Hilary Swank inspiriert als positive Paukerin eine Klasse von desillusionierten Ghettokids zu höheren Idealen.

Kinostart: 05.04.2007

Hilary Swank

Hilary Swank
als Erin Gruwell

Patrick Dempsey

Patrick Dempsey
als Scott Casey

Scott Glenn

Scott Glenn
als Steve Gruwell

Imelda Staunton
als Margaret Campbell

April L. Hernandez
als Eva


als Andre

Jason Finn
als Marcus

Hunter Parrish
als Ben

Kristin Herrera
als Gloria

Jacklyn Ngan
als Sindy

Sergio Montalvo
als Alejandro

Deance Wyatt
als Jamal

Vanetta Smith
als Brandy

Die Handlung von Freedom Writers

Als die junge Lehrkraft Erin Gruwell (Hilary Swank) 1994 an der Wilson High School von Long Beach ihren Dienst antritt, wankt ihr Idealismus: Die Schüler sind in rassische Gruppen zersplittert und leben ihren Hass täglich in Gewalt aus. Ihre Rektorin Margaret Campbell (Imelda Staunton) hat längst resigniert, doch Erin startet eine Initiative zur Toleranz. Sie lässt das Tagebuch der Anne Frank lesen und Problemschüler wie Eva (April Hernandez) und Andre (Mario) ein eigenes Journal führen.

Richard LaGravenese

Lehrerin Erin Gruwell startet ebenso enthusiastisch wie ahnungslos ihren Englischunterricht an der Woodrow Highschool in Long Beach. Dort sitzen ihr desinteressiert gegenüber Latinos, Schwarze, Asiaten und eine Minderheit von Weißen. Erst als sie ihrer Klasse leere Hefte gibt und sie auffordert über ihren Alltag zu schreiben, kommt es zur Annäherung.

Englischlehrerin Erin Gruwell steht vor ihrer neuen Klasse an der nach den Rodney-King-Unruhen "rassenintegrierten" High School von Long Beach. In gut leserlicher Schreibschrift hat sie breit lächelnd ihren Namen auf der Tafel vermerkt. Doch das scheint keinen der Schüler zu interessieren. Die hängen gelangweilt in ihren Stühlen, unterhalten sich lautstark, streng nach ethnischer Zugehörigkeit getrennt: Schwarze, Asiaten, Latinos und ein einziger Weißer. Es gilt erst mal an die taffen Ghettokids ranzukommen - nur wie?

Kritik zu Freedom Writers

Oscar-Preisträgerin Hilary Swank inspiriert als positive Paukerin im Stil von Michelle Pfeiffer in "Gefährliche Gedanken - Dangerous Minds" eine Klasse von desillusionierten Ghettokids zu höheren Idealen.

Regisseur und Drehbuchautor Richard LaGravanese greift die wahre Story der idealistischen Lehrerin Erin Gruwell auf, die sich von ihrer Mission, einen Unterschied im Leben ihrer Schüler zu machen, weder von deren anfänglicher Ablehnung noch von einem gleichgültigen Bildungssystem abbringen ließ. Diese Selbstaufopferungs-Prämisse ist seit "Saat der Gewalt" (1955), als sich Glenn Ford als idealistisch-naiver Lehrer in die pädagogischen Nesseln setzte, fester Bestandteil des Hollywood-Kinovokabulars. Dennoch kann LaGravaneses in deprimierender Realität verankertes Schuldrama mit zynismusfreier Aufrichtigkeit bewegen. Daran hat "Million Dollar Baby" Swank erheblichen Anteil, deren Talent für tiefe Emotionalität mit anspruchsvolleren Rollen wie dieser zum Tragen kommt. Man kauft ihr ab, dass Erin Gruwell ebenso enthusiastisch wie ahnungslos in ihre Englischklasse an der unlängst nach den Rodney-King-Unruhen "rassenintegrierten" Woodrow Highschool in Long Beach hineinstürmt. Im properen Kostüm sieht sie zwischen ihren desinteressierten Schülern, die sich aus unterprivilegierten Latinos, Schwarzen, Asiaten und einer Minderheit von Weißen zusammensetzen, wie ein Mondkalb auf dem Weg zur Opferung aus. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, das Interesse ihrer untereinander bitter verfeindeten Schützlinge zu wecken, hofft Erin mit dem Analysieren von Tupac-Shakur-Texten Fortschritte zu machen. Doch erst als sie ihrer Klasse leere Ringhefte gibt und sie auffordert, über ihren Alltag zu schreiben, kommt es zur Annäherung. Erin erfährt über gewalttätiges Gangleben, Armut, selbstauferlegte Rassentrennung, Drogendeals, zerrüttete Familien, Raubüberfälle, Drive-By-Shootings und das tiefe Misstrauen gegenüber allen Außenseitern. Das Lesen von "Das Tagebuch der Anne Frank" hilft den Kids, erstmals auch Mitgefühl untereinander zu empfinden. Zwar muss Erin letztlich für ihr Engagement mehr bezahlen als nur die von ihr mit zwei Nebenjobs finanzierten Lehrmaterialen und Klassenausflüge, doch das ist es ihr wert. Wert ist es sicherlich auch für das werte Familienpublikum, sich diese bewegende Ode über Akzeptanz, Respekt und den Triumph des Willens anzusehen. ara.

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Info

Plakat des Films: Freedom Writers
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 05.04.2007

USA 2006

Länge: 2 h 3 min

Genre: Drama

Originaltitel: Freedom Writers

Regie: Richard LaGravenese

Drehbuch: Richard LaGravenese

Musik: Mark Isham

Produktion: Michael Shamberg, Stacey Sher, Danny DeVito

Kostüme: Cindy Evans

Kamera: Jim Denault

Schnitt: David Moritz

Ausstattung: Laurence Bennett

Website: http://www.freedomwriters.de