Schrille Komödie in der Spaniens Meisterfilmer Pedro Almodovar zu seinen Wurzeln zurückkehrt und Flugpassagiere "am Rande des Nervenzusammenbruchs" schildert.

Kinostart: 04.07.2013

Antonio de la Torre
als Alex Acero

Hugo Silva
als Benito Moron

Miguel Angel Silvestre

Miguel Angel Silvestre
als Br

Laya Martí
als Braut

Javier Cámara
als Joserra

Carlos Areces
als Fajas

Raúl Arévalo
als Ulloa

José María Yazpik
als Se

Guillermo Toledo
als Ricardo Gal

José Luis Torrijo
als Se

Lola Dueñas
als Bruna

Cecilia Roth
als Norma Boss

Blanca Suárez
als Ruth

Antonio Banderas
als Leon

Penélope Cruz
als Jessica

Paz Vega
als Alba

Carmen Machi
als Concierge

Susi Sánchez
als Albas Mutter

Pepa Charro
als Piluca

Nasser Saleh
als Passagier

Handlung

In Madrid hebt ein Flug Richtung Mexiko ab. Nachdem ein technischer Defekt festgestellt wird, werden die Passagiere der zweiten Klasse vorsorglich mit Schlafmittel betäubt, während in der Business-Class die Stewardessen zum Tomatensaft Meskalin reichen. Ihre Hilflosigkeit gegenu?ber der drohenden Gefahr löst sowohl unter den Passagieren als auch bei der Crew ein aberwitziges, innerliches Großreinemachen aus, das sich - neben reichlich Sex in Wort und Tat - als wirksame Ablenkung von einem möglicherweise dramatischen Ende dieses Trips erweist.

In Madrid hebt ein Flug Richtung Mexiko ab. Nachdem ein technischer Defekt festgestellt wird, werden die Passagiere der zweiten Klasse mit Schlafmittel betäubt, während in der Business-Class die Stewardessen zum Tomatensaft Meskalin reichen. Ihre Hilflosigkeit gegenüber der drohenden Gefahr löst sowohl unter den Passagieren als auch bei der Crew ein aberwitziges Großreinemachen aus, das sich - neben reichlich Sex in Wort und Tat - als wirksame Ablenkung von einem möglicherweise dramatischen Ende dieses Trips erweist.

Ein dem Absturz geweihtes Flugzeug sorgt für Aufregung in der ersten wie in der zweiten Klasse. Schrille Komödie, mit der Spaniens Meisterfilmer Pedro Almodovar zu seinen Wurzeln zurückkehrt.

Kritik

Schrill-vergnügliche Komödie des Regie-Exzentrikers Pedro Almodóvar, dessen Flugreisende nebst Crew hier "am Rande des Nervenzusammenbruchs" stehen.

Horror, Thriller, (Melo-)Drama, Groteske... Es gibt kaum ein Genre, das Oscar-Preisträger Pedro Almodóvar ("Alles über meine Mutter") nicht schon (erfolgreich) bediente. Barock, laut, schräg und schwul sind die Arbeiten des iberischen Regie-Exzentrikers, der sich mit kompromisslosem Stilwillen aus der Madrider Subkultur zur Galionsfigur des europäischen Kinos hochgearbeitet hat. Zu seinen Anfängen, der durchgeknallten Komödie, sprich "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" (1988), kehrt er nun mit "Fliegende Liebende" zurück.

Auf eine irrwitzige Reise in einem total verrückten Flugzeug schickt er seine Schauspieler diesmal. Auf dem Rollfeld geben sich - nach einem vom Top-Designer Mariscal elegant animierten Vorspann - als Bodenpersonal Penélope Cruz und Antonio Banderas als (Liebes-)Paar kurz und witzig die Ehre. Dann hebt der Linienjet der (fiktiven) Fluggesellschaft "Peninsula" ab. Die Passagiere der Holzklasse werden kurz darauf mit Schlaftabletten außer Gefecht gesetzt, in der Business-Class reichen die formschönen Stewardessen zum Tomatensaft Meskalin. Grund: Ein Fahrwerk lässt sich nicht mehr ausfahren und eine Bruchlandung droht.

In die höchsten Regionen der Hysterie steigt Almodóvar in seiner "leichten, sehr leichten Komödie" auf. Den 1980er Jahren zollt er im Look Tribut, Elemente klassischer US-Screwball-Comedies baut er ein. So fällt etwa in einer Szene ein Handy von einem Viadukt in den Fahrradkorb einer Frau, die gerade die Straße entlang radelt. Sie nimmt das Gespräch an - und am anderen Ende ist ihr Ex-Liebhaber, der in der Unglücksmaschine sitzt. Die Unterhaltungen über den Wolken kreisen derweilen primär um Sex. Wer, wann, wo mit wem und selbst im Cockpit - hier kommt der Kabine die wortwörtliche Bedeutung zu - findet man noch Zeit für eine schnelle Nummer.

Viel Wert, wie stets bei den Filmen des Spaniers, wird auf Design und Kostüme gelegt, Kameramann José Luis Alcaine hält die Konturen der Räume nicht allzu scharf und achtete darauf, dass die (vorherrschenden) Pastelltöne nicht zu weich wirken. Eine chromatische Atmosphäre à la Hitchcock ist die Folge - wenig verwunderlich, ist der Filmemacher doch erklärter Fan des Master of Suspense. Befeuert wird der temperamentvolle Ensemblespaß - als Passagiere sind zahlreiche alte Bekannte aus dem Almodóvar-Universum wie Cecilia Roth, Lola Dueñas und Blanca Suárez mit an Bord - von Alberto Iglesias' flottem Soundtrack, der von der psychedelisch angehauchten Tanzmusik der peruanischen Cumbia inspiriert ist.

Als optischer wie akustischer Höhepunkt gefällt die Revue-Einlage der drei tuckigen Flugbegleiter, herrlich gespreizt angelegt von Javier Cámara, Carlos Areces und Raúl Arévalo, die eine aberwitzige Playback-Choreographie zum Pointer-Sisters-Hit "I'm so excited" zum Besten geben. "I'm about to lose control and I think I like it" heißt's da - eine Liedzeile, die durchaus für das gesamte Werk steht. geh.

Wertung Questions?

FilmRanking: 4831 -1677

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 04.07.2013

Spanien 2013

Länge: 1 h 31 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Los amantes pasajeros

Regie: Pedro Almodóvar

Drehbuch: Pedro Almodóvar

Musik: Alberto Iglesias

Produktion: Esther Garcia, Agustin Almodóvar

Kostüme: Tatiana Hernández, David Delfín

Kamera: José Luis Alcaine

Schnitt: José Salcedo

Ausstattung: Antxón Gómez

Website: http://www.tobis.de/film/fliegende-liebende

Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.