Coming-of-Age- und Familien-Komödie um einen jungen Mann aus MeckPomm, der in Berlin einen wilden Sommer erlebt.

Kinostart: 15.08.2013

Kostja Ullmann
als Ronny

Pit Bukowski
als Marcel

Tobias Moretti
als Manni

Ulrike Krumbiegel
als Susanne

Markus Hering
als Heinz

Dorothea Walda
als Oma Lotte

Heinz W. Krückeberg
als Opa Karl

Karl Kranzkowski
als Herr Traumbach

Peter Weiss
als Frank Traumbach

Andreas Guenther
als Fritzis Typ

Niels Bruno Schmidt
als Pfarrer

Hasan Ali Mete
als Polizeibeamter

Tim Wilde
als Autobesitzer

Gode Benedix
als Tierarzt

Kordula Kohlschmitt
als Gogo-T

Juri Winkler
als Elvis

Alexandra Pinzke
als Kassiererin Tankstelle

Handlung

Ole ist Anfang 20, lebt in MeckPomm und düst am liebsten mit seinen Kumpels auf dem Moped herum. Das süße Nichtstun hat jedoch ein Ende, als ihm Opa einen Praktikumsplatz in Berlin besorgt. Wohnen kann Ole bei Cousin Rokko, der das Landei aber nicht gerade mit offenem Armen empfängt - ganz im Gegensatz zur quirligen Frizzi. Als sich etwas mit der hübschen Kindergärtnerin anzubahnen scheint, bringt Ole ein Anruf völlig aus dem Konzept. Opa ist tot, und natürlich wird er zur Beerdigung in MeckPomm erwartet.

Ole ist Anfang 20, lebt in MeckPomm und düst am liebsten mit seinen Kumpels auf dem Moped herum. Das süße Nichtstun hat jedoch ein Ende, als ihm Opa einen Praktikumsplatz in Berlin besorgt. Wohnen kann Ole bei Cousin Rokko, der das Landei aber nicht gerade mit offenem Armen empfängt - ganz im Gegensatz zur quirligen Frizzi. Als sich etwas mit der hübschen Kindergärtnerin anzubahnen scheint, bringt Ole ein Anruf völlig aus dem Konzept. Opa ist tot, und natürlich wird er zur Beerdigung in Mecklenburg-Vorpommern erwartet.

Ein Twen aus der Kleinstadt im Osten tritt eine Praktikumssstelle in Berlin an und erlebt fortan diverse Abenteuer. Coming-of-Age- und Familienkomödie, mit der sich Tobias Wiemann als Talent mit Potenzial empfiehlt.

Kritik

Nachwuchsregisseur Tobias Wiemann inszeniert seine romantisch-komödiantische Coming-of-Age-Story ganz im Geiste seines Produzenten und Förderers Til Schweiger.

Gib dem Nachwuchs eine Chance - unter diesem Motto stand offensichtlich das Projekt "Großstadtklein", das Tom Zickler und Til Schweiger für Tobias Wiemann produzierten. Der Jung-Autor und -Regisseur nahm das Angebot dankbar an und inszenierte ganz im Geiste seines Mentors. Das heißt: Wiemann hat sich in Sachen Struktur und Story an Hits wie "Keinohrhasen" oder "Kokowääh" gehalten, den bewährten Mix aus deftiger Comedy und sentimentaler Melodramatik übernommen und auch Folgendes verinnerliche: den regelmäßigen Wechsel zwischen Dialogszenen und atmosphärischen, mit viel Popmusik unterlegten Sequenzen, in denen man die Krisen geschüttelten Protagonisten in nachdenklichen Posen beobachten kann.

Lediglich das Alter der Hauptfiguren ist ein wenig jünger bei "Großstadtklein", schließlich wird ja eine Coming-of-Age-Geschichte erzählt, von einem schüchternen Landei, das in die Millionenmetropole kommt und dort das Leben und die Liebe kennenlernt. Für zusätzliches Konfliktpotenzial sorgt außerdem ein jahrzehntelanger Familienstreit. Schön sind die Berlin-Impressionen, die dank fetzigem Score noch mehr Wirkung zeigen, und witzig ist der zum Teil anarchische Humor, etwa wenn Erzieherin (!) Frizzi einem rotzfrechen, mit Leuchtschwert bewaffneten Kindergartenbengel dessen Geburtstagstorte samt Goldpappkrone klaut. Gerade auf darstellerischer Ebene kann man bei dem hippen Initiationsfilm viel Spaß haben. Denn nicht nur Jytte-Merle Böhrnsen ist als quirlig-frivole Frizzi ein Genuss, auch die Sidekicks von Jacob Matschenz - Kostja Ullmann und Pit Bukowski - sorgen als Dorfrowdys in Berlin für viele köstliche Culture-Clash-Momente, und der kultige ProSieben-Moderator Klaas Heuer-Umlauf zeigt als Oles cooler Cousin, dass er auch das Schauspielhandwerk beherrscht. Weil die "Alten" um Tobias Moretti ebenfalls gute Arbeit abliefern, lassen sich auch poetische Deutsch-Rock-Phrasen wie "Dein Atem tut mir so weh" oder profane Botschaften wie "Familie hat man lieb, auch wenn man sie nicht mag" leichter verschmerzen. Und so verlässt man nach einem dicken Versöhnungsfinale einmal mehr sichtlich gerührt und mit einem angenehmen Bauchgefühl den Kinosaal. lasso.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 15.08.2013

Deutschland 2013

Länge: 1 h 38 min

Genre: Drama

Originaltitel: Grossstadtklein

Regie: Tobias Wiemann

Drehbuch: Tobias Wiemann

Musik: Dirk Reichardt, David Jürgens

Produktion: Til Schweiger, Tom Zickler

Kostüme: Polly Matthies

Kamera: Martin Schlecht

Schnitt: Olivia Retzer

Ausstattung: Lisa Tigges

Website: http://wwws.warnerbros.de/grossstadtklein