Faszinierender und provozierender Episodenfilm, der Satire, Drama und Komödie mixt.

Kinostart: 17.10.2013

Ronald Zehrfeld

Ronald Zehrfeld
als Tom

Sandra Hüller

Sandra Hüller
als Franziska Feldenhoven

Michael Maertens
als Claude Petersdorf

Margit Carstensen
als Frau Sandberg

Corinna Harfouch
als Inga Sandberg

Bernhard Schütz
als Georg Sandberg

Johannes Krisch
als Einsiedler

Christoph Bach
als Lehrer Nickel

Carla Juri
als Natalie

Leonard Scheicher
als Dominik

Jakub Gierszal
als Maximilian

Max Pellny
als Jonas

Dieter Meier
als Pelzh

Markus Hering
als Herr Malchow

Handlung

Fußpfleger Claude kümmert sich rührend um Frau Sandberg, die in einem Altenwohnsitz lebt und von ihrer Familie alleingelassen wird. Ihr Sohn ist ständig mit seiner Frau geschäftlich unterwegs. Der Enkel ist ein Schönling und Snob. Claude wird im Auto telefonierend von Polizist Tom angehalten. Der belässt es ob einiger Geschenke bei einer Verwarnung. Die Pflegeprodukte schenkt er seiner Freundin, einer Dokumentarfilmerin, die seine Freundlichkeit kaum beachtet.

Fußpfleger Claude kümmert sich rührend um Frau Sandberg, die in einem Altenwohnsitz lebt und von ihrer Familie alleingelassen wird. Ihr Sohn ist ständig mit seiner Frau geschäftlich unterwegs. Der Enkel ist ein Schönling und Snob. Claude wird im Auto telefonierend von Polizist Tom angehalten. Der belässt es ob einiger Geschenke bei einer Verwarnung. Die Pflegeprodukte schenkt er seiner Freundin, einer Dokumentarfilmerin, die seine Freundlichkeit kaum beachtet.

Fußpfleger Claude kümmert sich rührend um Frau Sandberg, die in einem Altenwohnsitz lebt. Faszinierender und provozierender Episodenfilm von Frauke Finsterwalder, der Satire, Drama und Komödie mixt.

Kritik

Beeindruckendes Debüt, das fasziniert, provoziert und mit brillanten Dialogen und Darstellerleistungen glänzt.

Selten hat man so zugespitzte, treffende und brillante Dialoge in einem deutschen Film gehört, selten von einem durch die Bank auf höchstem Niveau agierenden Ensemble auf den Punkt gebracht. Aus der Creme de la Creme deutscher Schauspieler seien nur die denkwürdigen Auftritte von Sandra Hüller als zickige Dokufilmerin und Michael Maertens als liebender Fußpfleger herausgegriffen. Mag man diesen Episodenfilm mögen oder hassen, Respekt zollen muss man den Machern so oder so für diese Leistung, allen voran der vom Dokumentarfilm kommenden Regisseurin Frauke Finsterwalder, ihrem Koautor Christian Kracht und den Produzenten Walker+ Worm. Finsterwalder erzählt keine stringente Geschichte, sondern zeichnet dem märchenhaften Anfang zum Trotz eine Welt, in der sich emotional verkümmerte Figuren nach wahrer Liebe sehnen und die Nazi-Vergangenheit längst nicht verarbeitet ist. Beeindruckend ist, wie sich der Ton des Filmes von sanft witzig über satirisch scharfzüngig hin zu tragisch ändern kann, sei es rasant in einer Szene oder langsam im Verlauf des Filmes, wie das Gefühl von Ekel zu Sympathie und wieder zurück beim Zuschauer geweckt wird. Denn um ein bisschen Aufmerksamkeit oder Liebe zu bekommen, tun die Figuren nicht nur Kurioses, sondern überschreiten Grenzen, brechen Tabus. Das geht bisweilen sehr weit, dass einem das Lachen nicht nur im Halste stecken bleibt, sondern für manche auch die Grenze des guten Geschmacks überschreitet. Und Finsterwalder lässt ihre Figuren damit davonkommen, während andere unvermittelt auf der Strecke bleiben. Überraschung und Provokation gibt es zu Hauf in diesem grotesken Deutschland-Puzzle, das mit deutscher Geschichte, Gesellschaft und Befindlichkeit und Kultur spielt und sie kritisiert. hai.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 17.10.2013

Deutschland 2013

Länge: 1 h 35 min

Genre: Drama

Originaltitel: Finsterworld

Regie: Frauke Finsterwalder

Drehbuch: Christian Kracht, Frauke Finsterwalder

Musik: Michaela Melián

Produktion: Tobias Walker, Philipp Worm

Kostüme: Charlotte Sawatzki

Kamera: Markus Förderer

Schnitt: Andreas Menn

Ausstattung: Katharina Wöppermann

Website: http://www.finsterworld.de