Drama um einen jüdischen Emigranten aus New York, einen deutschen Journalisten und einen Kabarettisten, die in Wien von ihrer Vergangenheit eingeholt werden.

Kinostart: nicht bekannt

Peter Simonischek

Peter Simonischek
als Hermann Gebirtig

August Zirner

August Zirner
als Danny Demant

Katja Weitzenböck

Katja Weitzenböck
als Crissie Kalteisen

Ruth Rieser
als Susanne Ressel

Daniel Olbrychski
als Konrad Sachs

Corinna Harfouch
als Else Sachs

Samuel Finzi
als Emanuel Katz

Annemarie Düringer
als Amalie Katz

Branko Samarovski
als Willi Klang

Otto Tausig
als Alter Mann

Jörg Panknin

Ernst Stankovski
als Herr Ressel

Peter Matic
als David Lebensart

Bruno Dallansky
als Horst Hofst

Edd Stavjanik
als Rudolf Pointner

Luise Prasser
als Thea Leitner, alt

Peter Strauß
als Untner

Noemi Fischer

Karlheinz Hackl
als Vater Gebirtig

Chris Pichler
als Thea/Annemarie Leitner

Sylvia Haider
als Mutter Gebirtig

Maria Seweryn
als Sabin

Peter Ponger
als Pianist

Dagmar Schwarz

Jerzy Nowak
als Jude

Michaela Wiebusch
als Barbie

Hermann Schmid
als Eggenberger

Erhard Koren
als Scharringer

Andrzej Tomecki
als Jude

Handlung

Auf Drängen der Journalistin Susanne (Ruth Rieser) kehrt der jüdische Emigrant und Holocaust-Überlebende Hermann Gebirtig (Peter Simonischek) in seine Heimatstadt Wien zurück, um als Zeuge im Gerichtsprozess gegen einen KZ-Büttel auszusagen. In der "Hauptstadt des Vergessens" macht er die Bekanntschaft des deutschen Journalisten Konrad Sachs (Daniel Olbrychski), dessen Vater einst als Arzt in Diensten der Nazis Menschenversuche unternahm.

"Gebürtig" ist eine episodische Bestandsaufnahme sogenannter Vergangenheitsbewältigung an Beispielen diverser Einzelschicksale, verbunden durch eine fiktive Spielhandlung frei nach Robert Schindels gleichnamiger Novelle.

Hermann Gebirtig, nach New York emigrierter, jüdischer Schlagerkomponist, wird von einer Journalistin überredet, in seine Heimat Wien zu reisen, um gegen einen ehemaligen KZ-Aufseher auszusagen. Dort wird zugleich der deutsch-jüdische Kabarettist Danny Demant, Ex-Freund der Journalistin, als Komparse in einem Film über Auschwitz engagiert und trifft dabei auf den Hamburger Journalisten Konrad Sachs, der über die Dreharbeiten berichtet und sich der Tatsache stellen muss, Sohn eines hochrangigen SS-Arztes zu sein.

Österreich, 1987. Die Waldheim-Affäre erschüttert gerade die Alpenrepublik, als die Journalistin Susanne Ressel den New Yorker Juden Hermann Gebirtig bittet, in seine Heimatstadt Wien zurückzukehren, um als Zeuge gegen einen KZ-Aufseher auszusagen. Zur selben Zeit lernt der jüdische Filmkomparse Danny Demant den Journalisten Konrad Sachs kennen, der mit der Schuld nicht fertig wird, Sohn eins KZ-Arztes zu sein. Zusammen mit Susanne, Danny und Hermann findet er jedoch letztlich Versöhnung mit der Vergangenheit.

Kritik

Die österreichisch-deutsche Koproduktion von Robert Schindel und Lukas Stepanik, basierend auf Schindels aufsehenerregendem Romandebüt, eröffnete das Max-Ophüls-Filmfestival 2004. Die Literatur-Verfilmung erzählt mit Melancholie und Humor, provokant und leidenschaftlich von dem steten Spannungsverhältnis zwischen Juden und Nichtjuden und der nicht abzuschüttelnden Last der Vergangenheit.

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Info

Plakat des Films: Gebürtig
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland/Österreich/Polen 2002

Länge: 1 h 50 min

Genre: Drama

Originaltitel: Gebürtig

Regie: Robert Schindel, Lukas Stepanik

Drehbuch: Lukas Stepanik, Georg Stefan Troller

Musik: Peter Ponger

Produktion: Niki List, Lukas Stepanik

Kostüme: Erika Navas

Kamera: Edward Klosinski

Schnitt: Hubert Canaval

Ausstattung: Fritz Hollergschwandtner