Indiekomödie von und mit Zach Braff über einen Mittzwanziger, der anlässlich der Beerdigung seiner Mutter erstmals nach Jahren in seine Heimatstadt zurückkehrt.

Kinostart: 26.05.2005

Zach Braff

Zach Braff
als Andrew Largeman

Ian  Holm

Ian Holm
als Gideon Largeman

Rob Liebman
als Dr. Cohen

MethodMan
als Diego

Natalie Portman
als Samantha

Peter Sarsgaard
als Mark

Jean Smart
als Carol

Ann Dowd
als Olivia

Denis O'Hare
als Albert

Michael Weston
als Kenny

Jim Parsons
als Tim

Jackie Hoffman
als Tante Silvia Largeman

Amy Ferguson
als Dana

Ato Essandoh
als Titembay

George C. Wolfe
als Restaurant Manager

Die Handlung von Garden State

Der Gelegenheitsschauspieler Andrew Largeman (Zach Braff) kehrt nach neun Jahren zur Beerdigung seiner Mutter aus L.A. zurück in seine Heimat New Jersey. Damit scheint auch eine fundamentale Konfrontation mit dem übermächtigen Psychiatervater (Ian Holm), dem er einst den Rücken kehrte, unvermeidlich. Zum Glück lernt Andrew die fröhliche Samantha (Natalie Portman) kennen, die neues Licht in seine Tristesse bringt.

"Scrubs"-Doktor Zach Braff befasst sich in seinem Regiedebüt und Coming-of-Age-Spaß mit skurrilen Typen und gut beobachteten Alltagssituationen.

Als seine depressive Mutter stirbt, muss Andrew Largeman nach Jahren erstmals zurück in seine Heimat New Jersey und sich der Konfrontation mit seinem Vater stellen. Gleichzeitig erwarten ihn ein Wiedersehen mit alten Freunden wie dem Totengräber Mark und die unverhoffte Bekanntschaft mit der jungen Sam, die Large aus seiner emotionalen Isolation lockt.

Nachdem Andrew Largeman jahrelang im Psychopharmaka-Nebel durchs Leben gestolpert ist, erfährt er durch den Tod seiner Mutter einen Energieschub. Er setzt die Pillen ab, kündigt und reist in seine Heimatstadt in New Jersey. Dort entdeckt er ein Leben abseits des Großstadt-Wahnsinns von L.A., trifft alte Freunde und lernt neben dem durchgeknallten Totengräber Mark auch die seltsame Sam kennen. Die trägt nicht nur Helm und begräbt ihre Hamster im Akkord, sie zeigt Andrew auch den Weg aus seiner Gefühls-Kühltruhe.

Kritik zu Garden State

Zach Braff, bekannt als Arzt aus der Fernsehserie "Scrubs", inszenierte mit seinem Debüt als Drehbuchautor und Regisseur eine warmherzige, charmant-sympathische Low-Budget-Komödie mit Starbesetzung. In Sundance gefeiert und am US-Boxoffice mit relativ beachtlich gelaufen, erinnert "Garden State" mit seinem Humor, der sorgfältig gewählten Musik und eigenwilligen Charakteren an eine moderne Version von "Die Reifeprüfung" und hat mit Jungstars wie Natalie Portman und Peter Sarsgaard Kultfilmpotential.

Ist es in Mike Nichols offensichtlich Vorbild gestandenem Klassiker Katherine Ross, die die emotionale Isolation von Dustin Hoffmans Benjamin durchdringt, übernimmt in "Garden State" Natalie Portmans Samantha eine ähnliche Rolle im ziellosen Dasein von Zach Braffs Antihelden Andrew Largeman. Als dieser zum ersten Mal seit neun Jahren zur Beerdigung seiner Mutter in seine Heimat, den "Garden State" New Jersey, zurückkehrt, beschäftigt ihn vor allem, wie er die Konfrontation mit seinem Vater und Psychiater Gideon (Ian Holm) vermeiden kann. Er sitzt die meiste Zeit mit seinem alten Schulfreund, dem entspannten Totengräber Mark (Peter Sarsgaard), herum und lernt die unwiderstehliche und erfrischend offene, notorische Lügnerin Samantha kennen, die ihn im Laufe eines Wochenendes aus seiner Verschlossenheit lockt.

Die allesamt brillanten Schauspieler überspielen die kleinen Schwächen bei der bisweilen oberflächlichen Figurenzeichnung weitgehend mit sympathischen Zügen. Braffs Stärken liegen in den pointierten Dialogen und den sorgfältigen Details, die von der sterilen bis chaotischen Ausstattung der Wohnungen, von kiffenden Müttern über Müsli-Esser in Ritterrüstungen bis zu Hamsterbeerdigungen reichen und ob ihrer Beiläufigkeit ihren ganz eigenen Charme entwickeln.

Vor allem in musikalischer Hinsicht jedoch trifft der 29-jährige Autorenfilmer, dessen perfekt abgestimmter Soundtrack mit Songs von Nick Drake bis Coldplay bisweilen wie ein Recycling von Simon & Garfunkels "The Graduate" klingt, genau den Ton seiner Vorbilder des New Hollywood und einer Generation auf der Suche nach der eigenen Identität. In diesem Sinne ist Zach Braffs "Garden State" ein sehnsuchtsvolles, wahrhaftiges und melancholisches Selbstfindungsdrama über die Zeit des Besinnens, die jeder Mittzwanziger beim Bewusstwerden der eigenen Wurzeln erleben dürfte, und die hier gleichzeitig übersteigert als Aufwachen aus einem durch jahrelang verabreichte Antidepressiva erreichten Dauerkoma angekündigt wird. Vor allem beim jüngeren Großstadtpublikum sollte diese leidenschaftliche und melodische Romantic Comedy nachhaltig im Gedächtnis bleiben. deg.

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Info

Plakat des Films: Garden State
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 26.05.2005

USA 2003

Länge: 1 h 42 min

Genre: Drama

Originaltitel: Garden State

Regie: Zach Braff

Drehbuch: Zach Braff

Musik: Chad Fischer

Produktion: Gary Gilbert, Pamela Abdy, Dan Halsted, Richard Klubeck

Kostüme: Michael Wilkinson

Kamera: Lawrence Sher

Schnitt: Myron I. Kerstein

Ausstattung: Judy Becker, Laura Ballinger

Website: http://www.gardenstate.de