Aufwendige Actionkomödie über die Resozialisierung eines ungeliebten, aus der Spur geratenen Superhelden.

Kinostart: 03.07.2008

Will Smith

Will Smith
als Hancock

Charlize Theron

Charlize Theron
als Mary Embrey

Jason Bateman

Jason Bateman
als Ray Embrey

Eddie Marsan
als Red

Handlung

Hancock (Will Smith) ist ein waschechter Superheld, auf den Los Angeles allerdings verzichten könnte. Mit seinen unglaublichen Taten rettet er zwar unzählige Leben, hinterlässt aber eine unwahrscheinliche Spur der Verwüstung. Derart missverstanden vegetiert er als verbitterter Alkoholiker auf der Straße - bis er PR-Agent Ray (Jason Bateman) rettet. Der revanchiert sich mit einer Imagekampagne - ohne zu ahnen, dass seine Frau (Charlize Theron) Hancock nur zu gut kennt.

Last Action Hero: Publikumsmagnet Will Smith ("I Am Legend") sorgt wie immer für erstklassige Unterhaltung, wenn er diesmal die ausgeprägten Fähigkeiten Peter Bergs ("Operation: Kingdom") für einen prächtigen Actionkomödienknüller über einen wahrhaft "Unglaublichen" nutzt.

Hancock ist unbesiegbar, aber ungeliebt. Der Superheld hat eine problematische Persönlichkeit, hat den Zorn so wenig im Griff wie den Alkohol, hinterlässt so im Einsatz regelmäßig eine Spur der Verwüstung. Erst als er PR-Profi Ray das Leben rettet, verändert dieser seines. Nüchtern, gestylt und mit verbesserten Manieren erinnert er Verbrecher an echtes Heldentum und Rays schöne Frau an verdrängte Gefühle.

Hancock ist unbesiegbar, aber ungeliebt. Der Superheld aus dem Herzen von Los Angeles will dem Bild eines Heroen mit übernatürlichen Fähigkeiten so gar nicht entsprechen. Er hat eine problematische Persönlicheit, den Zorn so wenig im Griff wie den Alkohol, hinterlässt so im Einsatz regelmäßig eine Spur der Verwüstung. Erst als er PR-Profi Ray das Leben rettet, verändert dieser seines. Nüchtern, gestylt und mit verbesserten Manieren erinnert er Verbrecher an echtes Heldentum und Rays schöne Frau an verdrängte Gefühle.

Kritik

Will Smith weiter streben nach Glück oder "Der Staatsfeind Nr 1" werden? In Peter Bergs Actionkomödie über einen Superhelden mit Nebenwirkungen zeigt Hitgarant Will Smith Ambitionen in beiden Richtungen und bleibt damit auf Erfolgskurs.

Seit Christopher Reeve in "Superman 3" mit Dreitagebart in einer Bar getankt, das Olympische Feuer attackiert und den Schiefen Turm von Pisa stabilisiert hat, ist kein Überflieger mehr so abgestürzt. "Hancock" ist "Miami Vice" auf zwei Beine verdichtet - ein aus Florida nach L. A. übergesiedelter Superheld mit vielen Lastern. Er trinkt üppig und auch im Dienst, flucht leidenschaftlich und kreativ, beschimpft Senioren wie auch Kinder und demoliert die Stadtarchitektur. Eine gute halbe Stunde lang darf Smith seine rotzige Seite zeigen und damit zum Teil auch Ventil für Sehnsüchte sein, die Zuschauer nie ausleben dürfen. Fliegt betrunken im Hyperspeed, spielt Hammerwerfen mit gestrandeten Walen oder von Gangstern besetzten Fluchtautos, schleudert freche Nachwuchsschläger aus Disziplingründen in die Stratosphäre und faltet einen Güterzug zusammen, um einem Mann auf den Gleisen das Leben zu retten. Ray (Jason Bateman) ist dankbar, als Einziger in der Stadt, die unter den moralisch fragwürdigen, gefährlichen und vor allem teuren Begleiterscheinungen ihres ungeliebten Helden leidet. PR-Spezialist Ray hat eine schöne Frau (Charlize Theron), einen netten Sohn und ein Konzept für ein neues Image. Hancock soll Flugtechnik und Umgangsformen verbessern, nach 600 Gerichtsvorladungen endlich eine annehmen, sich im Knast ausnüchtern und warten, bis die Stadt bei steigender Kriminalitätsrate seine Bedeutung erkennt und ihn zum Einsatz bittet. Als der reformierte Superheld schließlich im neuen Super-Suit eine Geiselnahme in einer Bank ökonomisch und effektiv beendet, schlägt "Hancock" nicht nur im Auftreten einen neuen Kurs ein. Der verhaftete Bankräuber wird Rache nehmen, der Film nach der Enthüllung seines größten Geheimnisses ernster werden, bis die Komödie über eine romantische Entwicklung sogar Berührung zur Tragödie aufnimmt, um sich am Ende wieder zu entspannen.

Diese Stimmungskontraste, ausgelöst durch einen kurzen, unbefriedigenden Exkurs in den mythologischen Background von Superhelden, sind wohl auch Ausdruck der Veränderungen, die das Skript von Vincent Ngo in zehn Jahren durchlief. Diese kann der neue, wiederum von Michael Mann produzierte Film von Peter Berg ("Operation: Kingdom") nicht wirklich harmonisieren. Verarbeitet sind hier "Highlander"-Motive über Einsamkeit und Unsterblichkeit, ja sogar Rassenhass, den der Film andeutet, aber ausdrücklich in die Vergangenheit verlegt. Die Homogenität wird gestört von diesen Brüchen, der Unterhaltungswert insgesamt aber kaum. Effekte, Situationskomik und der Charme der Stars überzeugen, womit der Zuschauer nach dem Kino nicht auf Amnesie, die "Hancock" einmal von quälenden Gefühlen erlöste, hoffen muss. kob.

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Info

Plakat des Films: Hancock
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.07.2008

USA 2008

Länge: 1 h 32 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Hancock

Regie: Peter Berg

Musik: John Powell

Produktion: Will Smith, Michael Mann, Akiva Goldsman, James Lassiter

Kostüme: Louise Mingenbach

Kamera: Tobias A. Schliessler

Schnitt: Colby Parker, Paul Rubell

Ausstattung: Neil Spisak

Website: http://www.hancock-derfilm.de