Spektakulärer Actionfilm, der komplett aus der Ich-Perspektive seines Helden, eines Supersoldaten ohne Gedächtnis, gedreht ist.

Kinostart: 14.04.2016

Sharlto Copley

Sharlto Copley
als Jimmy

Danila Kozlowskj
als Akan

Haley Bennett

Haley Bennett
als Estelle

Tim Roth
als Henrys Vater

Andrey Dementiev
als Slick Dmitry

Dasha Charusha
als Katya

Will Stewart
als Robbie

Swetlana Ustinowa
als Olga

Ilya Naishuller
als Timothy

Die Handlung von Hardcore Henry

Henry ist eigentlich tot, wird von seiner Frau, einer Ärztin und Wissenschaftlerin, aber zurück ins Leben geholt. Dabei ersetzt sie ihm auch einige seiner lädierten Extremitäten durch Hightecht-Prothesen. Das Problem: Henry kann sich an nichts erinnern. Doch damit noch nicht genug. Henrys Frau wird entführt und auf ihn fortan Jagd gemacht. Er rennt durch ein ihm fremdes Moskau, verfolgt von allen. Nur ein britischer Soldat scheint auf der Seite von Henry zu sein. Das besondere daran: Du bist Henry!

Kritik zu Hardcore Henry

Ein Egoshooter als Actionfilm, der energetisch durch Moskau und blutig durch Söldnerscharen pflügt.

Der russische Actionmogul Timur Bekmambetow ("Wanted") und sein Regie-Debütant Ilya Naishuller nehmen für sich in Anspruch, den ersten Actionthriller komplett aus der Ich-Perspektive zu veranstalten, eine irre, wilde Hatz durch ein futuristisch angehauchtes Moskau. Auf technisch höchstem Niveau aus einer am Körper befestigten GoPro-Kamera gefilmt, mitunter arg verwackelt, entspinnt sich eine Jagd durch die City im Kugelhagel. Hervorgegangen ist die zynisch-komische Raserei aus Naishullers Musikvideo seiner Punkband Biting Elbows, was zum Teil erklärt, dass er nur ein furioses Szenario schildert mit dem Credo: Action is character.

Der ungebremste Gewalt- und Schusswaffen-Overkill weist Ähnlichkeiten zu den beiden "Crank"-Filmen auf, was Mentalität und den comichaften Ton betrifft, der ihn wie eine räudige B-Version von "Deadpool" verkauft. Zu Beginn schraubt Ingenieurin Estelle (Haley Bennett aus "The Equalizer") den Protagonisten Henry gerade Stück für Stück zusammen - er ist ein zum Leben wiedererweckter Cyborg, dem Erinnerungen und Sprachmodul fehlen. Auf der Flucht vor dem telekinetisch begabten Fiesling Akan (in Russland ein Star: Danila Kozlovsky), der Estelle entführt, steht ihm Mad Scientist Jimmy (Sharlto Copley genießt seine zwielichtigen Auftritte) in Form diverser Klone in kuriosen Kampfmonturen zur Seite.

Zwischendurch darf Tim Roth Henry kurz beschimpfen, aber das Gameplay kennt kaum Pausen und geht, angetrieben vom variablen Soundtrack von Rock bis Electro, in die Vollen, was sich in deftigem Akkord-Töten und zahmeren Bordellbesuchen niederschlägt. Emotional bleibt das Meiste auf der Strecke, dennoch wird dieser hardboiled Cyberpunk nicht nur Fanboys, sondern auch Aufgeschlossene und Experimentalisten anlocken.

tk.

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Info

  • FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe

FSK: ab 18

Kinostart: 14.04.2016

Russland/USA 2015

Länge: 1 h 36 min

Genre: Action

Originaltitel: Hardcore Henry

Regie: Ilya Naishuller

Drehbuch: Ilya Naishuller

Musik: Dasha Charusha

Produktion: Timur Bekmambetow, Ilya Naishuller

Kamera: Seva Kaptur, Fedor Lyass, Pavel Kapinos

Schnitt: Steve Mirkovich

Ausstattung: Margarita Ablaeva