Und täglich grüßt das Murmeltier: Spannender Horror-Thriller um eine US-Studentin, die den Tag ihrer Ermordung immer wieder durchlebt.

Kinostart: 16.11.2017

Jessica Rothe
als Tree Gelbmann

Israel Broussard

Israel Broussard
als Carter Davis

Ruby Modine
als Lori Spengler

Die Handlung von Happy Deathday

Was ist schlimmer, als seinen Geburtstag mies zu beginnen und am Ende umgebracht zu werden? Diesen Tag immer und immer wieder erleben zu müssen!

Das passiert Tree (Jessica Rothe). Die Studentin ist selbstbewusst, hip und attraktiv, und das weiß sie auch. Ein echtes all american girl eben! Nach der feuchtfröhlichen Feier in ihren Geburtstag hinein wacht sie am Morgen mit einem Kater auf, und das auch noch im Bett von Kommilitone Carter.

Doch während sich Tree durch einen absonderlichen und anstrengenden Tag kämpft und meint, Kopfweh, Übelkeit und die abfälligen Bemerkungen ihrer Verbindungsschwestern über den One-Night-Stand wären das Schlimmste, was ihr heute blüht, könnte sie falscher nicht liegen.

Ihr lauert nämlich ein Maskierter auf, und während Tree noch an einen Scherz glaubt, ersticht dieser sie einfach! Damit allerdings fängt der Horror für Tree erst an. Denn kurze Zeit später wacht sie wieder auf – und zwar wieder im Bett von Carter. Ihr Geburtstag beginnt von neuem. Auch der Mörder lauert bereits wieder auf Tree und – soviel darf man verraten – er wird das noch verdammt oft tun!

Wenn Christopher Landon, der Regisseur von „Paranormal Activity: Die Gezeichneten“, mit Jason Blum zusammenarbeitet, dem Produzenten von „Insidious“, „Split“ und „Sinister“, weiß der geneigte Horrorfan, was die Stunde geschlagen hat: Suspense und Nervenkitzel vom allerfeinsten. Allerdings haben die Filmemacher einen originellen und einfallsreichen Kniff in petto, der ihren Schocker zu einem wirklich herausragenden Genre-Abenteuer macht: Das Zeitschleifen-Thema à la „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Auch dank Hauptdarstellerin Jessica Rothe, bekannt aus dem Oscar-Abräumer „La La Land“, die weit mehr einbringt, als nur die fesche Scream Queen zu sein. Sie verleiht dem wendungsreichen Plot echten Drive und bringt das Publikum durchaus auch zum Lachen – bis dann der nächste Schockmoment umso härter einschlägt!

Kritik zu Happy Deathday

Origineller Schocker aus dem Hause Blumhouse, in dem eine Studentin ihren Todestag immer wieder erleben muss.

Live. Die. Repeat. Das Diktum von "Edge of Tomorrow" lässt sich eins zu eins übertragen auf den nach "Split" und "Get Out" dritten Filmhit der umtriebigen Billigfilmschmiede Blumhouse in diesem Jahr, nur dass hier nicht Tom Cruise in der Zukunft beim Kampf gegen Aliens wiederholt seinen Todestag neu erleben muss: In dem neuen Film von "Paranormal Activity: Die Gezeichneten"-Macher Christopher Landon ist es eine attraktive Studentin, die ihren Geburtstag 16 mal feiern muss, nur um am Ende immer wieder demselben Killer in einer auffälligen Schweinsmaske zum Opfer zu fallen.

Ein High-Concept-Slasherfilm also, den man sich ungefähr so vorstellen muss, dass die längst legendäre Anfangssequenz von "Scream - Schrei" mit dem Tod von Drew Barrymore eben nicht vorbei ist, sondern im Stil von "Und täglich grüßt das Murmeltier" - vor dem sich "Happy Death Day" in der allerletzten Szene ganz explizit verneigt - im Moment des Todes wieder zum Anfang des Tages zurückspringt - ein Wes-Craven-Film auf Endlosrepeat, als hätte sich Kevin Williamson die Grundidee von "Memento" für eines seiner typisch Teenager-nahen Szenarien verwendet. Der Clou dabei ist, dass sich die Protagonistin, ein kesses Mädchen namens Tree, stets an die Ereignisse erinnert, die zu ihrem unausweichlichen Tod führen, ihre Umwelt den Tag allerdings jeweils komplett neu erlebt. Tree hat also Zeit, sich ihrer Situation klar zu werden und dann mit den Nachforschungen zu beginnen, wer ihr denn nach dem Leben trachtet.

Bis sie realisiert, dass sich die Übung nicht endlos wiederholen lässt und sie mit jedem Mal ein bisschen mehr geschwächt ist. Dabei schlägt die Handlung munter wilde Haken: Jeder neue Tage hält neue Überraschungen bereit, mal wird der Horror betont, dann wieder der Humor, während die Spannungsschraube langsam angezogen bis zum Showdown angezogen wird, obwohl auch damit nicht das Ende des Todestanzes erreicht ist. Dass der Film so gut funktioniert, liegt nicht nur am immensen Einfallsreichtum der Erzählung, sondern auch an der Protagonistin: Jessica Rothe, die man in "La La Land" in einer kleinen Nebenrolle sehen konnte und vom Typ her an Blake Lively erinnert, ist in buchstäblich jeder Szenen zu sehen: Sie trägt die Handlung, geht mit ihrer Figur durch sämtliche erdenklichen Gefühlsfärbungen von himmelhoch jauchzend bis zum Tode betrübt und empfiehlt sich für Größeres, wie das einst Neve Campbell in "Scream" oder Katie Holmes mit "Tötet Mrs. Tingle" gelungen war. ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 16.11.2017

USA 2017

Länge: 1 h 37 min

Genre: Horror

Originaltitel: Happy Deathday

Regie: Christopher Landon

Drehbuch: Christopher Landon

Musik: Bear McCreary

Produktion: Jason Blum

Kostüme: Meagan McLaughlin

Kamera: Toby Oliver

Schnitt: Gregory Plotkin

Ausstattung: Cece Destefano

Website: http://upig.de/micro/happy-deathday