Teil zwei der Saga um Flankengott Santiago Munez, der bei Real Madrid die Schattenseiten des Profigeschäfts kennen lernt.

Kinostart: nicht bekannt

Anna Friel
als Roz Harmison

Kuno Becker

Kuno Becker
als Santiago Munez

Stephen Dillane

Stephen Dillane
als Glen Foy

Alessandro Nivola
als Gavin Harris

Leonor Varela
als Jordana

Nick Cannon
als TJ Harper

Elizabeth Peña
als Rosa Maria

Rutger Hauer
als Rudi Van Der Merwe

Santiago Cabrera
als Diego Rivera

Frances Barber
als Carol Harmison

Die Handlung von Goal II

Santiago (Kuno Becker) hat den Aufstieg vom Ghettokid zum Profifußballer bei Newcastle United geschafft. Noch während seine Verlobte Roz (Anna Friel) die Hochzeit in England plant, geht für ihn ein Traum in Erfüllung: Real Madrid holt den beliebtesten Spieler seines Teams nach Spanien. Stolz trägt er das weiße Trikot der Galaktischen an Seite von Weltstars wie David Beckham, Zinedine Zidane und Raúl. Doch Santiago lernt auch die Kehrseite des Ruhmes kennen und droht Karriere, Verlobte und Freund Gavin (Alessandro Nivola) zu verlieren.

Der zweite Teil der Fußball-Trilogie gewährt dank des kometenhaften Aufstiegs seines Protagonisten Einblick hinter die Kulissen des berühmtesten Fußballclubs der Welt. Die Stars von Real Madrid geben dem Sportdrama um das verrückte Ball-Biz den letzten Schliff.

Nach einer Niederlage von Real Madrid wird ein neuer Stürmer gesucht und gefunden, Newcastle Uniteds Santiago Munez. Mit der Aufnahme in den Superclub und einem entscheidenden Tor hat der junge Mann aus den Slums bald einen Lamborghini in der Garage, und die Mädels stehen Schlange. Doch seine Mutter und sein jüngerer Bruder bringen ihn wieder zur Räson.

Nachwuchsspieler Santiago Munez ist stolz, dass er bei Real Madrid ins Team aufgenommen wurde. Vorerst muss er allerdings noch die meiste Zeit auf der Bank sitzen. Er darf nur als Auswechselspieler sein Ball-Talent unter Beweis stellen. Dafür bleibt mehr Zeit, dem neuen Luxus zu frönen. Seine Freundin ist weniger glücklich. Dann taucht auch noch ein ihm unbekannter, jüngerer Bruder auf und Santi trifft nach langen Jahren wieder auf seine Mutter, die ihn einst verließ.

Kritik zu Goal II

Teil zwei der Saga um Flankengott Santiago Munez, der bei Real Madrid die Schattenseiten des Profigeschäfts kennenlernt - wobei der Zuschauer alle Vorurteile vom Starkicker-Lotterleben bestätigt bekommt.

Am Anfang steht die Niederlage. Das "weiße Ballett" von Real Madrid wird vom Erzrivalen Barcelona vom Platz geschossen. Das "Ave Maria" erklingt auf der Tonspur, in Zeitlupe werden die Superstars Beckham, Zidane, Raúl und Co. demontiert. 0:3! Das Präsidium reagiert. Frei nach dem Vorbild des FC Bayern: Ein neuer Stürmer muss her. Der ist schnell gefunden. Bei Newcastle United spielt er, Santiago Munez heißt er... Jaume Collet-Serra ("House of Wax"), auf dem Regiestuhl Nachfolger von Danny Cannon, führt im Mittelteil der Fußball-Trilogie die Success Story konsequent weiter. Ganz klassische Tragödie ist jetzt das Zwischenspiel in der Hölle angesagt, ehe dann, wen wundert's, im finalen Part zur Weltmeisterschaft gereist werden soll. Aber so weit ist es noch nicht. Zunächst muss Santiago - glaubwürdig und sympathisch: Kuno Becker - in Versuchung geführt werden, ein Wechselbad der Gefühle erleben. Also sitzt das mexikanische Bewegungswunder zunächst einmal auf der Bank, während sich im fernen, nasskalten Newcastle die hübsche Verlobte, Krankenschwester Roz, nach dem Gatten in spe verzehrt. Da, Gottes Fügung: Stürmer-Star Gavin Harris - Ball-Beau Alessandro Nivola legt sich schon mal eine Feuchtigkeitsmaske gegen die Falten auf - hat Probleme, das Tor zu treffen, Coach Rudi Van Der Merve alias Rutger Hauer lässt "Santi" ran und der haut die Lederpille gleich mal Volley rechts oben ins Netz. Gooooal! Das Estadio Santiago Bernabeu hat einen neuen Star, der Lamborghini steht schon bald vor der Tür und die Ballluder nebst einer besonders verschlagenen TV-Journalistin (Leonor Varela) Schlange. Und, nicht zu vergessen, die unabdingbar folgende Kicker-Krise sowie die kellnernde Proletarier-Mama - Elizabeth Pena verkörpert das schlechte Gewissen -, die wie aus dem Nichts mit Sohn Nummer zwei auftaucht. Kolportage pur, banaler Lore-Kitsch? Vielleicht - aber überaus gut gemacht und durchaus kurzweilig. Collet-Serra kommt aus der Werbung, hat Musikvideos inszeniert, und das sieht man dem Werk in jeder Szene, jeder Einstellung an. Ästhetik wird großgeschrieben, das Tempo nach Bedarf verzögert oder beschleunigt. Der Schnitt erfolgt im MTV-Stil, zum Rhythmus der Musik wird gedribbelt. Reale Match-Szenen werden elegant in die Handlung eingebaut. Der Ball fliegt auf die Kamera zu, sie rückt zur Seite, verfolgt ihn bis ins Netz. Das kann die Sportschau wahrlich nicht leisten. Und selbst Herr Kerner war noch nicht auf Besuch in der Umkleidekabine der Real-Stars. Ein Privileg, das den "Goal 2"-Besuchern vorbehalten ist. Da gerät David Beckhams Freistoß-Tor, das hier die Champions League entscheidet, fast schon zur schönen Nebensache - und das ist Fußball ja angeblich auch. geh.

Wertung Questions?

FilmRanking: 6061 -468

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Goal II

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland/Großbritannien/Spanien 2006

Länge: 1 h 55 min

Genre: Drama

Originaltitel: Goal II: Living the Dream

Regie: Jaume Collet-Serra

Drehbuch: Adrian Butchart, Mike Jefferies, Terry Loane

Musik: Stephen Warbeck

Produktion: Matt Barrelle, Mark Huffam

Kostüme: Lindsay Pugh

Kamera: Flavio Martínez Labiano

Schnitt: Niven Howie

Ausstattung: Joel Collins

Website: http://www.goal2.kinowelt.de