Verrückte Hollywood-Farce der Coen-Brüder über einen Filmstar, der während Dreharbeiten entführt wird.

Kinostart: 18.02.2016

George Clooney

George Clooney
als Baird Whitlock

Szenenbild aus Hail, Caesar! (OV) mit Josh BrolinJosh Brolin

Josh Brolin
als Eddie Mannix

Szenenbild aus Hail, Caesar! (OV) mit Scarlett JohanssonScarlett Johansson

Scarlett Johansson
als Esther Williams

Alden Ehrenreich
als Hobie

Channing Tatum
als Burt

Max Baker
als Hermann

Jonah Hill
als Joseph Silverman

Ralph Fiennes
als Laurence Lorenz

Heather Goldenhersh
als Natalie

Ian Blackman
als Cuddahy

Veronica Osorio
als Carlotta

Tom Musgrave
als Tom

David Krumholtz
als Herschel

Tilda Swinton
als Thora / Thessaly

Fisher Stevens
als Steven

Patrick Fischler
als Benedict

Fred Melamed
als Fred

Dolph Lundgren
als U-Boot Kommandeur

Christopher Lambert
als Arne Slessum

Handlung

Hollywood in den frühen Fünfzigern. In einem der großen Filmstudios ist Eddie Mannix der Mann für alle (Problem-)Fälle. Allerdings gibt es Tage, an denen auch er an seine Grenzen stößt. Als der Star des Prestigeprojekts "Hail, Caesar!" entführt wird, die Dreharbeiten unterbrochen werden und sich ihm gleich zwei sensationshungrige Journalistinnen auf die Fersen heften, behält er die Nerven. Doch schnell kommen weitere Herausforderungen auf ihn zu, und sie ziehen immer außergewöhnlichere Schritte nach sich.

Kritik

Die Coen Brothers eröffnen die Berlinale mit einer leichtherzigen Hollywood-Satire, womit sie sich augenzwinkernd vor der Goldenen Ära der Traumfabrik verbeugen.

Damit reihen sich die vierfachen Oscar-Gewinner (für "Fargo" und "No Country for Old Men") in die Liste von Prestige-Regisseuren wie Fellini, Altman, Scorsese etc. ein, die ihre Liebe zum Film in einen Film über Film gelenkt haben. Für ihre gewitzte Hommage versammeln die Gebrüder getreu dem damaligen MGM-Studio-Slogan "More stars than there are in the heavens" eine hochkarätige Ensemblebesetzung, die launig-selbstironisch in dieser spritzigen Showbiz-Komödie aufspielt. Rund um die (hier relativen zahmen) Skandale, Marotten und Manierismen der großen Stars und Macher der 40er und 50er Jahre haben die Coens ihr sprudelnd-satirisches (jedoch nie hämisches) Drehbuch gewoben. Dabei vermeiden sie es konkrete Namen zu nennen, und die meisten der Figuren sind Amalgame von verschiedenen Charakteren. Regiert werden diese teils verzogenen Schützlinge von einem Ohrfeigen austeilenden Studiochef, der stets dafür sorgt, dass die Show reibungslos weitergeht - ungeachtet von allen möglichen Komplikationen. So ergeben sich verschiedene amüsante Vignetten, sowie mit akribischem Aufwand realisierte Nachempfindungen berühmter Filmszenen und Musicalnummern.

Die Produktionswerte sind dabei durch die Bank exzellent -- seien es die Kameraarbeit von Roger Deakins, die Kompositionen von Carter Burwell oder die Kostüme von Mary Zophres - ganz nach der Fasson einer typischen Coen-Produktion also.

Eddie Mannix (hervorragend: Josh Brolin) ist als Leiter des (fiktiven) Capitol-Studios der Mann für alles: Produktion, Promotion, Publicity-Kontrolle und Personalbeziehungen - alles weiß er exakt zu handhaben. Auch als sein größter Star, Baird Whitlock (George Clooney als Kreuzung aus Rod Taylor, Charlton Heston und Clark Gable!) inmitten der Dreharbeiten zum titelgebenden Bibelfilm gekidnappt wird, schreitet Mannix unerschrocken zur Tat. Der Entführungsplot (ein Lieblingsthema für die Coens) zieht sich in Folge als roter Faden durch das episodenhafte Geschehen. Dies umfasst eine schwangere Wasserballett-Königin a la Esther Williams (Scarlett Johansson), womit tolles Busby-Berkeley inspiriertes Synchronschwimmen einher geht; einen naiven Western-Schauspieler, Hobie Doyle (umwerfend: Alden Ehrenreich), der mit urkomischem Ergebnis an eine High-Society-Produktion verliehen wird, und einen skurrilen Verbund von kommunistischen Drehbuchautoren. Darüberhinaus erscheinen unter anderem Tilda Swinton in einer Doppelrolle als rivalisierende Klatschkolumnistinnen; ein singender Channing Tatum verblüfft als Gene-Kelly-Doppelgänger, und Ralph Fiennes amüsiert als affektierter Regisseur. Insgesamt ist eine gewisse Vertrautheit mit klassischer Filmgeschichte zwar ein Plus, aber nicht unbedingte Voraussetzung um diese drollige Insider-Komödie zu genießen. ara.

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Info

Kinostart: 18.02.2016

USA 2016

Länge: 1 h 46 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Hail, Caesar!

Regie: Joel Coen, Ethan Coen

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

Musik: Carter Burwell

Produktion: Tim Bevan, Eric Fellner, Joel Coen, Ethan Coen

Kostüme: Mary Zophres

Kamera: Roger Deakins

Schnitt: Roderick Jaynes

Ausstattung: Jess Gonchor

Website: http://www.hail-caesar-film.de

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