Tragikomödie von Güzin Kar, das von einem 15-jährigen Mädchen erzählt, das von der Seefahrt träumt und sich in einen wesentlich älteren Arzt verliebt.

Kinostart: 25.08.2011

Meret Becker

Meret Becker
als Roberta Meiringer

Elisa Schlott

Elisa Schlott
als Nana Meiringer

Barnaby Metschurat

Barnaby Metschurat
als Eduardo

Hanspeter Müller-Drossaart
als Karl Hauser

Mona Petri
als Doris Gilbert

Andreas Matti
als Herr Gilbert

Annette Corti
als Nora Peters

Alia Duncan
als Tatjana Meiringer

Isabella Schmid
als Elvira Thommen

Joseph Sunkler
als Toto Meiringer

Lilian Naef
als Frau Jedele

Die Handlung von Fliegende Fische müssen ins Meer

Der gut aussehende Eduardo kommt als neuer Arzt in einen kleinen Ort im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet am Rhein und tut sich etwas schwer mit dem Einleben. Dort wohnt die 15-jährige Nana mit ihrer offenherzigen und etwas prolligen Mutter Roberta. Beide sind auf der Suche nach was Besserem im Leben. Und während Roberta versucht, endlich erwachsen zu werden, träumt Nana davon, als Kapitän zur See zu fahren. Und dass sie den Traum nicht aufgibt, dabei hilft ihr schließlich Eduardo.

Der gut aussehende Eduardo kommt als neuer Arzt in einen kleinen Ort im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet am Rhein und tut sich etwas schwer mit dem Einleben. Dort wohnt die 15-jährige Nana mit ihrer offenherzigen und etwas prolligen Mutter Roberta. Beide sind auf der Suche nach was Besserem im Leben. Und während Roberta versucht, endlich erwachsen zu werden, träumt Nana davon, als Kapitän zur See zu fahren. Und dass sie den Traum nicht aufgibt, dabei hilft ihr schließlich Eduardo.

Kritik zu Fliegende Fische müssen ins Meer

Mutter und Tochter müssen in Güzin Kars singfreudiger Tragikomödie, die das Herz am rechten Fleck trägt, erwachsen werden.

Als Eduardo (Barnaby Metschurat), der neue Arzt in dem kleinen Kaff im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet am Rhein, vergeblich angeln will, empfiehlt ihm die noch 15-jährige Nana (Elisa Schlott), die dort als Schleusenwart arbeitet, das lokale Fischgeschäft, das alle Sorten führt - bis auf die fliegenden. Die gibt es nur im Meer. Und dorthin möchte das frühreife Mädchen: nämlich als Kapitän zur See fahren. Der junge, gutaussehende Arzt wird ihr helfen, diesen schon fast aufgegebenen Traum zu verfolgen, derweil sich zwischen beiden andeutungsweise eine Liebesgeschichte entwickelt, die doch keine sein darf. Das verleiht der ansonsten alle gängigen "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken"-Klischees auffahrenden Tragikomödie einen pikanten erotischen Subtext, der nicht so ganz zum etwas prüden TV-Look passen will.

Vornehmlich handelt Güzin Kars Film, einer Schweizerin mit türkischen Wurzeln, die alle drei "Wilden Hühner"-Drehbücher schrieb, von einem Mutter-Tochter-Gespann in vertauschten Rollen, die beide das lernen müssen, was sie nicht können: Die Mutter Roberta (Meret Becker), ein ordinäres Flittchen, das verbal in die Offensive geht, versucht erwachsen zu werden. Die Tochter, die als Ich-Erzählerin den Handlungsfortlauf erfrischend zynisch kommentiert, sollte Jugendliche sein dürfen, anstatt Vollversorgerin ihrer beiden kleinen Geschwister. Ein doppeltes Coming-of-Age, das seine Problemlagen mit viel unverfänglichem Klamauk löst, der aber abwechslungsreich inszeniert ist und durch viele Regieeinfälle einen herzlichen Ton erhält.

Dafür sorgen auch die mit einigen deftigen Dialogen versehene Parodie-Sequenzen auf bräsige Provinznester, in der zahlreiche Karikaturen auftreten, die aber trotz mancher Häme durchweg positiv, wenn auch oft eindimensional gezeichnet sind. So gestaltet sich die Suche nach einem Mann für die Familie, der das Jugendamt im Nacken sitzt, auch deshalb so unterhaltsam, weil der Film munter zwischen lockerer Beziehungsdramödie und Teenie-Melodram pendelt. Die erfolglosen One-Night-Stands der Proll-Braut, ihr Unwille gegen einen kinderlieben Softie, sowie die aufkeimenden Gefühle des Mädchens sind keineswegs Kontrast, sondern unterstreichen mit dem Leonard-Cohen-Soundtrack unerfüllte Sehnsüchte, die vor allem Elisa Schlott besonders anrührend darstellt. Sie hat das Potenzial zur namhaften Schauspielerin.

tk.

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Info

Kinostart: 25.08.2011

Deutschland/Schweiz 2011

Länge: 1 h 24 min

Genre: Drama

Originaltitel: Fliegende Fische müssen ins Meer

Regie: Güzin Kar

Drehbuch: Güzin Kar

Musik: Fabian Römer

Produktion: Ruth Waldburger, Dietmar Güntsche

Kostüme: Barbara Schwarz

Kamera: Benjamin Dernbecher

Schnitt: Benjamin Fueter

Ausstattung: Gerald Damovsky

Website: www.fliegendefische-derfilm.de/