Der faulste Kater der Welt wird in Großbritannien mit einem blaublütigen Kätzchen verwechselt und erbt ein Schloss.

Kinostart: 03.08.2006

Lucy Davis
als Abby Westminster

Ian Abercrombie
als Smithee

Handlung

Tapetenwechsel (und neue deutsche Stimme: Oliver Kalkofe) für Garfield, den faulsten und fettesten Kater der ganzen weiten Welt. Herrchen Jon (Breckin Meyer) eilt der Angebeteten Liz (Jennifer Love Hewitt) nach London hinterher, wo man sein monströses Haustier prompt mit einem einheimischen Kater und frisch gebackenen Schlosserben verwechselt. Garfield hätte nichts gegen etwas royalen Komfort einzuwenden, rechnet jedoch nicht mit Neider Dargis (Billy Connolly) und dessen schärfster Waffe, dem Kampfhund Rommel.

Culture Clash im alten Europa beim zweiten und besseren abendfüllenden Leinwand-Auftritt des populären Comic-Katers.

Der nach wie vor sprichwörtlich faulste Kater der Welt folgt seinem Herrchen Jon nach England. Das erschüttert das Empire in seinen Grundfesten, denn in Großbritannien verwechselt man Garfield mit einer verblüffend ähnlich aussehenden, blaublütigen Katze, die ein Schloss geerbt hat. Garfield hat nichts dagegen, hinten und vorn bedient zu werden, ahnt aber nicht, dass der böse Lord Dargis bereits daran arbeitet, den Kater zu beseitigen, um aus dem Schloss ein Touristenresort zu machen.

Unruhe im trauten Heim des dicken Katers Garfield: Sein Herrchen Jon reist seiner Angebeteten nach London hinterher, um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Da fürchtet die Hauskatze natürlich um die Beschaulichkeit des Junggesellendaseins und folgt gemeinsam mit Hund Odie dem ahnungslosen Jon in die britische Hauptstadt. Dort wird Garfield mit dem adeligen Kater Prince verwechselt und ins pralle Schlossleben eingeführt, während der echte Prince sich in der deprimierenden Rolle seines banausenhaften Doppelgängers wiederfindet.

Kritik

Die Geschichte um den getigerten Comic-Kater mit einer Vorliebe für Lasagne geht in die zweite Runde. Diesmal mit noch mehr sprechenden Tieren, noch schrägerem Humor und einem prächtig aufgelegten Oliver Kalkofe als Garfields deutsche Stimme.

Fressen, Faulenzen, Fernsehen - drei Prinzipien, nach denen es sich wie ein König leben lässt. Zumindest für den dicken Haustiger Garfield. Zusammen mit seinem Besitzer Jon (Breckin Meyer) und Hund Odie führt der träge Kater ein angenehmes Junggesellen-Leben. Doch der trauten Männer-WG droht weiblicher Zuwachs, als Jon seiner angebeteten Liz (Jennifer Love Hewitt) nach London hinterher reist, um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Entschlossen, dies zu verhindern, schmuggeln sich Garfield und sein Hundefreund in Jons Gepäck, reisen als blinde Passagiere mit in die britische Hauptstadt - und stürzen sich Hals über Kopf in ein abenteuerliches Verwirrspiel. Pantoffelheld Garfield wird nämlich mit der adeligen Schlossbesitzer-Mieze Prince verwechselt und mutiert im Nu vom US-Nobody zum britischen Blaublut, während sein königlicher Doppelgänger Garfields Mittelklasse-Dasein fristen muss.

Eines sei vorweg geschickt: Wer mit sprechenden Tieren nicht viel anfangen kann, dürfte an "Garfield - A Tail of Two Kitties", so der zweideutige Originaltitel, wenig Gefallen finden. Alle anderen werden an der tierisch-anarchischen Mischung aus Mark Twains "Der Prinz und der Bettelknabe" und George Orwells "Animal Farm" ihre helle Freude haben. Wie bereits im ersten Teil der Comicadaption steht der Animatronic-Kater einigen Schauspielern aus Fleisch und Blut gegenüber, von denen der schottische Komiker und John-Cleese-Klon Billy Connolly als erbschleichender Lord die meisten Lacher auf sich zieht. Dazu gesellt sich noch eine Horde putzige Vierbeiner, die Garfield diesmal auch verbal unter die Arme greifen.

Mit viel Witz und den üblichen Popkultur-Referenzen schlägt Teil Zwei der Hauskatzen-Geschichte den eher durchschnittlichen Vorgänger. Sogar die Marx-Brothers bekommen hier ihr Fett weg und es gibt eine schöne Referenz an "Oliver Twist", wenn der verwöhnte Garfield, der sich gerade den Ranzen voll geschlagen hat, mit Mitleid erregendem Augenaufschlag nach "mehr" verlangt. Dass die Handlung dabei des Öfteren in genretypisches Aneinanderreihen von Klamauk und Slapstick abdriftet, stört dabei nicht wirklich. Zudem schaffte es das Autoren-Duo Joel Cohen und Alec Sokolow, das bereits das erste Kater-Abenteuer zu Papier brachte, dem gefräßigen Samtpfoten-Vierbeiner wieder einige deftige Zitate ins Maul zu legen. In der deutschen Fassung erweist sich Top-Komiker Oliver Kalkofe ("Der Wixxer") in phonetischer wie physiognomischer Hinsicht als idealer Lasagne-Liebhaber und macht Thomas Gottschalks Auftritt aus dem ersten Teil vergessen. Jetzt bleibt abzuwarten, ob sich Qualität durchsetzt und die pummelige Schmusemieze zum zweiten Mal in Folge an den Kinokassen reüssieren kann. lasso.

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Info

Plakat des Films: Garfield 2

Kinostart: 03.08.2006

USA 2006

Länge: 1 h 20 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Garfield: A Tail of Two Kitties

Regie: Tim Hill

Drehbuch: Joel Cohen, Alec Sokolow

Musik: Christophe Beck

Produktion: John Davis

Kostüme: Francine Jamison-Tanchuck

Kamera: Peter Lyons Collister

Schnitt: Kent Beyda

Ausstattung: Tony Burrough

Website: http://www.garfield2.de/