Bewegende Coming-of-Age-Geschichte und Zeitporträt nach John Irvings gleichnamigen Roman.

Kinostart: 16.03.2000

Tobey Maguire

Tobey Maguire
als Homer Wells

Szenenbild aus Gottes Werk und Teufels Beitrag mit Charlize TheronCharlize Theron

Charlize Theron
als Candy Kendall

Delroy Lindo

Delroy Lindo
als Mr. Rose

Paul Rudd
als Wally Worthington

Michael Caine
als Dr. Wilbur Larch

Jane Alexander
als Schwester Edna

Kathy Baker
als Schwester Angela

Erykah Badu
als Rose Rose

Kieran Culkin
als Buster

Kate Nelligan
als Olive Worthington


als Peaches

K. Todd Freeman
als Muddy

Paz de la Huerta
als Maria Agnes

Die Handlung von Gottes Werk und Teufels Beitrag

Homer hat kein Glück mit Adoptiveltern und landet immer wieder im Waisenhaus St. Cloud, wo er sich um die jüngeren Kinder kümmert und seinem väterlichen Freund Dr. Larch zur Hand geht. Als das junge Paar Wally und Candy zu Larch kommt, um ihr Kind abtreiben zu lassen, schließt Homer mit ihnen Freundschaft und geht mit ihnen fort. Dann wird Wally eingezogen, und aus Homers Freundschaft mit Candy entwickelt sich eine Affäre.

Einem Impuls folgend steigt der sensible Homer Wells nach 17 Jahren ärmlicher, aber auch behütet-glücklicher Waisenhausidylle in den Wagen eines Ehepaares. Die Gattin Candy ließ dort gerade eine illegale Abtreibung von seinem Ziehvater und Leiter des Hauses, Dr. Larch, vornehmen. Homer, der lieber das Meer sehen möchte, als das Erbe des ätherabhängigen Doktors zu übernehmen, stürzt sich in eine Romanze mit der Frau. Er beginnt ein neues Leben als heimlicher Geliebter und weißer Apfelpflücker unter Schwarzen.

Anstatt die Nachfolge seines Ziehvaters, des illegale Abtreibungen vornehmenden Dr. Larch, anzutreten, verlässt Homer Wells das Waisenhaus St. Cloud's. Er beginnt ein neues Leben als Apfelpflücker und Geliebter einer verheirateten Frau. Verfilmung des gleichnamigen Romans von John Irving, der gemeinsam mit Regisseur Lasse Hallström auch das Drehbuch des Oscar-prämierten Films verfasste.

Kritik zu Gottes Werk und Teufels Beitrag

Nach John Irvings 1985 erschienen Roman "Gottes Werk und Teufels Beitrag" erzählt Lasse Hallström in ruhigem Rhythmus die bewegende Coming-of-Age-Geschichte eines jungen Mannes, der in der Isolation eines Waisenhauses aufwuchs und als Heranwachsender in die Welt hinauszieht, um eigene Erfahrungen zu machen.

Fast 13 Jahre dauerte es, bis John Irving das Drehbuch entwickelte und die wichtigsten Essenzen herausfilterte - die Beziehung zwischen dem Waisen Homer Wells und seinem Mentor Dr. Wilbur Larch, dem unkonventionellen Leiter des Heims, gleichzeitig geht er der Frage nach Verantwortung in Liebe und Freundschaft nach. Homer hatte kein Glück mit Adoptiveltern und landete wieder in St. Cloud, wo er sich um die jüngeren Kinder kümmert und auch dem Arzt zur Hand geht, sich schnell medizinisches Wissen aneignet. Dr. Larch hilft ohne finanzielles Interesse zumeist armen schwangeren Frauen in Not und gehört zu den wenigen Ärzten, die Abtreibungen durchführen. Als eines Tages ein wohlsituiertes junges Paar zur Lösung des Problems anreist, nimmt Homer die Chance wahr, gemeinsam mit den beiden St. Cloud zu verlassen. Wally und Candy besorgen ihm einen Job als Apfelpflücker und eine Unterkunft, die er mit seinen schwarzen Kollegen, seiner Ersatzfamilie teilt. Homer freut sich wie ein Kind, das neue Leben und sogar die harte Arbeit gefallen ihm. Nachdem GI Wally eingezogen wurde - es ist die Zeit des Zweiten Weltkriegs - entwickelt sich aus der Freundschaft zu Candy eine sexuelle Beziehung, die aber abrupt endet, als Wally verwundet heimkehrt. Homer geht nach dem Tod Larchs nach St. Cloud zurück, um als Doktor und Heimleiter dessen Werk fortzuführen.

Lasse Hallström entwickelt mehrere Handlungsstränge - neben dem "Vater-Sohn"-Verhältnis zwischen Homer und Larch und der Love-Story zeichnet er gleichzeitig ein differenziertes Gesellschaftsporträt mit rassistischen Tendenzen, entwirft eine Mischung aus atmosphärisch dichtem Zeitpanorama und Sozialdrama. Die etwas langatmige und gemächliche Exposition erfordert zwar einige Geduld, aber die Verknüpfung der verschiedenen Familiengeschichten ist gelungen. Lasse Hallströms neuer Film überzeugt vor allem durch Menschlichkeit, Humor und liebevolle Zeichnung der Charaktere. Hervorragend die Besetzung: Michael Caine als väterliche, manchmal auch schlitzohrige Figur und Tobey Maguire als naiver "Forrest Gump" auf der Suche nach Entdeckungen. Bei einem Publikum mit einem Faible für epische Literaturverfilmungen könnte diese Irving-Adaption durchaus Anklang finden. mk.

Wertung Questions?

FilmRanking: 24171 -14911

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Gottes Werk und Teufels Beitrag
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 16.03.2000

USA 1999

Länge: 2 h 5 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Cider House Rules

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: John Irving

Buchvorlage: John Irving

Musik: Rachel Portman

Produktion: Richard N. Gladstein

Kostüme: Renée Ehrlich Kalfus

Kamera: Oliver Stapleton

Schnitt: Lisa Zeno Churgin

Ausstattung: David Gropman, Karen Schulz-Gropman

Auszeichnungen

1 Oscar: