Sommerliche Gefühle sind garantiert, wenn Kate Hudson
und Ginnifer Goodwin in dieser wunderbaren romantischen
Komödie ihr Herz an denselben Mann verlieren.

Kinostart: 16.06.2011

Ginnifer Goodwin

Ginnifer Goodwin
als Rachel White

Kate Hudson

Kate Hudson
als Darcy Rhone

Colin Egglesfield

Colin Egglesfield
als Dex Thaler

John Krasinski
als Ethan

Steve Howey
als Marcus

Ashley Williams
als Claire

Geoff Pierson
als Dexter Thaler Sr.

Jill Eikenberry
als Bridget Thaler

Handlung

Sollten beste Freundinnen wirklich alles teilen? Spätestens beim eigenen Mann hört die Freundschaft bei den allermeisten Frauen auf. Anders bei der sanften und liebenswerten Rachel (Ginnifer Goodwin). Die New Yorker Anwältin erlaubt ihrer besten Freundin Darcy (Kate Hudson), mit dem Mann auszugehen, in den sie unsterblich, aber leider eben nur heimlich verliebt ist: ihr Studienkollege Dex (Colin Egglesfield). Sechs Jahre später: Darcy steckt mitten in den Vorbereitungen für ihre Traumhochzeit mit Dex, während

sich Rachel mit der Rolle der Brautjungfer begnügen muss. Noch trägt sie ihr Schicksal mit Fassung. Schließlich ist ihre Freundschaft zu der lebenslustigen Darcy schon immer davon geprägt, dass Darcy stets im Mittelpunkt steht, während Rachel ihr den Rücken freihält und ihr jederzeit zur Seite steht.

Rachel im Gefühlschaos

Doch ausgerechnet an ihrem 30. Geburtstag erlebt Rachel, was sie selbst am wenigsten für möglich gehalten hätte: Nach einer feucht-fröhlichen Party landet sie mit Darcys zukünftigem Ehemann im Bett. Nicht nur die alten Gefühle für Dex, sondern auch das schlechte Gewissen brennen in Rachel, die das Glück ihrer besten Freundin auf keinen Fall zerstören will. Aber wird es für Rachel nicht auch mal Zeit, an das eigene Glück zu denken? Gut, dass Ethan (John Krasinski), der nicht mit ansehen kann, wie Rachel vor der Liebe davonrennt, ihr zur Seite steht und damit erst recht für Verwirrung sorgt. Während Darcy schon mal den perfekten

Auftritt vor dem Altar probt und Rachel nebenbei nichtsahnend mit Flirttipps beglückt, reift in Rachel die Erkenntnis, dass sich die Welt auch einmal um sie drehen darf.

Die Verfilmung des Bestsellers

Endlich wurde Emily Giffins Bestseller-Roman Fremd Fischen für die Kinoleinwand entdeckt. Und so viel sei schon verraten: Es ist eine schöne Verfilmung ganz im Geiste der Vorlage geworden. Die amüsanten romantischen Verwicklungen sorgen dabei ebenso für gute Laune wie die Besetzung der Hauptrollen mit zwei hinreißenden Schauspielerinnen. Eine

Frau wie Ginnifer Goodwin ("Er steht einfach nicht auf Dich") als Rachel hätte jeder gern als beste Freundin. Und selbst der egozentrischen Darcy verzeiht man den Egoismus, wenn er in so sexy spitzbübischem Charme verpackt ist, wie Kate Hudson ("Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen?") ihn versprüht. Aber auch die männlichen Akteure können sich sehen lassen: Colin Egglesfield ("Frau mit Hund sucht Mann mit Herz") glänzt mit sportlicher Eleganz, John Krasinski

(Away We Go) mit liebenswertem Wortwitz. Luke Greenfields (The Girl Next Door) neue Regiearbeit bietet beste Unterhaltung für ein junges und modernes weibliches Publikum, das sich vom Kinobesuch genau dies wünscht: Sonnige

Filmunterhaltung – erfrischend sinnlich und herrlich romantisch.

Kritik

Romantische Komödie um zwei "beste Freundinnen": die eine steht vor der Hochzeit mit ihrem Mr. Right und die andere landet kurz vor dem Jawort mit ihm im Bett.

"Du bist nicht alt, du bist Anwältin", das hört sich nicht unbedingt nach einem Kompliment an. Und schon mal gar nicht, wenn einer Frau das ausgerechnet an ihrem 30. Geburtstag an den Kopf geworfen wird. Eine magische Grenze. Wer in Manhattan zu dem Zeitpunkt noch als Single durchs Leben surft, ist sowieso perdu. Dabei schaut die brünette Rachel nicht nur nett aus, sondern ist obendrein freundlich, zurückhaltend und verständnisvoll. Das genaue Gegenteil ihrer besten Freundin Darcy, blond, egozentrisch und laut, beruflich nebulös. Ausgerechnet sie wird in einigen Wochen den hübschen Dex heiraten, Rachels früherer Schwarm aus der Studienzeit. Die Positionen sind klar, bis der Zufall einen Strich durch die Rechnung macht und Rachel mit dem braven Verlobten nach der Geburtstagsparty zufällig noch auf einen Absacker in einer kuscheligen Bar landet und später im Bett. Schlechtes Gewissen, Komplikationen und ein schwieriger Beziehungstango folgen. Das Glück liegt nicht in der Wiese, sondern in einem bestimmten Alter in der Ehe und bei Mann und Kind.

Die typische Romcom zeigt, wie das geht und führt nach einigen Umwegen zum Happy End. Nach diesem Schema geht auch Luke Greenfield in seiner Adaption von Emily Giffins Roman vor. Zum lustvollen Trio gesellen sich noch ein paar Nebenfiguren, Rachels platonischer Freund, der einer lästigen Verehrerin in seiner Not den Schwulen vorspielt, und ein schlichtes Machopaket, das mit Geschichten über seine Heldentaten punkten möchte. Bis sich Topf und Deckel final finden, geraten die feucht-fröhlichen Zusammenkünfte dieses Sextetts am Wochenende in den Hamptons schnell zu Kreischorgien, emotionalen Wirrungen und wackligen Lügengebäuden. Und es dauert lange, bis sich der unter der Knute seiner reichen Eltern stehende Bald-Ehemann zu einer Entscheidung durchringt. Das "fremd fischen" der Protagonisten und die Zerreissprobe zwischen Loyalität und Liebe hinterlässt beim Zuschauen keine bemerkenswerten Spuren in Herz oder Hirn und verzichtet auf überraschende Wendungen, unterhält aber auf charmant-traditionelle Weise. Dass man trotz Ungereimtheiten den Hauptfiguren gerne beim Zappeln im Gefühlsnetz zuschaut, liegt vor allem an der sympathischen Gutmenschin Ginnifer Goodwin, der selbstverliebten Zicke Kate Hudson und dem wankelmütigen Lover Colin Egglesfield. Der Spaßfaktor stimmt. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 16.06.2011

USA 2011

Länge: 1 h 53 min

Genre: Drama

Originaltitel: Something Borrowed

Regie: Luke Greenfield

Drehbuch: Jennie Snyder

Musik: Alex Wurman

Produktion: Broderick Johnson, Andrew A. Kosove, Hilary Swank, Aaron Lubin, Pamela Schein Murphy, Molly Mickler Smith

Kostüme: Gary Jones

Kamera: Charles Minsky

Schnitt: John Axelrad

Ausstattung: Jane Musky

Website: http://www.tobis.de/film/fremd-fischen