Packendes Drama über das legendäre Interview, das der britische Journalist David Frost 1977 mit Richard Nixon führte.

Kinostart: 05.02.2009

Michael Sheen

Michael Sheen
als David Frost

Frank Langella

Frank Langella
als Richard Nixon

Kevin Bacon

Kevin Bacon
als Jack Brennan

Rebecca Hall
als Caroline

Toby Jones
als Swifty Lazar

Matthew Macfadyen
als John Birt

Oliver Platt
als Bob Zelnick

Sam Rockwell
als James Reston

Handlung

Nach dem Watergate-Skandal trat US-Präsident Richard Nixon (Frank Langella) zurück und hüllte sich drei Jahre lang in Schweigen. Erst 1977 erklärt er sich für ein Interview mit dem britischen Talkmaster David Frost (Michael Sheen) bereit, der ihn zum TV-Duell herausfordert. Nixon sagt nur zu, weil er glaubt, den als wenig schlagfertig bekannten Journalisten mühelos zu beherrschen. Doch vor laufenden Kameras erweist sich Frost als bestens vorbereitet.

Ron Howard

Nach seinem Rücktritt als Präsident der USA hüllte sich Richard M. Nixon drei Jahre in Schweigen. Im Sommer 1977 erklärte er sich schließlich bereit, dem britischen Starjournalisten David Frost ein Interview zu gewähren und Auskunft über seine Amtszeit und die Hintergründe des Watergate-Skandals zu gewähren. Nixon war sich gewiss, den als nicht zu schlagfertig bekannten Frost mühelos zu beherrschen. Doch als die Kameras laufen, überrascht ein blendend aufgelegter und bestens vorbereiteter Frost sein Gegenüber. Eine erbitterte Schlacht folgt, in dem die beiden Männer mehr Einblick in ihre Seele gestatten, als zu erwarten war.

Nach seinem Rücktritt als Präsident der USA hüllt sich Richard M. Nixon drei Jahre in Schweigen. Im Sommer 1977 erklärt er sich bereit, dem Journalisten David Frost ein Interview zu gewähren. Nixon ist sich gewiss, den als nicht zu schlagfertig bekannten Frost mühelos zu beherrschen. Doch als die Kameras laufen, überrascht ein blendend aufgelegter und bestens vorbereiteter Frost sein Gegenüber. Ein erbitterter Kampf folgt, in dem die beiden Männer mehr Einblick in ihre Seele gestatten als zu erwarten war.

Kritik

Playboy gegen Gladiator, Talk- gegen Politmaster: Ron Howards Film über das legendäre TV-Duell zwischen David Frost und Richard Nixon ist kluges Entertainment und für fünf Golden Globes nominiert.

Ohne den Broadwayerfolg von Peter Morgans Bühnendrama im Rücken, hätte das Pitching für dieses Projekt wohl einen Yedi gebraucht, um Studiobosse gefügig zu machen. Schließlich geht es um ein TV-Ereignis, das 31 Jahre zurückliegt, um Politik, die populär verkauft werden soll, um sprechende Köpfe, die Aufmerksamkeit fordern, ohne Chicks, Cops oder coole Homies im Vokabular zu haben. Ron Howards Argumente waren ein begrenztes Budget, sein letzter Hit "The Da Vinci Code - Sakrileg" sowie mit Morgan, Frank Langella (Nixon) und Michael Sheen (Frost) drei Veteranen der Bühnenversion. Eingestimmt wird mit "Watergate"-Bildern bis zu Nixons Rücktritt 1974. Es folgt die dreijährige Vorbereitungsphase für das TV-Interview. Zunächst wird die Ungleichheit der Kontrahenten illustriert. Hier der lebenslustige Plauderprofi, der den Sprung von Pop- zu Politstars wagt, dort der verbitterte Ex-Präsident, der es gewohnt ist, in Kriege zu ziehen. Es ist das Honorar, das Nixon lockt, aber auch der PR-Effekt für seine Memoiren und die Chance, sich vermeintlich ungehindert freisprechen zu können. Morgan macht deutlich, dass Frost sich über-, Nixon ihn aber auch unterschätzte, dass es bei allen Unterschieden auch Gemeinsamkeiten gab. Frost wurde nicht ernst genommen, suchte Jahre nach Sponsoren und TV-Abnehmern, ging finanziell ein großes Risiko ein. Nixon war von der Weltpolitik auf Kongressbühnen verdammt worden, wo er als Redner Luftblasen produzieren musste, während in ihm ein Orkan tobte. Als beide Teams die Planungen beendet und das thematische Terrain vertraglich abgesteckt haben, betreten Frost und Nixon an vier Interviewtagen (in Wirklichkeit zwölf) den Ring.

Kein Zuschauer muss auf dem Weg zu Nixons berühmter Beichte ein Bombardement mit historischen Details befürchten. Mit etwas Vorwissen ist man gerüstet, denn hier geht es um ein Duell der Persönlichkeiten, der Worte und der Strategien. "Frost/Nixon" ist kein sprödes Thesenkino, sondern intelligentes Entertainment. Howard, wie Morgan für einen Golden Globe nominiert, inszeniert konventionell, aber kompetent und arbeitet das Menschliche hinter den Masken gut heraus. Langella, kein Nixon-Klon, transzendiert alles Äußerliche, rehabilitiert nicht den Politiker, sondern den smarten, einsamen Mann. Auch Sheen hat eine schwierige Rolle, oszilliert zwischen Unsicherheit, Charme und Selbstverliebtheit. Im Unterschied zu Langella wurde er bei den Golden Globes ignoriert, doch das ist der einzige Schauplatz, auf dem er der Verlierer ist. kob.

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Info

Plakat des Films: Frost/Nixon
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 05.02.2009

USA 2008

Länge: 2 h 2 min

Genre: Drama

Originaltitel: Frost/Nixon

Regie: Ron Howard

Drehbuch: Peter Morgan

Buchvorlage: Peter Morgan

Musik: Hans Zimmer

Produktion: Tim Bevan, Peter Morgan, Eric Fellner, Ron Howard, Brian Grazer

Kostüme: Daniel Orlandi

Kamera: Salvatore Totino

Schnitt: Mike Hill, Dan Hanley

Ausstattung: Michael Corenblith

Website: http://www.frost-nixon-film.de