Komödie um ein arriviertes Filmemacherpaar, dessen Leben durch die Freundschaft mit einem jungen Pärchen wieder Schwung bekommt.

Kinostart: 30.07.2015

Ben Stiller

Ben Stiller
als Josh Srebnick

Szenenbild aus Gefühlt Mitte Zwanzig mit Naomi WattsNaomi Watts

Naomi Watts
als Cornelia Srebnick

Szenenbild aus Gefühlt Mitte Zwanzig mit Adam DriverAdam Driver

Adam Driver
als Jamie

Amanda Seyfried
als Darby

Charles Grodin
als Leslie Breitbart

Adam Horovitz
als Fletcher

Maria Dizzia
als Marina

Brady Corbet
als Kent

Adam Senn
als Barkeeper

Die Handlung von Gefühlt Mitte Zwanzig

Seit Jahren arbeitet Josh, hauptberuflich Dozent, an der Einlösung des Potenzials, das sein erster Dokumentarfilm versprach. Seine Ehe mit Cornelia ist kinderlos geblieben und in Beziehungsroutine erstarrt. Als Josh in dem jungen Filmemacher Jamie einen Bewunderer findet, der mit Energie und Furchtlosigkeit sein Leben befeuert, fühlt sich auch die anfangs misstrauische Cornelia von Jamie und dessen Frau Darby angezogen. Dass die neuen Freunde, die sie von ihren alten wegdriften lassen, ein Geheimnis verbergen, ahnen sie nicht.

Kritik zu Gefühlt Mitte Zwanzig

In seiner achten Regiearbeit beleuchtet Noah Baumbach mit zwei Paaren die Verführung des Mittelalters durch die Moderne.

Die Verehrung des Indie-Veteranen für Rohmer, Truffaut und andere Ikonen der Nouvelle Vague, die sich biografisch (Sohn Rohmer!) und in Filmen wie "Frances Ha" niederschlug, ist auch in seiner neuen Dramödie spürbar. Hier dominiert der Dialog das Handeln, sind Stücke Vivaldis zu hören, dessen "Die vier Jahreszeiten" einen ganzen Zyklus Rohmers beschrieb und nun den Rahmen für das Figurenpersonal vorzugeben scheinen. Von ganz jung bis sehr alt ist fast das ganze Spektrum vertreten, wobei der Fokus auf dem Sommer liegt, der bis in den Frühherbst brennen kann, wenn man es zulässt, wozu im Prolog ein Zitat aus Henrik Ibsens "Baumeister Solness" auffordert.

Josh (Ben Stiller), Mitte Vierzig und seit Langem mit Cornelia (Naomi Watts) verheiratet, reflektiert diese Möglichkeit nicht, sondern wird von ihr geradezu überrollt, als der angehende Filmemacher Jamie (Adam Driver) und dessen Frau (Amanda Seyfried) in sein Leben treten. Jamie bewundert Joshs ersten Dokumentarfilm, dem allerdings nie ein zweiter folgte. Das sind Streicheleinheiten für das angeschlagene Ego des Dozenten, der Vertrauen zu Jamie entwickelt, weil der Mittzwanziger Vinyl sammelt, Fragen nicht mit Google, sondern Gehirn löst und Musik aus den 1970er und 1980er bevorzugt. Schon bald sind die beiden Freunde, wird schließlich auch Cornelia von der Energie des Paars befeuert, das das Leben furchtlos zu attackieren scheint.

Wenn das Alter die Jugend zu imitieren versucht, sich auf absurde Experimente einlässt und dabei vom eigenen angegrauten Freundeskreis immer weiter wegdriftet, hat der Film seine amüsanteste, unbeschwerteste Phase. Weil Baumbach diesem Kurs aber selbst misstraut, wird diese Euphorie schließlich von Ernüchterung abgelöst, wird der Ton ernster und mündet dann in Versöhnung. Das Gefühl, das eigene Potenzial nicht ausgeschöpft zu haben, beschreibt Stillers Figur wie auch den Film selbst, der viele Themen anspricht, vom Kinderdruck über Technologieangst bis hin zur Wahrhaftigkeit des Filmemachens, letztlich aber die eigene Furcht vor den neuen Generationen, verdichtet in einer rücksichtslos egozentrischen Figur, nicht überwinden und damit Optimismus triumphieren lassen kann. kob.

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Info

Kinostart: 30.07.2015

USA 2014

Länge: 1 h 38 min

Genre: Komödie

Originaltitel: While We're Young

Regie: Noah Baumbach

Drehbuch: Noah Baumbach

Musik: James Murphy

Produktion: Scott Rudin, Eli Bush, Lila Yacoub, Noah Baumbach

Kostüme: Ann Roth

Kamera: Sam Levy

Schnitt: Jennifer Lame

Ausstattung: Adam Stockhausen

Website: http://www.gefuehlt-mitte-zwanzig.de