Nach einem Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter inszeniert der Schweizer Christoph Schaub einen tragikomischen Reigen über das Älterwerden und den Mut für einen Neuanfang.

Kinostart: 04.02.2010

Corinna Harfouch

Corinna Harfouch
als Giulia

Bruno Ganz

Bruno Ganz
als John

Stefan Kurt

Stefan Kurt
als Stefan

André Jung
als Lorenz

Sunnyi Melles
als Alessia

Teresa Harder
als Lena

Max Herbrechter
als Valentin

Daniel Rohr
als Thomas

Christine Schorn
als Leonie

Renate Becker
als Lili

Babette Arens
als Helen

Susanne-Marie Wrage
als Cornelia

Samuel Weiss
als Max

Elisa Schlott
als Jessica

Hannah Dietrich
als Fatima

Handlung

Eigentlich soll Giulia mit ihren Freunden in einem Restaurant ihren 50. Geburtstag feiern. Doch während die wartenden Gäste über Allergien, Übergewicht und Wadenkrämpfe philosophieren, streift sie durch die Straßen und kommt zu dem Entschluss, dass ihr an diesem "Freudentag" nicht zum Feiern zu Mute ist. Nur zu gerne lässt Giulia sich von einem älteren Herrn auf ein Glas Wein einladen. Im Restaurant sind derweil hitzige Diskussionen über Fragen des Daseins im Gange, als plötzlich die Tür aufgeht und der Ehrengast doch noch erscheint.

Eigentlich soll Giulia mit ihren Freunden in einem Restaurant ihren 50. Geburtstag feiern. Doch während die wartenden Gäste über Allergien, Übergewicht und Wadenkrämpfe philosophieren, streift sie durch die Straßen und kommt zu dem Entschluss, dass ihr an diesem "Freudentag" nicht zum Feiern zu Mute ist. Nur zu gerne lässt Giulia sich von einem älteren Herrn auf ein Glas Wein einladen. Im Restaurant sind derweil hitzige Diskussionen über Fragen des Daseins im Gange, als plötzlich die Tür aufgeht und der Ehrengast doch noch erscheint.

Kritik

Nach einem Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter inszeniert der Schweizer Christoph Schaub einen tragikomischen Reigen über das Älterwerden und den Mut für einen Neuanfang.

Andreas Dresen hat es mit "Wolke 9" getan und Leander Haußmann mit "Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus!". Jetzt räsoniert auch der Schweizer Filmemacher Christoph Schaub über das Älterwerden. "Giulias Verschwinden" basiert auf einem Drehbuch des Schriftstellers Martin Suter (dessen Roman "Lila, Lila" erst gerade mit Daniel Brühl verfilmt wurde), das ursprünglich der 2006 verstorbene Daniel Schmid, ebenfalls Eidgenosse und mit Suter befreundet, in Szene setzen sollte. Schaub, der bereits 1989 mit "Dreißig Jahre" einen Film über den 30. Geburtstag von drei Freunden gemacht hatte, schien nicht zuletzt deshalb prädestiniert zu sein für dieses Projekt, steht doch diesmal eine Frau im Mittelpunkt, die gemeinsam mit ihren Liebsten in einem Restaurant ihren Fünfzigsten begehen will. Doch Giulia (Corinna Harfouch) lässt auf sich warten. Während die Gäste über Allergien und Übergewicht, Wadenkrämpfe und die Vorteile von Tempur-Matratzen philosophieren, streift die Jubilarin ziellos durch die Straßen, hat mit einem Mal das seltsame Gefühl, für ihre Umwelt unsichtbar zu sein, und kommt nach und nach zu dem Entschluss, dass ihr an diesem "Freudentag" alles andere als zum Feiern zu Mute ist. Nur zu gerne lässt Giulia sich von einem sehr charmanten älteren Herrn namens John (Bruno Ganz) auf ein Glas Wein in eine Hotelbar einladen. Im Restaurant sind derweil hitzige Diskussionen über grundsätzliche Fragen des irdischen Daseins im Gange, als plötzlich die Tür aufgeht und der Ehrengast doch noch erscheint.

Schaubs Komödie lebt vor allem von den akzentuierten Dialogen, die Autor Suter seinen Protagonisten in den Mund gelegt hat. Und diese werden von hochkarätigen und glänzend aufgelegten Schauspielern - neben Harfouch und Ganz unter anderem auch Stefan Kurt, Sunnyi Melles und Max Herbrechter - vorgetragen. Die wenigen Schauplätze, das Lokal, das Hotelfoyer, ein Bus, ein Seniorenheim und ein Kaufhaus, sorgen für statische, ruhige Fernsehbilder, die vorwiegend Großaufnahmen der handelnden Personen zeigen. Am meisten Lacher bekommt Christine Schorn, die sich in ihrem Altersheim so richtig daneben benimmt und am Ende gar eine zünftige Tortenschlacht anzettelt. Zum Finale lässt Schaub alle Figuren und damit sämtliche Handlungsstränge seines tragikomischen Reigens über Leben und Tod, ewige Jugend und Altersstarrsinn, Schönheits-OPs und Faltencremes in jenem besagten Restaurant zusammenlaufen. Und Hoffnung auf Liebe im fortgeschrittenen Alter gibt es auch, wenn Giulia zum Abspann mit John ein Taxi besteigt und damit einen Neubeginn wagt. lasso.

Wertung Questions?

FilmRanking: 12417 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 04.02.2010

Schweiz 2009

Länge: 1 h 28 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Giulias Verschwinden

Regie: Christoph Schaub

Drehbuch: Martin Suter

Musik: Balz Bachmann

Produktion: Marcel Hoehn

Kostüme: Dorothée Schmid

Kamera: Filip Zumbrunn

Schnitt: Marina Wernli

Ausstattung: Susanne Jauch

Website: http://www.giulias-verschwinden.com