sich aber nicht nur der Schauspieler, sondern auch sein berühmtester Charakter vom "Kleinen Jungen"-Klischee entfernt hat, beweist er im neuesten, dem fünften Teil der Zauberlehrlings-Saga. Von Anfang an liegt eine düstere Atmosphäre über der Geschichte, die sich nicht nur optisch in einem schön irrealen licht- und farblosen Grau äußert (Kamera: Slawomir Idziak). Auch innerlich scheint bei Harry Potter nicht unbedingt die Sonne: Der Tod seines Freundes Cedric Diggory und der Angriff von Lord Voldemort (Ralph Fiennes) aus dem letzten Teil stecken ihm noch sichtlich in den Knochen. Hinzu kommt, dass ihm niemand Glauben schenken mag, was die Rückkehr des dunklen Lords angeht. Wie der antiken Kassandra schlagen ihm vielmehr Missmut und Spott entgegen. Nur auf seine Freunde Ron und Hermine, sowie den Hogwarts-Direktor Dumbledore (Michael Gambon) ist wie immer Verlass. Und so kämpft Potter mit seiner Privatarmee nicht nur gegen Voldemort, sondern gleich gegen die Autorität per se, verkörpert durch die herrlich schrille Dolores Umbridge (überzeugender Neuzugang Imelda Staunton).

Regisseur David Yates, der sich zuvor hauptsächlich in England als Fernsehregisseur einen Namen machte, fängt die neue Aura gekonnt ein und liefert seinen überzeugenden Einstieg in die "Harry Potter"-Reihe, die er mit "Harry Potter und der Halbblutprinz" fortsetzen wird. Lediglich das überfrachtete Drehbuch kommt seinem Erzählfluss in die Quere. Leider werden zu viele Nebenschauplätze und -figuren angeschnitten, die im Verlauf der Geschichte wieder verschwinden. Dabei hätten sie genug Potenzial für eine tiefere Charakterisierung gehabt. Vor allem zu dem Troll-ähnlichen Riesenbaby Grawp, den Zentauren und der wunderbar schrägen Bellatrix Lestrange, mit der Helena Bonham Carter ihrem Oeuvre eine weitere verkorkste Existenz hinzufügt, hätte man sich noch weitere Szenen und Erläuterungen gewünscht. So gleicht die Struktur des Films streckenweise einem Abhaken der einzelnen Figuren. Selbst der titelgebende Orden erscheint etwas unmotiviert eingefügt. Schuld daran hat nicht zuletzt die über tausendseitige Buchvorlage, die den bisher dicksten Band der Reihe darstellt. Hier wäre vielleicht weniger das sprichwörtliche Mehr gewesen. Fans der Reihe dürfte dies allerdings nicht abschrecken. Kennen sie ohnehin die Geschichten und deren Hintergründe auswendig, freuen sie sich über ein effektreiches und spannendes Wiedersehen mit bekannten Figuren. Und alleine den ersten Kuss ihres Helden auf der großen Leinwand mit eigenen Augen zu sehen, dürfte für sie Grund genug sein, ein Ticket zu lösen. Da aber auch die Fans in den letzten Jahren gereift sind, versprechen die neuen (Un-)Tiefen im Seelenzustand des Hauptcharakters - so bekommt Harry Potters perfektes Bild seines toten Vaters interessante Risse - die Spannung über den fünften Teil hinaus zu halten, wobei sich die Erkenntnis verstärkt, dass Alan Rickmans Severus Snape die mit Abstand eindringlichste und reizvollste Figur im Potter-Universum ist. Beim nächsten Mal bitte wieder mehr von ihm! mahe.

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Info

Plakat des Films: Harry Potter und der Orden des Phönix
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.07.2007

Großbritannien/USA 2007

Länge: 2 h 18 min

Genre: Action

Originaltitel: Harry Potter and the Order of the Phoenix

Regie: David Yates

Drehbuch: Michael Goldenberg

Musik: Nicholas Hooper

Produktion: David Heyman, David Barron

Kostüme: Jany Temime

Kamera: Slawomir Idziak

Effekte: Tim Burke

Schnitt: Mark Day

Ausstattung: Stuart Craig

Website: http://www.harrypotterundderordendesphoenix.de

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