Teils fiktive Biographie über das (Liebes-)Leben der Kultautorin aller Kostüm-Romantik-Romane, Jane Austen.

Kinostart: 04.10.2007

Anne Hathaway

Anne Hathaway
als Jane Austen

James McAvoy

James McAvoy
als Tom Lefroy

Julie Walters

Julie Walters
als Mrs. Austen

James Cromwell
als Rev Austen

Maggie Smith
als Lady Gresham

Joe Anderson
als Henry Austen

Lucy Cohu
als Eliza De Feuillide

Laurence Fox
als Mr. Wisley

Ian Richardson
als Richter Langlois

Anna Maxwell Martin
als Cassandra Austen

Leo Bill
als John Warren

Jessica Ashworth
als Lucy Lefroy

Michael James Ford
als Mr. Lefroy

Tom Vaughan-Lawlor
als Robert Fowle

Handlung

Im britischen Hampshire des 18. Jahrhunderts weigert sich die junge Jane Austen (Anne Hathaway) unter die Haube wie ihr Bruder Henry (Joe Anderson) zu kommen. Zum Verdruss ihrer armen Eltern Cassandra (Julie Walters) und George (James Cromwell) will sie Schriftstellerin werden und pfeift auf Romantik. Sie lehnt das lukrative Angebot des reichen Langweilers Mr. Wisley (Laurence Fox) ab. Aber als ihr der charmante Tom (James McAvoy) begegnet, entdeckt sie die Liebe. Nur ist Tom finanziell von seinem Onkel abhängig.

So wie "Shakespeare in Love" Fakt und Fiktion über den Dichter zu einer geistreichen Sensation vereinigte, wird der nicht minder berühmten Jane Austen eine biografische Kostümromanze beschert. Charmantes Frauenportrait, das "Sinn und Sinnlichkeit" beweist.

Noch ist die junge Jane Austen nicht die Autorin, die sie einmal werden wird, nicht die abgesicherte Ehefrau, die sie im England des 18. Jahrhunderts werden muss. Obwohl ihre Familie verarmt ist, schlägt sie lukrative Angebote von Langweilern aus. Als sie aber Tom Lefroy kennen lernt, entdeckt sie die Liebe. Doch mehr als seine arrogante Schale erweist sich seine eigene finanzielle Abhängigkeit als Hindernis.

Die junge, kluge Jane, die gerne Schriftstellerin werden will, erhält einen Heiratsantrag von einem reichen, entfernten Verwandten. Sie lehnt ab. Unerhört fürs späte 18. Jahrhundert, ist ihre Familie doch nicht gerade vermögend. Doch will sie ihr Leben nicht mit einem Langweiler verbringen. Da tritt der arrogante Tom, ein Freund ihres Bruders, auf den Plan. Der verärgert sie zuerst zuriefst, doch verliebt sie sich in den impulsiven jungen Mann. Er ist jedoch auch von der Gunst seines Onkels abhängig.

Kritik

Charmantes Kostümdrama über eine mögliche romantische Prägung von Jane Austen, der Königin des britischen Liebes- und Gesellschaftsromans.

Das englische Klassensystem des 18. Jahrhunderts, der Zwang, sich standesgemäß und lukrativ statt gefühlsgetrieben zu verheiraten, das zarte Aufkeimen von Widerstand gegen traditionelle Rollen durch selbstbewusste Frauen sowie geschliffene Verbalduelle zwischen den Geschlechtern - das alles markiert klassisches Austen-Territorium. Seit der cineastischen Renaissance der Schriftstellerin durch "Sinn und Sinnlichkeit" tauchen regelmäßig Verfilmungen ihrer Romane auf, seit 2003 allein deren drei von "Stolz und Vorurteil". Wie sich die märchenhaften Finalversöhnungen ihrer Bücher von der Realität der Autorin unterscheiden könnten, darüber spekuliert diese Fakten und Fiktion harmonisierende biografische Romanze von Julian Jarrold. Inspiration für das verbal gepflegte, traditionell strukturierte Drehbuch von Sarah Williams und Kevin Hood ist Jon Spences Biografie "Becoming Jane Austen". Deren These, Austen sei nicht die oft beschriebene amouröse Theoretikerin gewesen, sondern hätte die Liebe inklusiver bitterer Nebenwirkungen selbst erfahren, entwickelt das Skript zu einem Porträt einer Frau, deren Leben als Single als Akt der Verweigerung gedeutet werden muss. Nur ein einziges Mal deckten sich Janes Erwartungen, die aus Liebe heiraten und sich als Schriftstellerin tatsächlich selbst ernähren will, an einen Mann und an die Liebe mit dem Angebot der englischen Provinz. Als der impulsive, vom finanziellen Wohlwollen seines Onkels lebende, angehende Anwalt Tom Lefroy (James McAvoy) seine Landverwandtschaft besucht, ist es für die 20-jährige Jane (Anne Hathaway) Verachtung auf den ersten Blick. Doch natürlich verbergen sich hinter dem arroganten Pfau und der angriffslustigen Rebellin zwei Seelen, die eigentlich zueinander gehören. Doch der gesellschaftliche Druck unterhöhlt dieses starke Fundament. Tom muss seine verarmte Familie unterstützen, Jane sich einen verstaubten Aristokraten vom Leib halten, dessen reiche Tante ihr Gift versprüht. Von intriganten Briefen, überraschenden Verlusten, Statik-gefährdenden Küssen, sprühenden Dialogen bis hin zu romantischen Fluchtversuchen ist alles geboten, was auch die Romane Austens auszeichnete. Das erreicht zwar visuell nicht die Qualität von Joe Wrights "Stolz und Vorurteil", spielt aber nicht zuletzt dank Hathaways sanfter wie auch kämpferischer Darstellung und McAvoys verschmitztem Charme in Austens A-Klasse. kob.

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Info

Plakat des Films: Geliebte Jane

Kinostart: 04.10.2007

Großbritannien/USA 2007

Länge: 2 h 1 min

Genre: Drama

Originaltitel: Becoming Jane

Regie: Julian Jarrold

Drehbuch: Kevin Hood

Produktion: Graham Broadbent, Robert Bernstein, Douglas Rae

Kostüme: Eimer Ní Mhaoldomhnaigh

Kamera: Eigil Bryld

Schnitt: Emma E. Hickox

Ausstattung: Eve Stewart

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