Konventioneller Genre-Thriller, in dem Robert De Niro als Genforscher einem Ehepaar dessen bei einem Unfall getöten Sohn klonen will.

Kinostart: 08.07.2004

Greg Kinnear

Greg Kinnear
als Paul Duncan

Rebecca Romijn

Rebecca Romijn
als Jessie Duncan

Robert De Niro

Robert De Niro
als Dr. Richard Wells

Cameron Bright
als Adam Duncan

Raoul Bhaneja
als Samir Miklat

Merwin Mondesir
als Maurice

Munro Chambers
als Max Shaw

Sava Drayton
als Zweiter junger Schl

Jake Simons
als Dan Sandler

Elle Downs
als Clara Sandler

Edie Inksetter
als Kassierer bei Footlocker

Jenny Levine
als Sandra Shaw

Thomas Chambers
als Jordan Shaw

Jeff Christensen
als Hal Shaw

Deborah Odell
als Tanya

Janet Bailey
als Cora

Marcia Bennett
als Rektor Hersch

Tracey Hoyt
als Krankenschwester

Handlung

Ausgerechnet an seinem achten Geburtstag fällt der kleine Adam (Cameron Bright) einem Autounfall zum Opfer. Daraufhin stürzen seine erschütterten Eltern, das Ehepaar Paul und Jessica Dunsan (Greg Kinnear und Rebecca Romijn-Stamos), in eine traumatische Depressionskrise. Der angesehene, doch nicht ganz durchsichtige Genforscher Dr. Richard Wells (Robert De Niro) verspricht, sie aus dem Tief zu befreien, indem er versucht, den Verstorbenen zu klonen. Bis knapp acht Jahre nach der Geburt von Adam B geht alles gut, doch dann nehmen unschöne Entwicklungen ihren Lauf...

"Friedhof der Kuscheltiere" für's Gentech-Zeitalter gibt es jetzt in einem gradlinigen, stark besetzten Horrorfilm vom britischen Regisseur Nick Hamm ("Martha trifft Frank, Daniel und Laurence").

Paul und Jessie Duncan sind nach dem tragischen Unfalltod ihres Sohnes an dessen achtem Geburtstag so traumatisiert, dass sie sich in die Hände des Genforschers Dr. Wells begeben, der ihnen mit Hilfe eines höchst illegalen genetischen Experiments ihren verlorenen Sohn klont, den Jessie neun Monate später noch einmal zur Welt bringt. Doch nach acht Jahren entwickelt das Kind plötzlich ausgeprägte bösartige Neigungen, wird von Albträumen terrorisiert und scheint zu einer Gefahr für seine liebenden Eltern zu werden.

Als Adam, der achtjährige Sohn von Paul und Jessie, stirbt, lassen sich die gramgebeugten Eltern auf das Angebot des Forschers Dr. Richard Wells ein, das Kind zu klonen. Anfangs scheint alles tadellos zu klappen. Doch da beginnen grauenvolle Alpträume den Gen-Zwilling zu peinigen. Als schließlich auch noch ein Klassenkamerad Adams auf unerklärliche Weise stirbt und der Junge immer tiefer in eine verstörende Parallelwelt abtaucht, beginnen die Eltern immer heftiger daran zu zweifeln, ob sie die richtige Entscheidung getroffen haben.

Kritik

Es wird wieder geklont: Der britische Regisseur Nick Hamm ("Martha trifft Frank, Daniel and Laurence") inszenierte mit den Stars Greg Kinnear, Rebecca Romijn-Stamos und Robert De Niro in der Rolle eines modernen Dr. Frankenstein eine zeitgemäße Grusel-Variante von Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere". Wie im deutschen Kino zuletzt Rolf Schübel mit "Blueprint" proklamiert Hamm genetische Experimente am Menschen als eindeutig schlechte Idee, der nur schlechte Ergebnisse folgen können. Die konventionelle Plot-Idee dagegen verwandelt er in einen soliden "Haunted Child"-Genre-Thriller.

Greg Kinnear, nach dem Klamauk "Unzertrennlich" wieder in einer ernsten Rolle, und Rebecca Romijn-Stamos, mit (O-Ton) "hausfrauengerechtem Mutti-Haarschnitt", spielen Biologielehrer Paul Duncan und dessen Frau Jessie, die ihren über alles geliebten Sohn Adam (Cameron Bright) bei einem tragischen Autounfall einen Tag nach seinem achten Geburtstag verlieren. Die trauernden Eltern lassen sich auf ein illegales, genetisches Experiment ein, als ihnen Wissenschaftler Dr. Richard Wells (Robert DeNiro) anbietet, einen exakten Klon von Adam (immer noch Cameron Bright) zur Welt zu bringen. Wie sich acht Jahre später herausstellen soll, unterzeichnen die Eltern damit den Pakt mit dem Teufel.

Mark Bombacks ("Constantine") Drehbuch geht es weniger um die moralisch-ethische Seite seines Stoffs. Tatsächlich klingt der Plot bekannt, wie eine moderne Wiederauflage von Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere" - das Gute scheidet zu früh aus dem Leben und will zurückgeholt werden. Doch wenn der Mensch versucht, Gott zu spielen, muss nach dem derzeitigen - auch filmischen - Forschungsstand sein Bemühen tragisch enden - Dr. Wells Fertilitätsklinik "Godsend" (übersetzt: "Gottesgeschenk") ist insofern natürlich Teufels Beitrag in Gottes Werk, und der wiederauferstande Sohn muss zwangsläufig seine böse, zweite Hälfte offenbaren: Mit Beginn seines neunten Lebensjahrs wird Adam 2.0 von Albträumen und Horrorszenarien verfolgt und entwickelt eine todbringende, feindselige Neigung, die vor seinen liebenden Eltern nicht Halt macht. Unterdessen spielt sich der "Mad Scientist" Dr. Wells zwar unaufdringlich aber bestimmt als vaterähnliche Dr.Frankenstein-Figur in den Vordergrund - seine Motivation lässt sich jedoch früh erahnen. Dagegen kann auch DeNiro, dessen Charakter mit dem obligatorischen Tick und obsessivem Forscherdrang ausgestattet ist, nur ansatzweise anspielen. Wie der Junge Cameron Bright hingegen mit dämonischem Blick aus eiskalten Augen seine schleichende Veränderung nach dem Vorbild von "Der Exorzist" oder "Das Omen" oder "The Sixth Sense" subtil ausspielt, lässt vor allem wohl Eltern unter den Zuschauern bisweilen die Angst packen. So entlockt Nick Hamm, der als Regisseur der Royal Shakespeare Company mit der Leinwand-Romanze "Martha trifft Frank, Daniel und Laurence" auf sich aufmerksam machte und mit "The Hole" Genre-Luft schnupperte, mit seinem jungen Star dem "geklonten" Stoff durchaus erfrischende Gruselmomente. cm.

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Info

Plakat des Films: Godsend
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 08.07.2004

Kanada/USA 2004

Länge: 1 h 43 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Godsend

Regie: Nick Hamm

Drehbuch: Mark Bomback

Musik: Brian Tyler

Produktion: Marc Butan, Mark Bomback, Sean O'Keefe, Cathy Schulman

Kostüme: Suzanne McCabe

Kamera: Kramer Morgenthau

Schnitt: Steve Mirkovich, Niven Howie

Ausstattung: Doug Kraner, Arvinder Grewal

Website: http://www.godsend-der-film.de