Reboot des Achtzigerjahre-Kultfilms, in dem die Geister New Yorks nun von einer weiblichen Spezialeinheit gejagt und vernichtet werden.

Kinostart: 04.08.2016

Kristen Wiig

Kristen Wiig
als Erin Gilbert

Szenenbild aus Ghostbusters 3 mit Melissa McCarthyMelissa McCarthy

Melissa McCarthy
als Abby Yates

Leslie Jones
als Patty Tolan

Cecily Strong

Kate McKinnon
als Jillian Holtzmann

Chris Hemsworth
als Kevin

Andy Garcia
als Bürgermeister

Michael K. Williams
als Agent Hawkins

Charles Dance
als Harold Filmore

Handlung

Als sich in New York Geistersichtungen häufen, sehen Abby, langjährige Expertin für paranormale Phänomene, und Jillian, ihre technologische Allzweckwaffe, die Zeit gekommen, öffentlich rehabilitiert und nicht mehr als Spinnerinnen verspottet zu werden. Mit Abbys Studienfreundin Erin und New-York-Subway-Mitarbeiterin Patty gründen die beiden eine Spezialtruppe, die mit coolen Gadgets Geister fängt und vernichtet. Als ein durchgeknallter Wirrkopf ein Dimensionsportal zum Jenseits öffnet, schlägt die große Stunde der Ghostbusters.

Kritik

Mit einem weiblichen SWAT-Team zur Bekämpfung paranormaler Schleimmanifestationen wird einer der populärsten Hits der 1980er Jahre reanimiert.

Nach vielen Jahren kreativen Ringens musste mit dem Tod von Harold Ramis die Idee einer Reunion der Originalbesetzung endgültig aufgegeben werden. Gegenüber diesem Seniorenkonzept präsentiert sich der Amazonen-Ansatz als bessere Option, zumal mit Melissa McCarthy und Kristen Wiig zwei der populärsten US-Komikerinnen und mit Paul Feig ("Brautalarm", "Taffe Mädels") der aktuelle Guru der Situationskomik verpflichtet werden konnten. In der Umsetzung hat "Ghostbusters" allerdings Luft nach oben, fällt dem Spektakel mit Geistern und Effekten die Hauptaufgabe zu, eine neue Generation zu begeistern.

Galaxien vom Original entfernt ist dieses von Feig und "Taffe Mädels"-Autorin Katie Dippold geschriebene Reboot dabei sicher nicht. Dessen Verehrung geht mit Verklärung einher, denn originell war damals vor allem die dramaturgische Basis von verschrobenen Sonderlingen, die mit schrägen Gadgets Geister bekämpften, während die Dialoge nur sporadisch Highlights setzten. Dass Feigs Reboot dem Original zu oft einen Altar errichtet, anstatt neue Wege zu gehen, ist wohl auch dem neuen "Star Wars"-Film geschuldet, der genau damit die Welt eroberte - aber eben auch mit perfekt getimter Situationskomik und Dialogwitz. In diesen Bereichen wird Potenzial nicht ausgeschöpft, wobei es erfreulich ist, dass McCarthy einmal nicht auf Kilo-Körperkomik zurückgreifen muss. Zurückgenommener als in ihren letzten Hits verkörpert sie eine Besessene des Paranormalen, die mit einer durchgeknallten Technikexpertin (Kate McKinnon) versucht, Geistererscheinungen endlich wissenschaftlich nachweisen zu können. Zu diesem Duo stößt eine neurotische alte Weggefährtin (Wiig) und eine Mitarbeiterin der New Yorker Subway (Leslie Jones) hinzu, die nach einem Geisterkontakt vor allem das coole Gruppenerlebnis sucht. Das maskuline Pendant zur attraktiven Heliumblondine spielt Chris Hemsworth als unterbelichtete Telefonzentrale der Ghostbusters. Er darf am Ende die Credits durchtanzen, aber trotz Inbesitznahme durch das Böse dieses nicht wirklich ausleben.

Eine gewisse Harmlosigkeit zieht sich durch den ganzen Film, der einige Geisterkontakte dämonisch einführt, aber letztlich folgenlos bleiben lässt. Die Geschichte konzentriert sich auf die Rekrutierung des neuen Teams und die Etablierung der Spektralphänomene, entwickelt parallel die Verschwörungspläne eines Wirrkopfs, der seinen Lebensinhalt darin sieht, die Welt von den Toten überschwemmen zu lassen. Die Brücke zum Original, in dem die Gefahr noch vom Zorn einer mesopotamischen Gottheit und nicht von den gestörten Synapsen eines frustrierten Einzelgängers ausging, schlägt das Reboot auf mehreren Ebenen: musikalisch, in einigen Schauplätzen, Requisiten und Geistern, im Retrodesign der Gadgets, in den Hauptfiguren, die Eigenheiten der Vorbilder in sich aufnehmen, schließlich auch in Gastauftritten der Originalstars. Dass ausgerechnet Bill Murray, der mit Totalverweigerung Dan Aykroyds geplantes Projekt "Ghostbusters 3" sabotierte, bei den Cameos im Spotlight steht, ist wohl die größte Überraschung dieses Reboots, das mehr Geister als im Original ins Gefecht schickt und im geplagten New York wieder einmal ein Dimensionsportal öffnet, das nur nach Zerstörung und Spektakel für die Fangemeinde geschlossen werden kann. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 04.08.2016

USA 2016

Länge: 1 h 57 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Ghostbusters

Regie: Paul Feig

Drehbuch: Katie Dippold, Paul Feig

Musik: Theodore Shapiro

Produktion: Ivan Reitman, Paul Feig, Amy Pascal

Kostüme: Jeffrey Kurland

Kamera: Robert Yeoman

Effekte: Peter G. Travers

Ausstattung: Jefferson Sage

Website: http://www.ghostbusters-film.de

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